Revolution

Antje Schrupp setzt sich mit den Gedanken zu einer linken Revolution von Slavoj Žižek auseinander. Dabei stellt sie seine These des radikalen Umsturzes in Frage, und weißt auf die Verantwortungslosigkeit des “idealen revolutionären Subjekts” hin, das nichts anderes außer sich selbst und den Kampf wahrnimmt.

Revolutionäre Ereignisse oder andere Krisen, so wäre jedenfalls meine These, können nur das in die Realität umsetzen (oder eher: ermöglichen, dass es ans Licht kommt), was vorher in alltäglichen Experimenten und Debatten bereits vorbereitet wurde. Nicht mehr.

Wenn wir also die Revolution wollen, dann müssen wir sie VOR dem „Ereignis“ so gut wie möglich vorbereiten, denn wenn das Ereignis erst einmal da ist, ist es zu spät.

Quelle: antjeschrupp.com

Diese Art der Revolution entspricht, ebenfalls, viel mehr meinen Gedanken. Sie wird zwar nicht einzelne Helden kennen, dafür jedoch durch das alltäglich Handeln aller, Frauen und Männern, Kindern und Älteren vorbereitet, und bekommt dadurch eine Richtung, keine feste Ideologie, kein Fahrplan und dennoch eine gute Grundlage.

Und nun empfehle ich die Lektüre des gesamten Artikels von Antje: Slavoj Žižek, linke Kerle und die Revolution.

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Five Elephant: Sidamo Gr. 2

Blüte

Einige von euch hatten schon das Vergnügen etwas meiner Begeisterung für diese Bohne via Twitter zu erfahren. Für alle anderen, und um etwas ausführlicher zu sagen was ich an diesem Kaffee schätze, dieser Eintrag.

Dieser feine Kaffee stammt aus Äthiopien, dem Geburtsland des Kaffees. Bohnen mit fruchtiger Note zählen eindeutig zu meinen Favoriten. Und so bewarb sich bereits der erste Schluck dieses Kaffees um einen der vordersten Plätze.

Das Aroma dieses Kaffees kann als sehr fein bezeichnet werden. Eindrücklich ist der Geschmack von Bergamotte. Während die Cupping-Notes nicht bei jedem Kaffee nachvollziehbar sind, trifft diese hier aus dem Hause Five Elephant das Kaffeearoma sehr genau:

A bright and lovely sweet palate of Bergamot Orange with aromas of coco powdered apricot.

Quelle: fiveelephant.com

Die Rösterei empfiehlt zum vollen Genuss den Kaffee etwas abkühlen zu lassen. Da es sich um sehr feine Nuancen handelt, eignet sich der Kaffee nicht so gut um mit Milch und Zucker getrunken zu werden. Die klare schwarze Tasse dagegen begeistert.

Während der Kaffee mich auch aus der AeroPress begeistert hat, schmeckt er gefiltert nochmals einiges nuancierter und runder. Eine klare Empfehlung also.

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Atheistische Lesart

Wir waren ja schon im letzten Eintrag bei der Religion für Atheisten. Gestern Abend las ich noch eine gute Ergänzung von Kester Brewin. Sein erster Eindruck des Buches ist, dass de Botton das Schöne der Religionen aufnimmt um damit das Leben der “Neuen Neuen Atheisten” zu bereichern. De Botton stimmt Brewin in den Kommentaren zu, dass es nicht nur um das Schöne geht, sondern gerade auch um gelebte Gerechtigkeit. Das eigene Handeln wird von Brewin als atheistische Lesart des Christentums “von innen” verstanden. Es gibt keinen Streit mehr darüber dass Gott tot ist, es stellt sich vielmehr die Frage wie man mit seinem Leichnam umgeht.

The religious who are turning to an atheist reading of their faith are doing something different. God is dead, but that means that we have to take up the challenges of that absence… and that’s perhaps a more demanding road. I can’t speak from anything more than a Christian perspective on this, but it seems to me that this is not so much gaining ‘ahhh’ moments from beautiful buildings, but taking a long hard look at the scorched earth once those buildings have been torched, and wondering what is left.

Because an atheist reading of Christianity is not about polite rituals and ‘big society’ moments of collective goo. It is not about human beings rejecting God and becoming atheists. It is about God rejecting God and becoming an atheist himself. The core of Christianity is as radical as that. Jesus beat de Botton to ‘religion for atheists’ by about 2000 years; the problem is, the path he set out was so challenging that it has been almost totally rejected. Why? Because the move from religion to an atheist reading of religion is not about experiencing the sacred in the remains of religious beauty, but about experiencing the abandonment and desolation, the responsibility to the rest of humanity, when we realise the sacred is not found in the stain glass, but in the slum outside the church.

Quelle: kesterbrewin.com

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Religion für Atheisten

Seit einiger Zeit folge ich Alain de Botton auf Twitter. Seine Gedankenfetzen und Anmerkungen finde ich sehr inspirierend. Irgendwann begann er damit immer öfter über Elemente von Religion zu schreiben, und schließlich stellte sich heraus, dass er im Januar ein Buch mit dem Titel »Religion for Atheists« veröffentlicht. In diesem Buch folgt er dem Gedanken, dass auch wenn Religion unwahr ist, die säkularisierte Gesellschaft das Gute davon behalten sollte. Das Buch werde ich wohl demnächst lesen, bis dahin verfolge ich die Artikel darüber weiter interessiert.

Auf der Webseite des Guardian erschien ein Artikel von de Botton, indem er skizziert was die Kunst und die Museen von Religion lernen können. Darin geht er zunächst darauf ein, dass eine Leere entsteht, wenn Kunst nur um ihrer selbst Willen existieren soll. Religiöse Kunst folgt, nach den Beobachtungen de Bottons, einem gewissen Zweck, sie will die Betrachter auf bestimmte Bereiche aufmerksam machen, und dazu beitragen, dass sie ein gesunderes und stimmigeres Leben führen. Sie hat also eine Aussage. Die Aussage kann zwar einfach sein, das Kunstwerk hingegen nicht platt. Museen könnten die neuen Kirchen sein, Orte an denen man zur Ruhe findet, Kraft tanken kann, und gestärkt weitergeht.

The challenge is to rewrite the agendas for our art museums so that collections can begin to serve the needs of psychology as effectively as, for centuries, they served those of theology. Curators should attempt to put aside their deep-seated fears of instrumentalism and once in a while co-opt works of art to an ambition of helping us to get through life.

Quelle: Alain de Botton auf guardian.co.uk

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Kim Janssen, Rue Royale und The Black Atlantic

Gestern Abend war im NUN ein Konzert mit Musikern, die in meinen persönlichen Charts des letzten Jahres – ihr erinnert euch – unter den ersten fünf platziert sind. Hier ein paar Bilder, die Martin Gommel gestern Abend während des Konzerts aufgenommen hat:

Kim Janssen

Kim Janssen

Rue Royale

Rue Royale

Rue Royale

The Black Atlantic

The Black Atlantic

The Black Atlantic

Kim Janssen

The Black Atlantic

Mir hat das Konzert sehr gut gefallen, und neben dem Musikgenuss hat es Spaß gemacht mit ihnen Kaffee zu trinken …

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Milch und Zucker

Auf Sprudge Las ich kürzlich einen Artikel mit der Überschrift “Bad” Coffee, in dem sich folgendes Zitat befand:

“At the ingredients bar folks can taste exactly how cream and sugar make bad coffee taste better by masking it, and delicious coffee taste worse by diluting it.”

Die, auf der CoffeeCommon-Seite geäußerte Meinung teile ich. Kaffee, der an sich nicht so gut schmecken würde, lässt sich mit Milch und Zucker verbessern, Kaffee jedoch, der an sich schon sehr lecker ist, verliert durch Milch und Zucker an Geschmack.

In dem eingangs erwähnten Artikel fuhr Llewelyn Sinclair damit fort, dass sie den Begriff “schlechter Kaffee” in Frage stellte. Zum einen berief sie sich auf die Frage des Geschmackes und thematisierte die Arroganz von Kaffeegenießern – wie mir – die eine Bohne mit weniger Aroma direkt als schlecht bezeichnen und verwies auf die Notwenigkeit der Kaffeebauern vom Erlös des Kirschen-/Bohnenverkaufs zu leben.

Ich stimme ihr in ihren Anfragen zu, und würde dennoch auch obiges Zitat unterstützen, und zwar insofern, dass es sich, meiner Ansicht nach lohnt eine aromatische Bohne ohne Milch und Zucker zu genießen. Kaffee aus solchen Bohnen bietet schon eine ganze Menge eigener Aromen, die durch Zugabe von Milch und Zucker überlagert werden.

Gleichzeitig werde ich weiterhin, Kaffee der mir von Bohne und Zubereitung nicht zusagt mit Milch und Zucker veredeln.

Wie haltet ihr das?

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Lob

Eben auf zeit.de einen guten Artikel gelesen, der sich anhand des Kabarettisten Claus von Wagner mit Lob auseinandersetzt. Neben der positiven Wirkung des Lobes auf den oder die Gelobte(n), wird auch die Skepsis gegenüber Lob betrachtet, die Teil unserer Sozialisation ist. Als Appetitanreger, ein Zitat aus dem letzten Absatz des Artikels:

Das kundige Lob macht allen Menschen Spaß, weil es Sprenger zufolge bedeutet, dass man ernst genommen und anerkannt wird. Genaues, arbeitsbezogenes Lob unter vier Augen bewirkt viel mehr, weil es der Beweis dafür ist, dass der Lobende sich mit dem Werk des Gelobten auseinandergesetzt hat. Und diese Auseinandersetzung ist womöglich sogar das Wichtigste, selbst wenn sie nicht in eine Lobeshymne mündet: Denn noch schlimmer ist es, gar nicht erst wahrgenommen zu werden.

Quelle: zeit.de

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Schönheit

Jesse Rosten hat ein interessantes Adbusting-Video produziert. Er wirbt darin für ein neues Beauty-Produkt namens »Fotoshop by Adobé« und schreibt dazu:

»This commercial isn’t real, neither are society’s standards of beauty.«

Ich finde diese Aussage sehr gut und treffend. Das Schönheitsideal unserer Gesellschaft, und damit auch unseres (zumindest meines) ist unrealistisch, da wir morgens im Spiegel nicht mit den »Photoshop-Werkzeugen« das Idealbild erstellen, bzw. die Falten der Nacht und des Lebens korrigieren können.

Diese Ideale komplett zu ignorieren ist meiner Ansicht nach nicht möglich.
Wie geht ihr damit um?

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Meine Top 10 in 2011

Musik gehört zu meinen treusten Begleitern, und so möchte ich auch in diesem Jahr eine Liste der 10 von mir am Meisten gehörten MusikerInnen und Bands hier aufschreiben. Letztes Jahr hatte ich ja in Anlehnung an Spreeblick die 10 meistgehörten Titel gelistet, dieses Jahr schreibe ich zunächst einmal die MusikerInnen und Bands hier auf:

  1. Efterklang (326)
  2. Rue Royale (320)
  3. I Am Oak (270)
  4. The Black Atlantic (219)
  5. Feist (209)
  6. Console (202)
  7. Beastie Boys (201)
  8. David Bazan (183)
  9. Bon Iver (167)
  10. awkward i und James Blake (jeweils 154)

Diese Liste entnahm ich, wie auch im letzten Jahr, der Statistik, die last.fm für mich erstellt. Die komplette Liste der MusikerInnen und Bands die ich im letzte Jahr angehört habe findest du hier.

Nach wie vor gehöre ich der Spezies “Albumhörer” an, weswegen ich nun auch noch die 10 Alben aufführen möchte, die mich im letzten Jahr am häufigsten begleiteten:

  1. Rue Royale – Guide To An Escape (203)
  2. Efterklang – Magic Chairs (157)
  3. Jason Moran – TEN (150)
  4. Bodi Bill – What? (142)
  5. awkward i – I Really Should Whisper (141)
  6. James Blake – James Blake (140)
  7. I Am Oak – On Claws (140)
  8. Yuja Wang – Rachmaninov (140)
  9. Console – Herself (135)
  10. Eels – Tomorrow Morning (134)

Die ausführliche Liste der Alben findest du ebenfalls bei last.fm. Bei dieser Gelegenheit kannst du dir dann auch gleich ansehen welche Alben auf den weiteren Plätzen zu finden sind.

Falls du dich gefragt hast was die Zahlen in den Klammern bedeuten, dass sind die gezählten “Plays”.

Ich freue mich schon darauf zu lesen, welche Hörgewohnheiten ihr im letzten Jahr hattet …

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Zaubern mit der AeroPress

Kürzlich erreichte mich eine Nachricht von Johannes mit einem Link zu Zubereitungsmethoden mit der AeroPress im Blog von Tim Wendelboe. Da ich gerade auf dem Weg zum Spielplatz war, speicherte ich den Link zunächst.

In dem Eintrag finden sich die Zubereitungsmethoden der drei Finalisten der AeroPress-Weltmeisterschaft von 2009.

Bisher habe ich nur die Methode von Alex ausprobiert, über den Kaffee den man damit zaubern kann schrieb Tim: »Alexs Kaffees hatten einen intensiv fruchtigen Charakter und einen schweren weinigen Körper.« Hier nun also die Methode:

Sidamo / AeroPress

Beginne damit die AeroPress mit frisch gekochtem Wasser durchzuspülen, dabei feuchtest du das Filterpapier an.

Fülle 20 Gramm frisch gemahlenen Kaffee in die Hauptkammer der AeroPress. Wähle denselben Mahlgrad, den du auch für den Handfilter verwendest.

Gieße kochendes Wasser bis zur (1) in die innere Kammer des Kolbens und warte 5 Sekunden.

Fülle das Wasser aus dem Kolben in die Hauptkammer. Während sich die AeroPress über einem Gefäß befindet vermischst du den Inhalt kurz, achte darauf dass das gesamte Kaffeemehl nass ist.

Gieße Wasser aus dem Kocher bis zur (3) in den Kolben.

30 Sekunden nachdem du das erste Wasser zum Kaffee in der Hauptkammer gegossen hast, gießt du das restliche Wasser aus dem Kolben dazu. Dann drückst du den Kolben hinunter, bis der Kaffee sich im Gefäß befindet. Wichtig ist, dass du kurz bevor das »pppffssstt-Geräusch« zu hören ist aufhörst zu drücken.

Nun kannst du den Kaffee servieren.

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Die Tasse auf dem Bild oben enthält Kaffee, der auf diese Weise zubereitet wurde. Es handelt sich dabei um die Sidamo-Bohne von Coffee-Circle, aus der ich bisher noch auf keine andere Weise ein so deutlich fruchtiges Aroma entlocken konnte.

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