Wunderdeutschland

Vor Kurzem bin ich auf eine Seite gestossen, die genau so heißt, wie die Überschrift dieses Posts.

Hinter der Seite verbirgt sich ein Projekt zweier Deutscher, die in den Niederlanden Grafik und interaktive Medien studieren. Zur Zeit befinden sie sich auf einer Reise quer durch Deutschland, und sind auf der Suche nach Wundern in unserem Land. Ihr Ziel ist es, mit diesem Projekt ein positives Bild von unserem Land zu zeichnen – ein Antidepressivum – für eine Nation, die auf hohem Niveau jammert…

[depone] empfielt dir mal dort vorbei zu surfen und über unser Land und die Menschen darin zu staunen…Wunderdeutschland.de

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Armutsgedanken Update

Immer wieder bekomme ich Feedback, weil ich auf meinem Blog die ganze Sache mit der Aktion “Deine Stimme gegen Armut” pushe und auch so über soziale Gerechtigkeit schreibe – auch schon bevor ich von der Aktion gehört hatte. Und ehrlich gesagt freut mich das Feedback total – zeigt es nicht auch, dass wir uns alle Gedanken darüber machen.

Heute habe ich nun eine Mail bekommen, in der ich auf einen Artikel bei Spiegel Online aufmerksam gemacht wurde [DANKE!]. Es handelt sich dabei um ein Interview mit einem kenianischen Wirtschaftsexperten James Shikwati, in dem er über die schädlichen Folgen der westlichen Entwicklungspolitik, korrupte Herrscher und aufgebauschte Horrormeldungen aus Afrika spricht. Und ich möchte die Abschlussfrage hier zitieren:

SPIEGEL: Was sollten die Deutschen tun?

Shikwati: Wenn sie wirklich die Armut bekämpfen wollen, sollten sie sich mit ihrer Entwicklungshilfe komplett zurückziehen und Afrika endlich die Chance geben, selbst für sein Überleben zu sorgen. Derzeit ist Afrika wie ein Kind, das immer gleich nach seinem Babysitter schreit, wenn etwas schief geht. Afrika sollte auf eigenen Füßen stehen.

Ich sehe die Gefahren, die hinter unserer europäischen Entwicklungshilfe stecken – dass es dabei in manchen Fällen um sozial verpackte Kolonialherrschaft geht usw. – doch gerade in den Forderungen von Bono und dem was ich von Fairtrade verstehe, geht es gerade darum nicht, die bestehende Entwicklungshilfe weiter auszubauen, sondern eben neue Formen zu finden, die den Menschen helfen aus der Abhängigkeit heraus zu kommen und die Entwicklung selbst in die Hand zu nehmen.

Wie siehst du das?

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Solidarität und Gebet

Auf der Seite der Deutschen Welle habe ich noch einen weiteren Artikel über die Live8 Konzerte gestern gefunden. Daraus jetzt noch ein kleiner Auszug:

“Die potenzielle Kraft der weltumspannenden Popkultur wurde von UN-Generalsekretär Kofi Annan geradezu enthusiastisch gewürdigt: “Das sind wirklich die Vereinten Nationen. Die ganze Welt ist in Solidarität mit den Armen zusammengekommen.”

Nelson Mandela nutzte das Millionenpublikum, um einen immensen moralischen Druck auf die Führer der acht reichsten Industrieländer auszuüben, die sich ab Mittwoch (6.7.) in Schottland zum G-8-Gipfel treffen. “Die Geschichte und die kommenden Generationen werden unsere Führer nach den Entscheidungen beurteilen, die in den kommenden Wochen getroffen werden”, sagte der Friedensnobelpreisträger.”

Ich denke, dass wir auch jetzt noch die Chance haben, das Treffen der G8-Regierungschefs zu beeinflussen. In den letzten Wochen haben wir entweder auf Listen im Internet oder auf Listen aus Papier unterschrieben und Gerhard Schröder gegenüber unsere Solidarität mit den Armen ausgedrückt. Das war jedoch noch nicht alles, was wir machen können. Von Mittwoch ab, werden sich die Regierungschefs treffen – und wir können für dieses Treffen beten…

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"White Band Day"

Gestern war der erste “White Band Day” in diesem Jahr. Auf der ganzen Welt gab es Veranstaltungen, die dafür ausgerichtet waren, uns darauf aufmerksam zu machen, dass etwas gegen die weltweite Armut getan werden muss.

Neben dem Effekt, dass jeder Einzelne ins Nachdenken kommt, was sein Anteil daran sein kann, etwas gegen Armut zu tun, hatten die Großveranstaltungen den Sinn ein Zeichen zu setzen, dass den Regierungschefs der G8-Staaten an ihre Verantwortung erinnern sollte. Über die Großveranstaltungen kannst du etwas auf der LIVE 8 Seite oder auf tagesschau.de lesen.

Eine Frage, die dabei häufig gestellt wird ist, was es bringt ein weißes Band am Arm zu tragen. Ich denke, dass es zunächst erst mal meine Aufmerksamkeit darauf lenkt, meine eigene Verantwortung im Umgang mit Armut wahr zu nehmen – und dann mein Verhalten [z.B. mein Kaufverhalten] zu ändern. Zum anderen schafft es auch eine Verbindung zwischen den Menschen, die sich mit diesem Anliegen solidarisieren. Auf diese Weise hatte ich schon einige gute Gespräche über das Anliegen, die meistens darauf hinausliefen, dass wir uns fragten, wie denn unser persönlicher Einsatz dafür aussieht…

In der Zeit ist ein interessanter Artikel über den englischen Zweig der weltweiten Akton drin. Hauptsächlich wird über Tony Blair und Bob Geldorf geschrieben – und welche Motive Tony Blair gehabt haben könnte, um sich mit Make Poverty History zu verbinden. Den letzten Abschnitt daraus möchte ich gerne noch hier zitieren:

“Am Ende dürfte Live 8 bei Hunderttausenden von jungen Idealisten, die, Geldofs Ruf, folgend nach Schottland aufbrachen, nur Zorn und Frustration auslösen. Was immer die Politiker tun, es wird nicht reichen. Das hätte Tony Blair voraussehen können. Die Enttäuschung wird auch auf ihn zurückschlagen. Das Konzept des Freihandels, das vom Westen den Abbau von Schutzzöllen und Agrarsubventionen forderte, klingt nicht griffig genug, wenn »Armut zur Geschichte« gemacht werden soll. Doch das Ziel verlangt nun mal mehr, als Paul McCartney, U2 und Coldplay im Londoner Hyde Park auftreten zu lassen oder, was Geldof gelang, die zerstrittenen Stars von Pink Floyd nach 24 Jahren auszusöhnen. Immerhin soll der Gig am 2. Juli mit dem Beatles-Song The Long and Winding Road enden. Die lange, mühselige Straße, eine passende Metapher für den Kampf um Afrikas bessere Zukunft.”

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Arbeit fertig

Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen ich eine Arbeit für mein Studium fertig habe. War heute schon beim Briefkasten und habe die fertige Arbeit für den Kommunikationskurs abgeschickt. Das ist immer ein super cooler Moment…

Doch diese Arbeit ist anders. Nicht nur ich habe daran gearbeitet. Wir haben vor zwei Wochen einen Gottesdienst zusammen gemacht, der dann mit zwei Kameras aufgenommen wurde. Daraus ist jetzt ein Film entstanden, in den Marc super viel Zeit und … gesteckt hat. Und ich habe nur noch eine Ausarbeitung und drei Buchbesprechungen dazu geschrieben… die Gottesdienstvorbereitung ist schon wieder eine ganze Zeit her, so dass ich kaum mehr dran denke.

Vielen Dank auf jeden Fall, an jeden, der dazu beigetragen hat, dass dieser Gottesdienst stattfinden konnte – und somit eine Arbeit für mein Studium fertig wurde… DANKE.

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