Archiv für Januar, 2006

Johannes Rau ist gestorben

Freitag, 27. Januar 2006

Gerade habe ich auf heute.de gelesen, dass Johannes Rau gestorben ist. Er war ein Politiker, den ich geachtet habe und der mir immer wieder aufs Neue positiv aufgefallen ist.

Über sein Amt als Bundespräsident sagte er:

“Ich will der Bundespräsident aller Deutschen sein und der Ansprechpartner für alle Menschen, die ohne einen deutschen Pass bei uns leben und arbeiten.”

Für mich ist er ein Vorbild darin seinen Glauben mit einer guten reflektierten Arbeit zu verbinden.

Update 31.01.06: Möchte eben noch auf die Worte von Bundespräsident Horst Köhler zu dem Tod von Johannes Rau hinweisen: hier. Meiner Ansicht nach drückt Hörst Köhler sehr gut aus, wie Johannes Rau wahrgenommen wurde. Vielleicht hilft uns das sein Leben und Wirken Revue passieren zu lassen.

Das Lernwochenende beginnt

Mittwoch, 25. Januar 2006

»Daniel, heute ist Mittwoch,« höre ich dich sagen, »und da redest du von Wochenende?!«. Ja, antworte ich, weil es für mich heute beginnt – ab heute Abend treffen sich die Menschen, die dachten, dass es cool wäre das Lernwochenende durchzuführen, und ich werde heute den Tag hauptsächlich damit verbringen der Einheit des Wochenendes, für die ich verantwortlich bin, den letzten Schliff zu geben.

Und um mir und dir den Ablauf des Lernwochenendes noch mal in Erinnerung zu rufen: “Von den Mönchen lernen”

Freitag
20.00 Uhr Alternative Worshipevent zum Thema
00.00 Uhr Vigil

Samstag
08.45 Uhr Laudes
09.00 Uhr Frühstück / Kaffee

10.00 Uhr Terz
10.15 Uhr Einstieg

10.45 Uhr LE 1 – ‘Geschichte des Mönchtums’
12.00 Uhr Sext
12.15 Uhr Pause

12.30 Uhr LE 2 – Lebensregel – geregelte Nachfolge
13.30 Uhr Mittagspause / Kennenlernen / Reden / Kaffee

15.00 Uhr Non
15.15 Uhr LE 3 – Gemeinde als „Kloster“
16.00 Uhr Pause

16.30 Uhr LE 4 – Die Spiritualität der Mönche
18.00 Uhr Vesper
18.30 Uhr Pause

19.00 Uhr LE 5 – Gemeinschaften stellen sich vor.
20.00 Uhr Komplet 

20.30 Uhr Austausch / Kennenlernen / Feiern
00.00 Uhr Vigil

Sonntag
10.00 Uhr Café offen
10.45 Uhr Laudes 
11.00 Uhr Brunch / Austausch

14.00 Uhr Besichtigung des Klosters Maulbronn

Essen: Kohlrabi

Dienstag, 24. Januar 2006

Kohlrabi essen In unserer kleinen Familie gab es letzte Woche Geburtstage zu feiern. Der Sohnemann wurde ein halbes Jahr alt, als ein weiteres Jahr zur Sammlung der Frau kam. Und so ist jetzt die Zeit für ihn gekommen sich von mehr zu ernähren als der leckeren Muttermilch.

Wie du auf dem Bild sehen kannst genießt er seine Kohlrabimahlzeit. Durch einen spontanen Bibliotheksbesuch in Heidelberg konnte ich bei der ersten Mahlzeit nicht dabei sein, und wurde Zeuge eines fröhlich essenden Kindes. Sperrte sein Mündchen schön auf und aß genüsslich die ganze Portion auf. Als alles verspeist war leckte er schließlich noch den Löffel ab. Also dann: Guten Appetit.

Gottesdienst: Worte

Dienstag, 24. Januar 2006

Worte. Kommen uns über die Lippen, manchmal auch unbedacht – ein Mal positiv und ein anderes Mal negativ, zerstörend, spaltend. Und so nahmen wir uns einen Abend Zeit uns mit unserem Umgang mit Worten und deren Wirkungen zu beschäftigen.

Den Abend begannen wir mit einem kleinen Video einer alltäglichen Teerunde, die in irgendeinem Wohnzimmer stattfinden könnte. Die Anwesenden wurden ermutigt sich in die Teerunde einzudenken… nach einer kurzen Stille folgte eine Lesung von Jakobus 3,2-12 der den Umgang mit Worten eindrücklich verdeutlicht.

Unsere Worte wurden als Medium vorgestellt, das zunächst neutral betrachtet werden kann, da sie die Möglichkeit haben positives hervorzubringen, gleichzeitig aber auch zerstörerische Wirkung auszuüben in der Lage sind. Vor Beginn des Abends wurde jeder Anwesende fotografiert. Wärend diese Bilder nun auf der Leinwand erschienen wurden Satzfetzen aus möglichen Gesprächen vorgelesen und es war Zeit sich zu Fragen, ob man auch schon einmal schlecht über jemanden geredet hat. Sollte man zu dem Ergebnis kommen, dass das der Fall war stand auf den Tischen Erde bereit mit der man sich die Hände schmutzig machen konnte.

Über andere zu reden hat nicht nur beschmutzende Auswirkung auf mich selbst, sondern stellt sich auch zwischen mich und die jeweilige Person. Zu diesem Gedanken gab es ein Gedicht welches von einem sich verändernden Portaitfoto untermalt wurde. Eine Person in weißem Anzug kam nach vorne und konnte nun beschmutzt werden…
Worte II
Zur Reinigung der schlammigen Hände wurden Papiertücher gereicht, die zur Trocknung jedoch nicht zur Reinigung genügten.

Nach einem kurzen Input zu der angebotenen Vergebung gab es das ersehnte Wasser und Frottehandtücher, so dass die Hände wieder schön sauber wurden. Dieses Vergebungserlebnis mündete in eine Zeit des Liedersingens in der wir unseren Dank und unsere Hingabe ausdrückten.

Mit der Zunge loben wir Gott, unseren Herrn und Vater – und mit ihr verfluchen wir unsere Mitmenschen, die nach Gottes Bild geschaffen sind. Aus demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder und Schwestern, wollt ihr das?

Diese herausfordernde Aussage von Jakobus führte uns zu der Frage, ob wir unsere Worte zum Segen gebrauchen wollen. Diese Frage kann von jedem zu Hause und in der Praxis beantwortet werden. Zur Erinnerung gab es kleine Gefäße mit Erde und Weizensamen, die bei der Entscheidung zum Segen eingepflanzt und gegossen werden können, in dem Vertrauen, dass Gott Wachstum schenkt.

So very far away?

Montag, 23. Januar 2006

»You know I want to be like Jesus,
it seems so very far away,
when will I learn to obey?«

Eine wundervolle Zeile von Pedro the Lion, die mich heute schon mehrmals auf die Frage brachte, wieso Menschen die zu ihren Zweifeln stehen in unserer »Gemeindewelt« so ein schlechtes Image haben. Würden Bücher wie das des Jeremia zensiert werden, würden wir heute am Kanon feilen?

Sünde, Konsequenz und Gnade

Freitag, 20. Januar 2006

Wieder einmal in der Badischen Landesbibliothek sitzend stieß ich auf eine Aussage über Sünde, Konsequenz und Gnade, die meiner Ansicht nach diese drei Bereiche wunderbar auf den Punkt bringt:

»Sünde wird als ein Schuldigbleiben des Geforderten, Verfehlung nicht nur als Einzeltat, sondern als Haltung begriffen, die sich mit jedem erneuten Sichversagen verfestigt. Drängend ist jederzeit der Ruf zur Umkehr, lebensnotwendig der Gehorsam gegenüber ihm.

Gott ist kein starrer Vergelter und Rächer, sondern auch und mit Vorzug Liebe und Erbarmen. Das allein ermöglicht die Chance des Heils, denn der Mensch allein ist aus sich heraus, wie die persönliche Erfahrung lehrt und eine sorgsame Überprüfung der Vorgänge in der Menschenwelt zeigt, nicht imstande, den Weg Gottes zu gehen und ihm treu zu bleiben.

Dennoch besteht kein Grund, in Hoffnungslosigkeit zu verfallen, da der Herr aus göttlichem Erbarmen bereit ist, Gemeinschaft zu gewähren und in seiner Kraft sie auch zu ermöglichen. Sein Wort ist also zu beachten, seine Weisung zu befolgen.«

[Josef Schreiner, Jeremia, Die Neue Echter Bibel, Herausgegeben von Weihbischof Dr. Josef G. Plöger und Professor Dr. Josef Schreiner [Würzburg: Echter, 1981], 10f.]

Kleiner Überträger, große Wirkung

Donnerstag, 19. Januar 2006

In einer Vorlesung zu sitzen und verzweifelt nach Konzentration zu suchen schien nicht die beste Voraussetzung zu sein um am Samstag einen vollen Tag an der Akademie zu verbringen.

Die Konzentration war nicht etwa durch zu wenig Schlaf oder gar einen langweiligen Dozenten verursacht sondern durch heftige Regungen in der Magengegend. So war ich schon beim Aufwachen mit einem dumpfen Gefühl im Magen konfrontiert gewesen, welches sich durch ein Laugenbrötchen jedoch nicht abstellen lies.

Und so lernte ich an diesem Wochenende, wie es ist, wenn der geliebte Sohnemann nette Errger mit nach Hause bringt, die er seinem Vater dann mit auf die Reise gibt… Magen-Darm-Grippe im Hause Ehniss, wie wunderbar.

So gehört dieser Eintrag auch in die »Erstes Mal«-Serie, die von Dingen erzählt, die unser Sohnemann das erste Mal erlebte, wobei es dieses Mal eher um ein erstes Mal meinerseits ging.

Seit Mittwoch bin ich nun wieder ganz fit und freue mich über den Geschmack von leckerem Essen. Wie gut die Dinge schmecken nach einer kurzen Pause. [Und in den nächsten Tagen gibt es sicher wieder mehr an dieser Stelle.]

Podcasts von Dave Fleming

Freitag, 13. Januar 2006

Während ich darauf warte, dass mein nettes iBook [dessen Grafikkönnen heute dramatisch zugenommen hat] die Podcast-Bibliothek von Dave Fleming auf die Festplatte lädt, nutze ich die Zeit um ein paar Zeilen über den Podcast zu schreiben, den ich gerade angehört habe.

Wie gesagt bin ich bei einer Internetrecherche drauf gestossen, dass oben genannter Dave Fleming mehrere Blogs am Start hat. Vor einiger Zeit hatte ich sein Buch Leadership Wisdom from unlikely Voices gelesen und festgestellt, dass ich sowohl seine Gedanken im Moment inspirierend fand als auch die Halbwertszeit derselben zu schätzen lernte.

Um an seinen Gedanken weiter zu denken und sie mit uns Internetnutzern zu teilen hat Dave ein Blog für seine Leitungsgedanken und eines über Spiritualität eingerichtet. Bei iTunes kannst du dann den passenden Podcast abonnieren wenn du nach »leadingthoughts« und »theseekersway« suchst.

Studieren

Mittwoch, 11. Januar 2006

Ich sitze hier in der Badischen Landesbibliothek und lese Kommentare zu Jeremia. Dieses Gefühl als Student in einer Bibliothek zu sitzen und in Mitten von Büchern und anderer lesender Zeitgenossen zu sitzen gefällt mir sehr gut.

Mein iBook, das dankbar die Notizen aufnimmt, die ich für meine Arbeit als wichtig erachte ist auch dabei und weist mich auf eine interessante Sache hin: hier begegnen sich Welten. Vor mir liegt ein Kommentar, der noch in alter deutscher Schrift gesetzt wurde – die Gedanken, die mir dabei wichig werden tippe ich in ein iBook ein und kann sie, wie in diesem Falle just von meinem Platz aus hier via Blog in der weiten Welt veröffentlichen…ich liebe das!

Und jetzt eine Aussage von Artur Weiser über Jeremia, die mich sehr fasziniert hat:

»Die in ihrer Offenheit erschütternden Selbstbekenntnisse seiner inneren Nöte (12,1ff.; 15,10ff.; 16,1ff.; 20,7ff.) und auch die Rachegebete (11,18f.; 17,12ff.; 18,18ff.), die vermutlich in dieser Zeit entstanden und von Jeremia aufgezeichnet wurden, zeigen den Menschen Jeremia in der ganzen Tragik seines Prophetenberufes (vgl. 9,1ff.; 18,1ff.), wie tief er stürzt in der Glut menschlicher Leidenschaft und trotzigem Aufbegehren gegen Gott und bei alledem mit Gott um Gott ringt, bis er wieder an ihm emporwächst und sich auf den Weg des Glaubensgehorsam zurückfindet, in dem sein Leben und sein Beruf allein Halt und Gehalt gewinnen.«

Artur Weiser schreibt das in: Das Alte Testament Deutsch, Teilband 20.

Stelle die menschliche Seite von Jeremia fest, während ich die verschiedenen Autoren über ihn schreiben lese und bin wieder fasziniert von dem, wie Gott sich die Bibel gedacht hat.

Ideen für Kreative

Mittwoch, 11. Januar 2006

Hanni bietet allen kreativen Köpfen die Möglichkeit ihrer Kreativität wieder einmal freien Lauf zu gewähren.

Dazu hat sie so genannte Kreatüten entwickelt, die du dir bei ihr bestellen kannst. Die Kreatüten gepaart mit deiner Kreativität ergeben dann nette Kunstwerke welche Hanni dann später ausstellt.
Weitere Infos hier.