Worte. Kommen uns über die Lippen, manchmal auch unbedacht – ein Mal positiv und ein anderes Mal negativ, zerstörend, spaltend. Und so nahmen wir uns einen Abend Zeit uns mit unserem Umgang mit Worten und deren Wirkungen zu beschäftigen.
Den Abend begannen wir mit einem kleinen Video einer alltäglichen Teerunde, die in irgendeinem Wohnzimmer stattfinden könnte. Die Anwesenden wurden ermutigt sich in die Teerunde einzudenken… nach einer kurzen Stille folgte eine Lesung von Jakobus 3,2-12 der den Umgang mit Worten eindrücklich verdeutlicht.
Unsere Worte wurden als Medium vorgestellt, das zunächst neutral betrachtet werden kann, da sie die Möglichkeit haben positives hervorzubringen, gleichzeitig aber auch zerstörerische Wirkung auszuüben in der Lage sind. Vor Beginn des Abends wurde jeder Anwesende fotografiert. Wärend diese Bilder nun auf der Leinwand erschienen wurden Satzfetzen aus möglichen Gesprächen vorgelesen und es war Zeit sich zu Fragen, ob man auch schon einmal schlecht über jemanden geredet hat. Sollte man zu dem Ergebnis kommen, dass das der Fall war stand auf den Tischen Erde bereit mit der man sich die Hände schmutzig machen konnte.
Über andere zu reden hat nicht nur beschmutzende Auswirkung auf mich selbst, sondern stellt sich auch zwischen mich und die jeweilige Person. Zu diesem Gedanken gab es ein Gedicht welches von einem sich verändernden Portaitfoto untermalt wurde. Eine Person in weißem Anzug kam nach vorne und konnte nun beschmutzt werden…

Zur Reinigung der schlammigen Hände wurden Papiertücher gereicht, die zur Trocknung jedoch nicht zur Reinigung genügten.
Nach einem kurzen Input zu der angebotenen Vergebung gab es das ersehnte Wasser und Frottehandtücher, so dass die Hände wieder schön sauber wurden. Dieses Vergebungserlebnis mündete in eine Zeit des Liedersingens in der wir unseren Dank und unsere Hingabe ausdrückten.
Mit der Zunge loben wir Gott, unseren Herrn und Vater – und mit ihr verfluchen wir unsere Mitmenschen, die nach Gottes Bild geschaffen sind. Aus demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder und Schwestern, wollt ihr das?
Diese herausfordernde Aussage von Jakobus führte uns zu der Frage, ob wir unsere Worte zum Segen gebrauchen wollen. Diese Frage kann von jedem zu Hause und in der Praxis beantwortet werden. Zur Erinnerung gab es kleine Gefäße mit Erde und Weizensamen, die bei der Entscheidung zum Segen eingepflanzt und gegossen werden können, in dem Vertrauen, dass Gott Wachstum schenkt.