Ehrlichkeit oder Lüge

Ein sehr guter Artikel auf dem Texterblog der Zeit Zünder-Redaktion über Ehrlichkeit und Lüge. Er gefällt mir deshalb so gut, weil er unser Verhalten so deutlich auf den Punkt bringt und es gleichzeitig hinterfragt.

Sie kommt ins Cafe gestürmt und seufzt zerknirscht: „Es tut mir leid, mein Bus hatte Verspätung, ich musste über 20 Minuten warten.“ Er lächelt sie an und sagt: „Schon okay, macht nichts, setz dich doch.“ Sie bestellen Kaffee.

Sie kommt ins Cafe gestürmt und seufzt zerknirscht: „Es tut mir leid, meine Frisur ist irgendwie nichts geworden und dann musste ich noch dringend E-Mails checken; ich hatte gehofft, ich würde es pünktlicher schaffen.“ Er sieht sie leicht genervt an und sagt: „Du hättest ja wenigstens mal anrufen können.“ Sie verflucht ihren ehrlichen Moment und setzt sich.

Wie kommunizierst du?

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Dekonstruktion mit Sinn und Ziel

Wir sprechen viel von Dekonstruktion und praktizieren sie in vielerlei Hinsicht. An einem Tag wie diesem mache ich mir wieder einmal meine eigenen Gedanken darüber.

Dekonstruktion wurde zuerst mit Jacques Derrida verbunden, der sie als Praxis verstand, die auf aktuelle Themen anzuwenden ist. Soweit ich das zur Zeit sehe, wandte er sie hauptsächlich auf Sprache an.

»Die Dekonstruktion ist stets die Befragung der Ursprünge, der Grundlagen und der Grenzen unseres begrifflichen, theoretischen und normativen Apparates.« [Zitat aus dem Dekonstruktion-Artikel der Wikipedia]

Sie ist keine Methode, sondern eher eine Praxis, die sich im Prozess ereignet. Dekonstruktion kann nicht abgeschlossen werden, sondern bleibt selbst immer ein Versuch.

Ich selbst verwende dieses Wort ab und an und sehe vieles von dem was ich den ganzen Tag tue in dieser Tradition. Dabei wurde mir heute wieder einmal deutlich wie wichtig es ist, dass ich mit Sinn und Ziel dekonstruiere. Nicht einfach nur der Dekonstruktion wegen. Mir geht es dabei um einen Prozess, einen Versuch mehr an das zu kommen, was Gott sich mit Sachen gedacht hat. Dabei bin ich mir im Klaren, dass meine Erkenntnis immer nur Stückwerk ist und so weiter auf Ergänzung und tiefere Erkenntnis angewiesen ist [deswegen im Wandel begriffen bleibt]. Und so möchte ich weiter über Dinge nachdenken, Glaubenspraxis hinterfragen und neue, alte und remixte Wege gehen – aber nicht aus irgendeinem anderen Grund, als dem, näher an Gott und seinen Willen zu kommen. Und aus diesem Grund verstehe ich auch zuerst die Bibel und dann Erkenntnisse aus der Geschichte als Korrektiv.

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Emerging Church Postkarten

Steve Taylor postet gerade Postkarten von Emerging Churches aus der ganzen Welt. Im Dezember hatte er uns deswegen eine E-Mail geschrieben worauf wir eine Postkarte von Kubik fertig gemacht haben.

Heute erschien nun die Kubik-Postkarte auf seinem Blog. Du kannst sie dir hier ansehen.

Die bisher veröffentlichten Postkarten kannst du dir hier ansehen. Den Gedanken Postkarten aus den unterschiedlichsten Gemeinden und Gruppen zu sammeln und sie zu veröffentlichen gefällt mir sehr gut. Deswegen empfehle ich euch auch die Postkarten zu lesen…

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Von den Mönchen lernen

Ende Januar veranstalten ein paar Leute ein Lernwochenende in Karlsruhe. Aber lies doch einfach selbst…

Von den Mönchen lernen

27. – 29. Januar 2006
Kubik Café, Karlsruhe

Was können wir heute als Einzelne und als Gemeinden von der radikalen Nachfolge der Mönche lernen? Ein interaktives Lernwochenende…

Themenschwerpunkte:

  • Geschichte des Mönchtums – Überblick über Orden und Strömungen
  • Lebensregel – geregelte Nachfolge
  • Gemeinde als „Kloster“ – geistlicher Rhythmus vs. Hauskreis und Gottesdienst
  • Die Spiritualität der Mönche – Impulse für einen geistlichen Alltag
  • Projektvorstellung RegelWiki – Entwicklung einer gemeinsamen Lebensregel
  • Es stehen begrenzt private Unterkünfte zur Verfügung.
    Anmeldung und Information: Mail oder 0721 / 840 86 149

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    Administration

    Einen interessanten Gedanken, zu den ganzen Gesprächen und Beiträgen im Bezug auf Leiterschaft, habe ich gerade in einem Aufsatz über politische Administration im Alten Testament gelesen:

    »Administration sollte dem Schutz des persönlichen Rechts dienen [...]. Zielvorgabe an die Herrscher war es, die Schwachen zu schützen und für Gerechtigkeit zu sorgen. An keiner Stelle ist jedoch erwähnt, dass Gott eine bestimmte Form der Administration für sein Volk gefordert hätte. Selbst dem Wunsch nach einem König verschloss er sich nicht. Die Art der politischen Administration ergab sich also aus den jeweiligen geschichtlichen uns soziokulturellen Umständen, Ausrichtung und Zielsetzung waren dagegen immer durch den Glauben an Gott vorgegeben.«

    [Tina Arnold: Politische Administration im Alten Testament. in Helmuth Pehlke [Hrsg.], Zur Umwelt des Alten Testaments [Holzgerlingen: Hänssler, 2002], 261.]

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    Erinnerungen

    Eben mal in der Wikipedia nachgeschlagen was Gimmick bedeutet. Und dort steht dann, dass das Wort selbst in den späten 70er Jahren durch die Zeitschrift Yps nach Deutschland kam. Haben wir uns nicht alle gefreut, als wir irgendetwas krasses mit dem neuen Yps-Heft bekommen haben?

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    Gottesdienst: Unter silbernen Flügeln

    Den Gottesdienst am Übergang der Jahre stellten wir unter das Motto »Unter silbernen Flügeln«. Wir hatten den Gottesdienst in drei Parts eingeteilt und machten uns durch Rückblick, Gegenwart und Ausblick auf die Suche nach den silbernen Flügeln Gottes in unserem Leben.

    Rückblick
    Nach der Begrüßung und den »Ankündigungen« starteten wir mit Gold & Silver von Stavesacre in den ersten Part. Dieses Lied ist im Zusammenhang einer sehr harten Zeit entstanden, in der die Ehe eines Freundes zerbrochen ist und weist auf eindrückliche Art auf die Geborgenheit hin, die unter den silbernen Flügeln zu finden ist.

    In Psalm 57 singt David ebenfalls von diesen silbernen Flügeln. Er durchlebte eine extreme Zeit, die ihm das Leben hätte kosten können. Saul, der König Israels, hatte sich entschieden David umzubringen. Doch anstatt sich an ihm zu rächen, suchte David Schutz unter den Flügeln Gottes.

    Diese beiden Begebenheiten wurden von vorne erzählt und bereiteten uns darauf vor nach den Flügeln Gottes in unserem Leben Ausschau zu halten. Dazu bekamen wir nun Zeit. Bei der Suche wurden wir durch einen Flügelkalender und zwei Fragen [Gab es Momente, in denen mir die Geborgenheit oder Stärke der Flügel Gottes bewusst wurde? Gab es Momente, in denen ich Gott vermisst habe?] unterstützt.

    Nachdem wir eine Weile über unser Jahr nachgedacht hatten, kamen zwei Kubiker nach vorne und erzählten aus ihrem Jahr. Dabei war es sehr faszinierend zu sehen, wie sich in Situationen Flügel Gottes finden, die zunächst einmal banal aussehen. Zwei dieser Begebenheiten will ich kurz erwähnen. Die erste ist eine normale Begegnung auf den Straßen Karlsruhes, die zu dem ersehnten Job führte. Während eine Einladung zum Frühstück, am Tag der Anschläge in London verhinderte, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.

    Gegenwart
    Wir hatten unser Jahr Revue passieren lassen und neben Fragen einige silberne Flügel entdeckt, die zumindest mich dankbar machten. Marc lud uns ein »jetzt« Gott zu begegnen und weder in vergangenen Zeiten hängen zu bleiben noch eine Begegnung auf die Zukunft zu verschieben. Zu einer Begegnung mit Gott im hier und jetzt wurden wir mit ein paar Liedern von der Band unterstützt. Martin hat dazu folgendes Lied geschrieben:

    ich kann mich bei dir bergen, gott
    schliesse mich in deine flügel ein
    dort werf ich die meinen sorgen fort
    und kann ganz mit dir alleine sein

    du hältst mich, denn du bist es
    heldenhaft in mir

    Ausblick
    Schließlich wollten wir uns auch noch den Herausforderungen des kommenden Jahres stellen. Jeder von uns hat seine eigenen Herausforderungen, die auf ihn warten. Doch niemand muss alleine durch. Zum einen haben wir einander und zum anderen ist Gott mit uns. Um uns dies neu bewusst zu machen, bekamen wir die Möglichkeit die Herausforderungen unter die silbernen Flügel Gottes zu bringen. Dazu gab es zwei Möglichkeiten. Unter großen silbernen Flügeln standen Menschen bereit, mit denen man beten konnte und die dazu bereit waren symbolisch ihre »Flügel« aufzulegen. Und es gab die Möglichkeit Herausforderungen per SMS an eine Nummer zu schicken, von der aus die Texte an die Wand geworfen wurden. Dadurch bekam jeder im Raum die Möglichkeit dafür zu beten.

    Für alle Bücherwürmer gab es als Gimmick dieses Mal ein Lesezeichen in Flügelform, auf dem die Jahreslosung steht, die sich wunderbar in den Gedanken des Gottesdienstes einfügt…

    [Ich habe den Gottesdienst sehr genossen. Danke!]

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