Archiv für März, 2006

Sorry, we are closed.

Freitag, 31. März 2006

Diese nette Botschaft, die wir alle lieben – vor allem dann wenn sie an unserem lieblings Café steht, wo wir doch gerade hier vorbeikamen um uns einen ›White Chocolate Mocca‹ zu gönnen – wird im April Freitag Abends an unserer Kubiktür stehen. Wie es dazu kam erklärt dir der Pfaffe:

Im April wird es keine offiziellen Kubikgottesdienste geben. Wir wollen uns als Gemeinschaft Zeit nehmen in einen gemeinsamen Prozess der Rekonstruktion zu gehen. Wir haben in vielen Bereichen über die letzten Jahre hinweg viel dekonstruiert und auseinandergenommmen und nicht unbedingt alles hinterher auch wieder zusammengesetzt. So gibt es nun einige Bereiche wo wir uns gemeinsam fragen wollen was wir eigentlich glauben.

Wir werden uns im April mit den Themen Predigt, Lobpreis, Prophetie und Heilung beschäftigen. Insofern ist also heute der letzte öffentliche Gottesdienst und es geht erst im Mai wieder weiter…

Am Ende

Freitag, 31. März 2006

Heute Vormittag hatte ich die Freude meine letzte Studienarbeit auszudrucken, in einen Umschlag zu packen um sie dann per Post abzugeben. Dank meines Blogs weiß ich nun auch, dass vor ungefähr einem Jahr die letzte Vorlesung stattfand, an der ich als Student teilnehmen durfte/musst – und das war jetzt die Arbeit zu diesem Kurs.

Ab morgen widme ich mich dann meiner Master-Arbeit [ab morgen ist eher als Bild zu verstehen für ab April]. Ende Oktober sollte dann an dieser Stelle ein ähnlicher Eintrag zur Master-Arbeit stehen, wie dieser hier. Über den Inhalt der Arbeit wirst du, lieber Leser, sicher noch einiges zu lesen bekommen…

Emerging Church Pastor

Mittwoch, 29. März 2006

Dieser Eintrag ist besonders dann von großem Interesse für dich, wenn du dich schon einmal gefragt hast wie man denn ein guter Emerging Church Pastor wird.

Drei Regeln die du dabei unbedingt beachten musst:

1. Führe wichtige Meetings immer in einem Kaffehaus durch!
Ein wirklich wichtiges Meeting darf weder in deinem Büro noch in den Räumen deiner Gemeinde stattfinden. Um im Austausch mit deiner Kultur zu stehen musst du dich in die Welt wagen und auf jeden Fall alle Treffen in Kaffeehäusern durchführen – im Idealfall schaffst du es die ganzen Beschäftigungen, die dein Gemeindealltag an dich stellen an einem solchen Ort zu erledigen.

2. Plane alle Gemeindeprozesse um sie dann gezielt von unten einzuführen.
Der größte Fehler den du als guter Emerging Church Pastor machen kannst ist es diese Regel zu verletzen. Tust du dies lauern zwei Fallen auf dich. Einerseits könnte deine Gemeinde zu einem basisdemokratischen Haufen verkommen in dem über alles diskutiert wird, der sich dann nur noch im Kreis dreht. Anderseits könnte eine Missachtung dieser Regel jedoch auch dazu führen, dass du als Diktator angesehen wirst, der vorgibt in welche Richtung die Gemeinde geht. Setze aus diesem Grund alle deine Energie dazu ein, Strategien zu entwickeln wie du die Gemeindeprozesse bis ins Detail planst um sie dann von unten in die Gemeinde einzuführen!

3. Führe niemals eine Sache in der genau gleichen Weise durch!
Ein guter Emerging Church Pastor muss innovativ sein. Um dein Innovationspotential zu fördern muss jede Tätigkeit dazu dienen. Erledigst du eine Sache zweimal auf die gleiche Weise hemmst du diesen Prozess aufs Äußerste – dies gilt es um alles in der Welt zu vermeiden!

Da uns in Kubik daran gelegen ist, dass sowohl Mark als auch ich gute Emerging Church Pastoren sind, halten wir uns streng an diese Regeln und treffen uns regelmäßig [natürlich mit wechselnden Treffpunkten] in einem Karlsruher Kaffeehaus um die Gemeindeprozesse [natürlich über wechselnden Getränken – manchmal auch an anderen Orten] zu besprechend und diese dann von unten in Kubik einzubringen…

Ein bekanntes Geräusch

Dienstag, 28. März 2006

…das schon fast in Vergessenheit geraten war. Sitze gerade hier an meinem Arbeitsplatz und höre das bekannte Geräusch eines Müllwagens der Mülltonnen leert. Nach mehr als sechs Wochen Streik und einer Menge Müll im Hinterhof scheint diese Meldung real zu werden:

Nach mehr als sechs Wochen Arbeitskampf im öffentlichen Dienst flauen die Streiks spürbar ab. Vor allem in Baden-Württemberg können die Menschen erstmal aufatmen: Mülltonnen werden wieder geleert, Kindergärten sind geöffnet und Patienten in Krankenhäusern soll der Streik nur noch wenig berühren. Auch bundesweit nahm die Zahl der Streikenden ab.

Update 29.03.06: Als ich heute mein Fahrrad aus dem Hinterhof geholt habe, stellte ich mit Schrecken fest, dass gestern wohl der Müll von den Häusern auf der gegenüberliegenden Seite abgeholt wurde, unserer dagegen nicht…

Nachtrag: Die Mülltonnen waren leer. Der gesamte Müll wurde mitgenommen – zwei Mal kamen die Männer mit ihrem Müllwagen vorbei. Und nun kann es warm werden und es wird aus unserem Hof nicht unangenehm riechen und die Ratten werden auch nicht wegen der Müllsäcke vorbeikommen.

Schlaue Videospieler

Dienstag, 28. März 2006

In seinem neuen Buch spricht Steven Johnson darüber, dass Aktivitäten, die normalerweise als schlecht angesehen sind, unserer Intelligenz gute Dienste leisten.

Fernsehen und Videospiele bekommen darin gute Noten und dienen demnach unserer Intelligenz. Bei Videospielen sieht er den Lerneffekt im schnellen Erfassen von Bedienoberflächen, der Fähigkeit mehrere Aufgaben zur gleichen Zeit zu bewältigen, erkennen von wiederkehrenden Mustern, visuellen Begreifen, grundsätzlich technischem Verständnis und der Fähigkeit neue Lösungsansätze zu finden. Die Kritik an Videospielen hinterfragend spricht er davon, dass Bücher als isolierte Bedrohung wahrgenommen werden könnten, wenn diese anstatt der Videospiele ein eher neueres Phänomen wären. Besorgte Eltern fragt er deswegen gerne:

»Was glaubt ihr, wie der berufliche Alltag eurer Kinder einmal aussehen wird? Werden sie Bücher lesen? Oder werden sie vor einem Bildschirm sitzen und komplexe Aufgaben lösen müssen, verschiedene Projekte gleichzeitig verfolgen?«

[NEON, April06, 154]

Natürlich weist er auch darauf hin, dass es sein kann, dass sich die Teenager von morgen eventuell nicht mehr lange auf eine Sache konzentrieren können und dass es neben der Fähigkeit viele Informationen auf einmal zu jonglieren auch von Bedeutung ist, was wirklich im Kopf bleibt.

Habe am Samstag auch mit Studenten der Akademie darüber diskutiert und dabei auf die Ambivalenz von Videospielen hingewiesen. Neben all der schlechten Presse für Fernsehen und Videospielen finde ich Äußerungen wie diese sehr interessant… genauso interessant sind solche Gedanken im Bezug auf das Lernen in unsere Zeit und ADS.

Josha am Kamin

Montag, 27. März 2006

Letzten Freitag war Josha an unserem virtuellen Kubik-Kamin und erzählte aus seinem Leben. Hier hat er den Abend und was er mit ihm gemacht hat beschrieben…

Sinngemäß hat er an einer Stelle über die Datscha gesagt, dass die gelebten Freundschaften Gemeindestrukturen überflüssig machen [korrigier‘ mich, wenn ich das falsch verstanden habe]. So eine Aussage trifft bei mir natürlich auf offene Ohren. Als Mensch, der Beziehung betont, denkt dass die ersten Gemeinden ohne Strukturen auskamen und davon ausgeht, dass das auch heute bei uns ohne Strukturen gehen müsste/könnte – und wir dennoch nicht ein komischer Kuschelklub würden – sehne ich mich danach Gemeinde ohne Strukturen zu leben. Frage mich dann aber, ob das nur für kleine Gemeinden gilt, solange noch alle mit allen befreundet sind, oder ob das auch bei größeren Gemeinden funktioniert…?

Danke Josha für diesen Abend und deine Ehrlichkeit – sehr geil.

Das volle Programm

Freitag, 24. März 2006

Die letzten Tage hatte ich die Idee einen Feed anzubieten, der das volle [depone]-Programm enthält – du könntest damit also mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen…

Und so habe ich eben bei Feedburner einen Feed gebastelt, der dir die Beiträge dieses Blogs [inkl. Kommentarfunktion], Bilder meines Flickr-Accounts und die Links, die ich bei del.icio.us sammle nach Hause bringt.

Interesse? Dann einfach diesen Link kopieren und in den Feedreader deines Vertrauens einbauen.

Buber begegnen

Donnerstag, 23. März 2006

Auf einer deutschen Seite über Matin Buber habe ich gerade einen Artikel gelesen, der in gut verständlicher Weise ein Verständnis der zentralen Gedanken Bubers ermöglicht. Wenn du also ca. 10-15 Minuten Zeit hast und einmal zentrale Gedanken Bubers schön zusammengestellt lesen möchtest, empfehle ich dir diesen Artikel. Mir geht es dabei nicht unbedingt darum euch allen Buber bekannter zu machen, um der Sache willen, sondern mehr darum, dass ich denke, dass die Gedanken Bubers uns in einer guten Weise zum Nachdenken anregen…

Man kann nicht über Gott reden, als wäre man ein Unbeteiligter, der dem Universum von außen zuschaut, beurteilen kann, was allmächtig ist, wissen kann, was Wahrheit ist, das Handeln Gottes feststellen und beurteilen kann, nein, der Mensch ist niemals unbeteiligt, er weiß nicht, was Allmacht ist, weiß nicht, wie er der Wahrheit habhaft werden kann, hat auch kein untrügliches Sinnesorgan für Gottes Handeln. Von den menschlichen Möglichkeiten, von der menschlichen Existenz muß die Welt des Glaubens erschlossen und in den menschlichen Möglichkeiten muß der Glaube gelebt werden, gelebt in jeder Minute des Daseins, gelebt im Spannungsfeld von Schöpfung, Offenbarung und Erlösung.

40 Jahre Videokunst

Mittwoch, 22. März 2006

Gestern Abend habe ich im INKA gelesen, dass ab dem 25. März eine Videokunstausstellung im ZKM sein wird. Und heute verlinke ich nun hier die Seite dazu…40 Jahre Videokunst. Auf dieser Seite habe ich folgendes gefunden:

Mit der Ausstellung vom 25. März bis 21. Mai 2006 in den 5 beteiligten Museen in Bremen, Düsseldorf, Karlsruhe, Leipzig und München endet dieses zweijährige Forschungs- und Vermittlungsprojekt, das auf die Rettung des kulturellen Erbes der Kunst des 20. Jahrhunderts zielt. »40jahrevideokunst.de – Teil 1« hat sich der Vermittlung und Restaurierung elektronischer Bilder anhand des 40-jährigen Panoramas von Produktionen in Deutschland gewidmet.

Herzton in Schrift

Mittwoch, 22. März 2006

Ich freue mich, euch heute schreiben zu dürfen, dass mein Freund Daniel Sikinger nun auch ein Blog am Start hat: Herzton in Schrift. Hier wird er uns aus seinem Leben erzählen und sicher den ein oder anderen interessanten ›postmodernen Furz‹ lassen.

[frecherweise habe ich diesem Eintrag schon mal ein paar Tags vergeben, von denen ich annehme, dass er darüber schreiben wird, wenn du also jetzt auf diesen Eintrag gestossen bist und nach einem dieser Tags suchst - schau auch bei Daniel danach]