Entscheidungen treffen

Im Moment lese ich das Buch Neue Intelligenz von Steven Johnson [hier hatte ich schon mal darüber geschrieben]. Daraus werde ich in den nächsten Tagen noch einige Gedanken hier ausbreiten [wie gewohnt, nicht unbedingt in einer nachvollziehbaren Reihenfolge].

Steven Johnson schreibt in diesem Buch über die positiven Einflüsse der populären Kultur auf unser Denken/unsere Intelligenz – in diesem ersten Eintrag soll es um die Fähigkeit ›Entscheidungen zu treffen‹ gehen, die beim Spielen von Computerspielen gefördert wird:

»Fangen wir mit etwas Grundsätzlichem an: Spiele fordern dazu auf – und zwar weit mehr als Bücher, Filme oder Musik –, Entscheidungen zu treffen.«

»Alle kognitiven Vorzüge des Computerspielens leiten sich von dieser fundamentalen Tugend ab. Denn was bedeutet lernen, intelligent zu denken? Nichts anderes als zu lernen, die richtigen Entscheidungen zu treffen: Indem man zunächst wichtige Hinweise gewichtet, dann die Situation analysiert, langfristige Ziele formuliert und sich zuletzt entscheidet.«

»Diese Entscheidungen selbst gründen sich auf zwei Arten kognitiver Verarbeitung, die der Schlüssel zum collateral learning sind, die sich beim Computerspielen vollzieht. Ich nenne sie »erkunden« (probing) und »hierarchisch ordnen« (telescoping).«

[Steven Johnson, Neue Intelligenz: Warun wir durch Computerspiele und TV klüger werden [Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2006], 54.]

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KA-Montagsbar: Maisause

Heute wurde ich auf eine sehr interessante Veranstaltung aufmerksam gemacht, die morgen zum ersten Mal stattfindet. In den Programmhinweisen steht dazu folgendes:

An jedem zweiten Montag im Monat öffnet die KA-Montagsbar, die den Raum Theater von einer unkonventionellen Seite zeigt und ein Podium für die künstlerische Auseinandersetzung mit aktuellen Themen bietet. Nach Lesungen, Konzerten und Diskussionen ist Zeit, bei lauschiger Musik zu plaudern und zu tanzen. Der neue Montag in Karlsruhe.

Konkret steht morgen folgendes auf dem Programm:

  • live Jazzmusik: Deelight-Projekt (Hochschule für Musik Karlsruhe u. a.)
  • Lesung: Thema “private fears in public places” Stefan Kreißig
  • Plattenteller: DJ Aleks (mood lounge, Pendel)
  • Visuals: LOJA (Staatliche Hochschule für Gestaltung)

Fakten: 21 Uhr | First Floor [Insel-Café] | Eintritt frei.

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Mike fasst die Sessions von Alan Hirsch zusammen

Während es hier bei mir keine systematischen Zusammenfassungen zu den einzelnen Sessions von Alan Hirsch auf dem Forum Gemeinde Innovation in Romanshorn gibt, könnte es dem ein oder anderen Leser gefallen solche bei Mike Bischoff zu finden:

Session 1
Session 2
Er fehlte bei Session 3, da er selbst ein Seminar gab.
Session 4 / 1
Session 4 / 2
Session 5

Danke Mike.

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Anspielungen

Aus dem Seminar [›Emerging Church im deutschen Kontext mit Beispielen aus Kubik‹] das Mark und ich gemeinsam auf dem Forum Gemeinde Innovation gemacht haben, möchte ich gerne einen Gedanken hier veröffentlichen – auf der einen Seite weil Zitate in einem gesprochenen Vortrag gerne untergehen und zum anderen, weil ich damit etwas sehr wichtiges verbinde.

Das Zitat von dem ich eben geredet habe stammt von Lyotard und hört sich so an:

»Es sollte endlich Klarheit darüber bestehen, daß es uns nicht zukommt, Wirklichkeit zu liefern, sondern Anspielungen auf ein Denkbares zu erfinden, das nicht dargestellt werden kann.«
[Lyotard, Beantwortung, 30. Zitiert nach Claudius Strube. TRE. 86.]

Diese Aussage gefällt mir deshalb so gut, da sie mich immer wieder daran erinnert, dass ich das Absolute [die Wahrheit] nicht vollständig erfassen kann und aus diesem Grund lediglich Anspielungen auf ein Denkbares zu liefern in der Lage bin. Dies sollte meiner Ansicht nach unsere Kommunikation prägen. Paulus schrieb bereits in 1.Korinther 13,9 davon, dass unsere Erkenntnis immer stückhaft bleibt. Dennoch neigen wir Menschen dazu die Dinge gerne zu vereinfachen und so zu reden, als könnten wir absolutes vertreten.

In die ganzen Gedanken zu Komplexität, die mich schon eine Weile begleiten – und die mich bisweilen zu jemanden machen, der unverständlich kommuniziert – kam der Gedanke der Simplexität den Alan öfters anführte. Dazu werde ich sicher auch noch etwas schreiben…

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Gemeindeinnovation in Romanshorn




stimme | romanshorn

Originally uploaded by depone.

Im Moment sitze ich in einer Session in Romanshorn auf dem Gemeindeinnovations-Kongress. Wir haben hier WLAN und so kann ich hier eine kurze Notiz hinterlassen.

Wir als Kubik haben hier ein paar Alt.Worshipsachen gemacht, ein Seminar und einfach so mit den Leuten connected… Ein paar Bilder sind bereits auf meinem Flickr-Account, einige Gedanken werden noch kommen und mehr Bilder natürlich auch.

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Wir rekonstruieren weiter

Im April hatten wir in Kubik unsere Gottesdienste auf Eis gelegt um uns Zeit zu nehmen über einige wichtige Dinge zu reden und darin unseren Weg zu finden – Ich berichtete.

Nun haben wir uns gestern Abend im ›Familienkreis‹ über den letzten Monat unterhalten und wie die Sachen weitergehen können. Dabei waren wir uns sehr schnell einig, dass wir auch noch den Mai brauchen um einige Dinge klarer zu bekommen…

…d.h. wir werden auch im Mai keine so genannten öffentlichen Gottesdienste haben.

[Danke für dein Verständnis.]

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Alan Hirsch über Paradigmenwechsel

Alan erzählte davon wie sie ihre Gemeinde umstrukturierten, als ihnen auffiel, dass nur eine sehr geringe Zahl von Menschen am Leben der Gemeinde aktiv beteiligt war.

Dabei hat er interessanterweise davon gesprochen, dass seiner Meinung nach durch ein neues Handeln ein neues Denken entstehen kann. Diesen Gedanken finde ich deswegen so interessant, da er unserem deutschen Ansatz erst die Theorie verstanden zu haben bevor man handelt widerspricht. Um ihre Gemeinde umzustrukturieren hatten sie keine neuen Werte definiert, sondern über Praktiken gesprochen wie sie weiterhin ihren Glauben leben wollten. Ein Paradigmenwechsel kommt seiner Meinung nach durch neues Handeln zustande. Das Denken folgt den Praktiken und so entsteht aus der Praxis die Theorie. Sicherlich wurde dieser Prozess die gesamte Zeit reflektiert – alles andere kann ich mir bei Alan kaum vorstellen – dennoch wird nicht zuerst 100 Jahre geforscht bevor ein Schritt gegangen wird.

Ich poste diesen kleinen Ausschnitt vor allem deswegen, weil es mich sehr interessiert welche verschiedenen Ansichten es dazu gibt, wie ein Paradigmenwechsel vonstatten geht.

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Forum für Innovation und Transformation – erste Eindrücke

Gerade befinde ich mich im Zug auf dem Rückweg vom Forum für Innovation und Transformation in Erlangen und ich möchte ein paar meiner Eindrücke aus diesem Forum mit euch teilen.

Zunächst muss ich jedoch vorausschicken dass ich nicht an dem kompletten Forum teilnehmen konnte, das von Freitagabend bis Montagnachmittag ging. Am Samstag war ich in Ditzingen um zu unterrichten – weswegen ich erst am Sonntagnachmittag in Erlangen ankam. Wie mir berichtet wurde verpasste ich dadurch die wertvollen Gedanken von Gerard Kelly…

Alan Hirsch, den ich vornehmlich treffen wollte, konnte ich zwar nicht in allen Sessions erleben, diejenigen an denen ich jedoch dabei war, fand ich sehr cool. Wie Peter bereits geschrieben hat, ist Alan ein sehr netter Mensch, was sich auch auf seine Art zu Reden auswirkt.

Auf seine nette Art redete er über seine Gedanken zu Gemeinde und dem Leben als Christ. Dabei verband er die Gedanken die wir bereits aus dem Buch »The Shaping of Things to Come« kennen mit Sachverhalten die ihm in der Folgezeit aufgefallen sind. Unter den Dingen, die er addierte sind meiner Ansicht nach vor allem Beispiele aus der Untergrundkirche. Ich liebe seine Art Gedanken darzulegen, da er mit Ausnahme mancher Punkte [vor allem seine Kritik an den herkömmlichen Gemeindemodellen], nicht zu einfachen Antworten neigt, sondern reflektiert über die Dinge redet, die ihm wichtig sind.

Besonderes Sprengpotential stellte meiner Meinung nach die Tatsache dar, dass er von einer komplett unterschiedlichen Grundhaltung an Gemeinde herangeht als dies in unseren Gefilden üblich ist. Dies führte meiner Ansicht nach auch dazu, dass der Herzschlag dessen was Alan sagte den meisten Teilnehmern des Forums verborgen blieb. Auch wenn die Sachverhalte intellektuell erfasst wurden, standen die Gedanken zu einer Umsetzungen in unserem Kontext in krassem Kontrast zu dem was Alan gesagt hatte.

Ein Beispiel dessen war für mich seine Aussage zur üblichen Praxis des Lobpreises in Gemeinden und dem was wir mit den Musikern erlebten, die uns ›in den Lobpreis führen wollten.‹ [Mehr Inhaltliches dazu vielleicht später] Kontraste in dieser Weise gab es eine ganze Reihe – dies macht mich Nachdenklich über die Lage in der sich unsere Gemeinden befinden und ich stelle mir die Frage nach der Umsetzung solcher Innovationsforen zu diesem Zeitpunkt. Darüber werde ich wohl weiter nachdenken und auch nächste Woche nach dem Forum in Romanshorn noch mal etwas schreiben.

Soweit zunächst zu der Schilderung meiner ersten Eindrücke aus dem Forum. Bevor ich diesen Eintrag beende, möchte ich allerdings noch Peter Aschoff meinen Respekt ausdrücken. Er übersetzte Alan in einer krassen Weise. Zum einen gab es durch seine Übersetzung keinerlei Verzögerungen, da er super schnell das wiedergab was Alan gesagt hatte und zum anderen machte er das in einer Weise, die der Lebendigkeit des Gesagten nichts nahm! Sehr sehr geil! Respekt und Danke.

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