Raumaufteilung

Gestern habe ich mal wieder die Raumaufteilung unseres Arbeits- und Schlafzimmers verändert. Und heute freue ich mich schon den ganzen Tag am hellen Schreibtisch zu sitzen, und sogar eine Menge Sonnenstrahlen abzubekommen…

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Kreislauf

Zur Entwicklung des Wissens innerhalb der Geschichte sagt Peter L. Berger folgendes:

»Wahrheiten werden gefunden und verloren,
wieder entdeckt und wieder vergessen.«

[Peter L. Berger, Auf den Spuren der Engel, 109.]

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Es regieren 3 Parteien.

In einem Interview mit der ZEIT, sagt Franz Müntefering, dass 3 Parteien regieren. Er sagt auch, dass er das schon immer gesagt hat, und dass es schwierig ist »gemeinsam« Verantwortung zu tragen. Ich sehe das auch so, und habe es schon immer so gesehen – wer es anders sieht, darf mir gerne erklären wieso Herr Stoiber auch bei wichtigen Pressekonferenzen und auch so oft das Wort ergreift.

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E-Mail-Rechnung

Die Rechnung als E-Mail ist nach einer Studie des Öko-Instituts für die Umwelt besser als die herkömmliche Rechnung. Die Umwelt wird dadurch 5-Mal weniger belastet. Entscheidend für diesen Gewinn der Umwelt ist jedoch das Verhalten des Empfängers, druckt er sich jede Rechnung aus, hebt er den Umweltvorteil wieder auf. [Link zur Pressemeldung]

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"Unterschicht"

In einem Gespräch mit ZEIT-online über die Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, der zufolge 8 Prozent der Deutschen einer Unterschicht angehören, sagt Peter A. Berger folgendes zu den Ursachen die zu sozialem Abstieg beitragen können:

Man hat sich in der Bildungspolitik zu wenig um den unteren Bereich gekümmert. Man sorgt sich neuerdings um die Elite. Aber man hat lange übersehen, dass wir eine ganze Gruppe von der Bildungsexpansion und dem Aufstieg durch Bildung abhängen.

[Link zum Gespräch]

Meiner Meinung nach sagt er noch eine Reihe weiterer interessanter Dinge im Bezug auf unsere “Leistungsgesellschaft” und die Art wie nun über “die Unterschicht” gesprochen wird.

Update: Auf ZEIT-online gibt es, wie ich eben gesehen habe eine extra Rubrik, in der über die aktuelle Debatte und die Hintergründe berichtet wird: ZEIT online | Unterschicht

Was meint ihr dazu?

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Veränderungen

Als ich vor einigen Jahren begann an der Akademie für Leiterschaft zu studieren erzählte ich dem Studienleiter beim ersten Kennenlerngespräch, dass ich gerne »Gemeinde in meiner Generation ermöglichen würde«. Auch heute ist dieser Wunsch noch stark, was sich jedoch radikal verändert hat, ist die Art wie ich heute ›Gemeinde‹ sehe und was das im Bezug auf das Ermöglichen bedeutet.

Letzten Sonntag war mein Beitrag zu unserem Gottesdienst das 15. Kapitel der Apostelgeschichte. In diesem Zusammenhang sprach ich dann davon, dass es mir so vorkommt als stünden wir an ähnlichen Herausforderungen, da das wie wir ›Gemeinde‹ sehen und wie es aussieht mit Gott zu leben sich verändert hat. Mein Wunsch ist es, dass wir uns dabei nicht selbst im Weg stehen und Dinge nicht tun bzw. ermöglichen, die unserem herkömmlichen Verständnis widersprechen. Desweiteren ist es meiner Ansicht nach wichtig, dass wir als Gemeinschaft uns gegenseitig Feedback geben, wie wir Dinge wahrnehmen, so sind wir uns gegenseitig Ermutigung und Korrektur.

Die Aussage von Newbigin, dass eine Gemeinschaft die Auslegung des Evangeliums ist, spricht mich in dieser Situation besonders an. Stelle ich mir ja gerade die Frage in wiefern es wichtig ist, spirituelle Events anzubieten, bei denen Menschen nach meiner bisherigen Vorstellung ›direkt in Kontakt mit Gott kommen‹ oder ob wir als Gemeinschaft nicht schon Auslegung sind, und so durch das normale Leben ein Kontakt hergestellt werden kann… [in der Theorie finde ich darauf relativ leicht eine Antwort – aber wie sieht die Praxis aus?].

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Splitter im Auge

Letzte Woche las ich in meiner Bibel diesen Abschnitt über Splitter und Balken und dachte dann dass es echt mal wieder wichtig ist, nicht alles kritisch zu sehen – vor allem nicht bei den Menschen die mich umgeben. Soweit ein schöner Gedanke. Vielleicht hat es im ersten Moment auch recht gut geklappt, kann ich leider nicht mehr sagen, da ich nicht besonders bewusst darauf geachtet habe.

Gestern war ich in der Stadt und habe mich mit Josia auf dem Marktplatz aufgehalten. Als erstes wollten mir nette junge Männer, mit weißen Hemden und schwarzen Namensschildern, eine Frage stellen. Ich wollte jedoch nicht auf ihre Frage eingehen und ging einfach weiter. Während ich so darüber nachdachte wie wenig ich es mag auf der Straße angesprochen zu werden, fiel mir auf, dass die beiden [und ich denke das trifft auf die Meisten zu] sehr gut deutsch sprechen, auch wenn sie aus den USA kommen. Das hat mir gefallen, weil es meiner Ansicht nach Respekt gegenüber den Menschen vermittelt, mit denen sie sprechen wollen.

Um nicht noch einmal angesprochen zu werden ging ich eine Ecke weiter um auf eine tiefe, laute Stimme aufmerksam zu werden. Vor mir standen zwei weitere Männer, dieses Mal mit gestrickten Pullovern, die mit ihrer Bibel in der Hand ›das Wort Gottes‹ predigten. Eine Reihe von Gedanken ging mir durch den Kopf und ich drehte meine Runden um die Blocks, da ich mich in meiner Freiheit auf dem Marktplatz zu sein eingeschränkt fühlte.

Als ich später am Abend mit Julia darüber redete, meinte sie dass es nicht cool sei, sich darüber aufzuregen und lustig zu machen. Während ich nach Ausreden suchte, fiel mir auf einmal wieder ein, was ich letzte Woche gelesen hatte:

»Verurteilt nicht andere, damit Gott nicht euch verurteilt! Denn euer Urteil wird auf euch zurückfallen, und ihr werdet mit demselben Maß gemessen werden, das ihr bei anderen anlegt. Warum kümmerst du dich um den Splitter im Auge deines Bruders oder deiner Schwesterd und bemerkst nicht den Balken in deinem eigenen? Wie kannst du zu deinem Bruder oder deiner Schwester sagen: ‘Komm her, ich will dir den Splitter aus dem Auge ziehen’, wenn du selbst einen ganzen Balken im Auge hast? Scheinheilig bist du! Zieh doch erst den Balken aus deinem eigenen Auge, dann kannst du dich um den Splitter in einem anderen Auge kümmern!«

[Evangelium nach Matthäus, Kapitel 7, Verse 1-5]

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