In dem EmergingChurches-Buch ist ein Kapitel, das ich sehr gerne habe – würde es wohl als mein Lieblingskapitel bezeichnen –, auch wenn mich das gesamte Buch nicht in der Weise begeistert hat, wie ich es nach manchen Empfehlungen erwartet hatte. Das Kapitel von dem ich rede ist die Nummer 6: ›Welcoming the Stranger‹. Dabei handelt es sich um das erste der beiden Artikel, die sich mit Gastfreundschaft beschäftigen. Wahrscheinlich mag ich das Kapitel deswegen so sehr, da es sich mit einer Thematik auseinandersetzt, die mich selbst gut beschäftigt.
Während ich so darüber nachdenke scheint es mir angemessen zu sagen, dass es in dem Kapitel über ›Offenheit und Identität‹ geht. Auf der einen Seite wird von Offenheit gesprochen im Bezug auf die Möglichkeit zu Gemeinschaften hinzu zu kommen, auch von Menschen, die ein festgesetztes Dogma nicht unterstützen würden. Ebenfalls wird über die Offenheit gesprochen von anderen Menschen und anderen Religionen zu lernen [vielleicht ist das einfach eine etwas umständliche Formulierung dessen, dass Austausch immer einen gewissen Einfluss auf das eigen Sein hat]. Andererseits kommt auch die Identität der erwähnten Gemeinschaften zur Sprache, die sich auf die ›christliche Tradition‹ zurückführen lässt. Mir gefällt eben diese Verbindung von Offenheit und Identität, die wieder einmal ein Hinweis darauf ist, dass in der ›Emerging Conversation‹ Dinge zusammen gehören können, die in anderen Kreisen als Widersprüche verstanden würden.
Einen älteren Eintrag, der sehr gut zu diesen Gedanken passt findest du hier: Wahrnehmungsoffene Kirche.