Nach dieser Meldung auf ZEITonline könnte es vielleich doch Hoffnungen für Borat geben. Interessant was dieser Film so alles macht, für die einen ist er ein Scheidungsgrund, für die anderen eine Bestätigung ihrer pfingstlerischen Glaubenspraxis.
Offenheit und Identität | EmergingChurches 06
In dem EmergingChurches-Buch ist ein Kapitel, das ich sehr gerne habe – würde es wohl als mein Lieblingskapitel bezeichnen –, auch wenn mich das gesamte Buch nicht in der Weise begeistert hat, wie ich es nach manchen Empfehlungen erwartet hatte. Das Kapitel von dem ich rede ist die Nummer 6: ›Welcoming the Stranger‹. Dabei handelt es sich um das erste der beiden Artikel, die sich mit Gastfreundschaft beschäftigen. Wahrscheinlich mag ich das Kapitel deswegen so sehr, da es sich mit einer Thematik auseinandersetzt, die mich selbst gut beschäftigt.
Während ich so darüber nachdenke scheint es mir angemessen zu sagen, dass es in dem Kapitel über ›Offenheit und Identität‹ geht. Auf der einen Seite wird von Offenheit gesprochen im Bezug auf die Möglichkeit zu Gemeinschaften hinzu zu kommen, auch von Menschen, die ein festgesetztes Dogma nicht unterstützen würden. Ebenfalls wird über die Offenheit gesprochen von anderen Menschen und anderen Religionen zu lernen [vielleicht ist das einfach eine etwas umständliche Formulierung dessen, dass Austausch immer einen gewissen Einfluss auf das eigen Sein hat]. Andererseits kommt auch die Identität der erwähnten Gemeinschaften zur Sprache, die sich auf die ›christliche Tradition‹ zurückführen lässt. Mir gefällt eben diese Verbindung von Offenheit und Identität, die wieder einmal ein Hinweis darauf ist, dass in der ›Emerging Conversation‹ Dinge zusammen gehören können, die in anderen Kreisen als Widersprüche verstanden würden.
Einen älteren Eintrag, der sehr gut zu diesen Gedanken passt findest du hier: Wahrnehmungsoffene Kirche.
sprechen
TobiK schreibt im Moment über das aktuelle Buch von Pete Rollins, was sich wie immer zu lesen lohnt. Dabei bringt er folgenden Satz, den ich bereits im Englischen gelesen hatte, den ich jedoch auch deutsch hier haben möchte:
„Die Sache von der wir nicht sprechen können, ist die einzige Sache über und zu der wir niemals zu sprechen aufhören dürfen.“
Mousepads als Spickzettel
Beim Tippen von wichtigen Texten, wie z.B. einer Master-Thesis, ist es ja wichtig, alle möglichen Sonderzeichen korrekt zu haben. Dazu helfen mit die Mousepads als Spickzettel des Fontblogs. Vielleicht helfen sie dir ja auch…
Weiter am Anfang
Sitze gerade noch hier im Café an dem Tisch an dem wir uns heute Abend auch über die Frage von Schöpfung und Evolution unterhalten hatten. Dazu habe ich das Buch Denkanstösse 2007 mitgebracht, in dem sich ein Artikel von Hans Küng mit dem Titel ›Am Anfang aller Dinge‹ befindet. Darin findet sich folgende Aussage:
»Und doch halte selbstverständlich auch ich als informierter Theologe das physikalische Standardmodell für wohlbegründet und hoffe zugleich, daß auch der informierte Naturwissenschaftler den »Anfang« aller Dinge nicht als beliebigen Beginn versteht: »Big Bang« ist kein bloßer »Beginning«! Geht es doch nicht nur um einen einzelnen ersten Moment (die erste »100stel Sekunde«) innerhalb einer Abfolge vieler vergleichbarer Momente einer beginnenden Welt-Geschichte. Nein, es geht um die Ermöglichung einer Welt-Geschichte überhaupt: nicht nur um den zeitlichen Anfang, sondern um den Anfang der Zeit! Das heißt, kein relativer, sondern der absolut erste Anfang, der kein Anfang innerhalb der Welt-Zeit oder Zeit-Welt sein kann, ja, ohne den die Welt-Zeit oder Zeit-Welt gar nicht erklärt werden kann.«
[Hans Küng in Denkanstösse 2007, 122.]
Wechselseitig
Wahrscheinlich liegt es an meiner Persönlichkeit, dass ich Ausgewogenheit sehr schätze [Vgl. dazu den Eintrag → Instapaper
Gibt es auch Arbeitgeberinnen?
Eine interessante Aussage von Ronald Pofalla [CDU] in den tagesthemen eben: »In der CDU sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer genauso wie Arbeitgeber…« – wenn das nicht nur am Schnitt liegt, dann ist das auch eine klare Botschaft.
Im Alltag
Dies ist ein Eintrag über Plausibilität und Spiritualität, der aus meinen Gedanken vom letzten Freitag entstand. Den letzten Freitag verbrachte ich in Ditzingen an der Akademie für Leiterschaft wo sich die Studenten mit Dozenten trafen, sich einige Gedanken über das Studium an der Akademie machten und den Nachmittag ›ihrer Persönlichkeitsentwicklung‹ widmeten. Der Tag begann mit einer Zeit in der gemeinsam Lieder gesungen wurden, manche nennen das dann ›Lobpreis‹, und bei mir setzten sich dabei mal wieder einige Gedanken in Bewegung.
Während einige der Songs sich komisch anfühlten und ich irgendwie die Texte nicht mitsingen wollte, da sie nicht unbedingt das ausdrückten was mein Gebet zu sein schien. War ich erstaunt über einen alten Song, der damals an meiner Hochzeit beim Auszug gespielt wurde: »Everyday« von Hillsong United. Zum einen war es interessant zu entdecken, dass da eine Verbindung zwischen mir und dem Song besteht. Ein schöner Moment. Und dann realisierte ich wie die Gedanken die ich mit diesem Song verbinde heute anders sind, als damals – auch wenn es nach wie vor meine Idee ist »im Alltag mit Gott zu leben«. Einige der Assoziationen die bei diesem Song mitschwingen sind anders geworden, und das ist gut so, und heute empfinde ich mich ehrlicher in meinem Leben mit Gott – auch wenn Zeiten wie diese dazu beitragen mein derzeitiges Leben zu hinterfragen. Meine Beziehung mit Gott erscheint nicht mehr in der Weise enthusiastisch, vielleicht aber mehr in meinem realen Leben verankert. Gott in allem zu wissen und ihn darin zu suchen führte bei mir über die Zeit zu einem Umdenken in meiner Spiritualität, weg von ganz besonderen Zeiten hin zum Alltagsleben. So sangen wir gemeinsam einen Song und dachten dabei an unterschiedliche Dinge…
[embody]
Bruce Stanley, einer der Macher hinter ReJesus hat ein Blog am Start, das sowohl schön aussieht als auch interessante Posts anbietet. [englisch]
tautokoBuchempfehlung
In meinem Umfeld wird, Dank Johannes, gerade häufig über dieses Buch gesprochen, welches er nun auch online für alle Studenten und Menschen im Emerging Church Umfeld empfiehlt.