Frage
Mittwoch, 31. Januar 2007Was denkst du, wenn du im Glaubensbekenntnis folgendes sagst: »Ich glaube an die eine katholische / christliche Kirche…« ? Und noch eine Frage: Sprichst du überhaupt ab und an ein solches Glaubensbekenntnis?
Was denkst du, wenn du im Glaubensbekenntnis folgendes sagst: »Ich glaube an die eine katholische / christliche Kirche…« ? Und noch eine Frage: Sprichst du überhaupt ab und an ein solches Glaubensbekenntnis?
»Wer verstanden werde will… muss zuhören.« Mit diesen Worten endet der Trailer für den aktuellen Film von Alejandro González Iñárritu. Mit diesem Film beendet er seine Trilogie über Gewalt, Tod und menschliche Abgründe. In einem sehr coolen Interview im huck sprachen er und Gael García Bernal über den Film und einige Gedanken denen sie damit nachgehen. Ihr Verständnis des Turmbaus zu Babel könnte eine Möglichkeit sein die Interaktion zwischen Theologie und Kultur zu leben…
»Aber ich glaube, dass es auch eine positive Seite gibt. In der mythischen Bibelerzählung vom Turmbau zu Babel versucht ein Volk etwas ohne Gott zu erreichen und wird dann von Gott bestraft, indem er die Sprache verwirrte, so dass das Volk sich nicht mehr verstehen konnte. Aber das gute daran ist die Tatsache, dass die Vielfalt der Auslöser war, sich auch für andere zu interessieren. Die Freude zu übersetzen und zu interpretieren, was ein anderer sagt und fühlt, und die Emotionen mit dem anderen zu teilen. Es ist nicht alleine eine Bestrafung, eigentlich ist es ein Anreiz, sich mit dem anderen auseinanderzusetzen. So ist der Film zu sehen.«
[huck, Issue 03, 85.]
In den letzten Tagen saß ich immer wieder hier und schrieb an längeren Texten, dabei haben mir zwei Dinge treue Dienste geleistet: 1) Ohropax, 2) WriteRoom. Konzentration ohne Ablenkung ist faszinierend.
Komme gerade von einem kleinen Lebensausflug zurück. In einem Café die aktuelle Ausgabe des huck Magazins gelesen. Sehr geiles Mag. Danke Johannes.
Meine Begeisterung für das Buch Beyond Foundationalism von Stanley J. Grenz und John R. Franke wächst mit der Zahl der Seiten die ich darin gelesen habe. Bisher sprechen mir eine Menge ihrer Gedanken zu einer Theologie jenseits von ›Foundationalismus‹ direkt aus dem Herzen.
Eben habe ich darin etwas über die Interaktion von Evangelium und Kultur gelesen, was mich sehr gefreut hat, da die Beiden mir auf ihre Weise dabei helfen Worte für Gedanken zu finden, die mir manchmal schwer zu artikulieren scheinen:
»[I]n the interactive process both gospel (that is, our understanding of the gospel) and culture (that is, our portrayal of the meaning structure, shared sense of personal identity, and socially constructed world in which we see ourselves living and ministering) are dynamic realities that inform and are informed by the conversation itself.«
[Stanley J Grenz and John R. Franke, Beyond Foundationalism, 158.]
Die Feststellung, dass sowohl das Evangelium als auch die Kultur dynamische Größen sind, die sich in ihrer Interaktion befruchten drückt sehr gut aus, wie ich mir den Dialog zwischen Theologie und Gesellschaft vorstelle.
Auf ZEIT online befindet sich ein interessanter Artikel zu dem Miteinander der Generationen. Eine Aussage daraus:
»Die Deutschen erweisen sich als Schwarzseher. Privat verstehen sie gut zu leben und fühlen sich in ihren Beziehungen zu jüngeren und älteren Angehörigen überwiegend wohl. In der Gesellschaft und in den Familien der anderen jedoch sehen sie sich von Abgründen und Gefahren umgeben.«
Seit einiger Zeit können in Karlsruhe diverse Plakate und Aufkleber bestaunt werden, auf denen gegen die Studiengebühren protestiert wird. Heute soll eine Demonstration stattfinden. Studenten wollen die Gebühren boykottieren während das Land mit Exmatrikulation droht. Mehr dazu auf jetzt.de:
»Gehorsam« ist sicherlich ein Wort das die wenigsten von uns wirklich gerne hören. Wenn es schon gebraucht werden muss, dann bitte darauf bezogen, dass jemand anderes unseren Anweisung »Gehorsam« zu leisten habe. Die Entscheidung ob und wie wir auf Anweisungen anderer reagieren, geben wir nicht aus der Hand. Wir wollen die Kontrolle über unser Leben behalten und können ganz gut entscheiden was gut für uns ist. Aber ist das wirklich so?
»Ein Vater sagt zu seinem Kind: Geh ins Bett!, so weiß das Kind wohl, woran es ist. Ein pseudotheologisch dressiertes Kind aber müßte nun folgendermaßen argumentieren: Der Vater sagt: Geh ins Bett. Er meint, du bist müde; er will nicht, daß ich müde bin. Ich kann über meine Müdigkeit auch hinwegkommen, indem ich spielen gehe. Also, der Vater sagt zwar: Geh ins Bett!, er meint aber eigentlich: Geh spielen. Mit einer solchen Argumentation würde das Kind beim Vater, würde der Bürger bei der Obrigkeit auf eine sehr unmißverständliche Sprache stoßen, nämlich auf Strafe. Nur dem Befehl Jesu gegenüber soll das anders sein. Hier soll einfältiges Gehorchen verkehrt, ja Ungehorsam sein. Wie ist das möglich?«
In diesem Eintrag möchte ich auf keinen Fall für ›blinden Gehorsam‹ eintreten, oder gar eine Gesetzlichkeit propagieren – dennoch ist es vielleicht hilfreich wenn wir uns immer wieder fragen, ob in unserer Nachfolge »Gehorsam« eine Rolle spielt.
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Vor etwa einem Jahr habe ich ein interessante Zitat zu Sünde, Konsequenz und Gnade gepostet.
Nachdem mein Wetter-Widget schon gestern meinte, dass es in Karlsruhe schneit, kann ich heute ein paar Flocken durch die Luft wirbeln sehen. Mal sehen ob es jetzt Winter wird.

BEZIEHUNGSWEISE LEBEN: Inspirationen zum Leben und Handeln im Einklang mit Gott und Menschen. Das Blog zum Buch.

