Archiv für März, 2007

MySpace

Freitag, 30. März 2007

Seit ein paar Tagen spiele ich auch ein bisschen mit MySpace herum. Wenn du auch ein Profil hast kannst du ja mein Freund werden, einen Kommentar hinterlassen oder ein Musikvideo anschauen das mir gefällt. [depone | MySpace]

Speicherzentrum.de

Dienstag, 27. März 2007

Habe heute einiges im Web gemacht und dabei ein paar Fragen an Speicherzentrum, meinen Webhoster gestellt, dort bekam ich rasant Antwort und super Support. Falls du das auch brauchst…

Missio Dei – Herausforderungen

Montag, 26. März 2007

Nachdem ich Grundgedanken zur Missio Dei und einen Einblick in ihre Geschichte geschrieben habe, möchte ich heute die Reihe mit einem Eintrag zu den Herausforderungen abschließen.

Die Gedanken die mit dem Begriff Missio Dei verbunden sind, haben einiges bewirkt – sowohl im Bezug auf Mission als auch in Verbindung mit Gemeinde. Heute möchte ich drei Herausforderungen darstellen, die durch die Gedanken zumindest unterstützt wurden, wenn nicht sogar daraus gefolgt sind.

Was ist Mission?
Im Zusammenhang mit Missio Dei wurde das Verständnis der Mission sehr viel breiter. Da nun als grundlegend angenommen wurde, dass die Sendung der Kirche/Christenheit darin bestand am Heilshandeln Gottes zu partizipieren, wurden die klassischen Kategorien von Mission, Gemeindebau, Politik usw. aufgehoben. Es galt nicht mehr in Schubladen zu denken, sondern gerade dort aktiv zu werden wo Gottes Handeln wahrgenommen wurde, egal in welchem Lebensbereich das war.

Diese, meiner Ansicht nach, sehr sehr positive Entwicklung brachte jedoch einen Verlust des Charakters der Mission mit sich. Da alles möglich war, wurde undeutlich was die Sendung der Kirche ist. Auf diese Weise verloren manche das Verständnis von Mission im Sinne der Weitergabe der ›Guten Nachricht‹ völlig aus den Augen. Ein Theologe namens Hoeckendijk wird folgendermaßen zitiert:

»We have no business in ‘articulating’ God. In the final analysis, ‘missio Dei’ means that God articulates himself, without any need of assisting him through our missionary efforts in this respect.«

[Hoeckendijk zitiert nach Bosch, 392.]

Es gibt kein Heil innerhalb der Kirche!
Die zweite Herausforderung ist eng verbunden mit dem was ich eben angeführt habe. Die römisch katholische Kirche hatte den Satz »extra ecclesiam nulla salus« [›Außerhalb der Kirche gibt es kein Heil!‹] geprägt, dieser schien in manchen Kreisen durch die Gedanken der Missio Dei umgekehrt zu werden.

Überall kann Gottes Heilshandeln erfahren werden. Infolge dessen beschränkt Gott sich nicht auf die Kirche, sondern handelt in und durch seine gesamte Schöpfung. Die Grenzen die zuvor um das Handeln Gottes gezogen waren wurden überwunden, was jedoch zu einer Art Pendelbewegung führt die durch den Satz »Kein Heil innerhalb der Kirche!« wiedergegeben werden kann. Kirche an sich wurde von manchen abgelehnt und erschien durch das unbegrenzte Wirken Gottes überflüssig zu werden.

Spaltung: Evangelisation vs. soziale Gerechtigkeit
In der Missio Dei wurde besonders die Identifikation Gottes mit ›Benachteiligten‹ betont und diesem Zusammenhang auch auf die Bedeutung des Einsatzes für soziale Gerechtigkeit hingewiesen. Verbunden mit den beiden eben genannten Herausforderungen führte das zu einer Verstärkung der Trennung innerhalb der protestantischen Missionsbewegungen.

Unter so genannten ›evangelikalen‹ Christen wurde die Gleichstellung von Evangelisation und sozialer Gerechtigkeit misstrauisch verfolgt. Für sie schien es als würde sich das soziale Engagement gegenüber der Evangeliumsverkündigung durchsetzen, daher riefen sie eine eigene Missionskonferenz ins Leben. Auf diese Weise entstand Anfang der 70er Jahre die Lausanner Bewegung die im Gegensatz zur Missionskonferenz in Bangkok eine Betonung auf Evangelisation vertrat. [Meiner Ansicht nach hat diese Profilierung dazu geführt, dass die Bewegungen die der Lausanner Bewegung beigetreten sind - eher - im alten Missionsverständnis geblieben sind, bzw. wieder dorthin zurückkehrten.]

Anstatt an einer Bereicherung der beiden Segmente von Mission – der Verkündigung der Guten Nachricht und dem Einsatz für soziale Gerechtigkeit – zu arbeiten entwickelten sich in Folge des Missio Dei-Gedankens zwei Ströme von protestantischen Missionsbewegungen. Beide dieser Ströme hatten und haben ihren je eigenen Schwerpunkt und dadurch eine Schlagseite, die nicht nur positiv ist.

Ich habe diese drei Herausforderungen gewählt, da es mir so scheint als stünden wir heute immer noch, oder wieder neu, vor der Herausforderung den Missio Dei Gedanken in einer Ausgewogenheit zu leben, und dadurch gemäß der Sendung Gottes unser Leben zu gestalten. Die Herausforderungen sind meiner Ansicht nach geblieben und zumindest für mich ist es wichtig, mich ihnen zu stellen.

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Ein interessanter Artikel aus Willingen, 50 Jahre nach der Weltmissions-Konferenz 1952 findet sich hier.

unterwegs und beschäftigt

Freitag, 23. März 2007

Sorry, ich war diese Woche ein bisschen unterwegs und ziemlich beschäftigt, deswegen blieb es hier recht still. Wird sich wieder ändern, versprochen.

Starfish&Spider

Dienstag, 20. März 2007

Walter schreibt über das Buch ›The Starfish and the Spider‹ und hat eine Übersetzung der Einleitung des ersten Kapitels veröffentlicht.

Lobby

Montag, 19. März 2007

Immer wenn ich mit dem Auto auf der A8 unterwegs bin, denke ich, dass die Aufhebungen von Geschwindigkeitsbegrenzungen an Steigungen eigentlich Öl-Lobby-Aktionen sein müssten. Was meinst du?

Emergentes » Crash-Kurs: Chaos

Freitag, 16. März 2007

Björn hat dem ›Emergenten Gedankengut‹ eine Übersetzung des Anhangs A Crash Course in Chaos aus dem aktuellen Buch von Alan Hirsch zur Verfügung gestellt. Ab jetzt kannst du dir dort das ganze Kapitel auf deutsch downloaden, und mit anderen Interessierten darüber ins Gespräch kommen. Wir sehen uns dort.

Missio Dei – Geschichte

Donnerstag, 15. März 2007

Um die Entstehung des Begriffs ›Missio Dei‹ darzustellen, muss ich einen kleinen Bogen schlagen, der sich über das vergangene Jahrhundert entfaltet. Den Begriff selbst habe ich kürzlich hier einleitend beschrieben.

Wie bereits im ersten Eintrag deutlich wurde drehen sich die Gedanken die mit dem Begriff ›Missio Dei‹ zusammengefasst werden um Mission. Und so ist dieser Begriff auch im Umfeld des Internationalen Missionsrates im Zusammenhang der Weltmissionskonferenz 1952 in Willingen entstanden.

Der Internationale Missionsrat entstand 1921 als Fortsetzung der Weltmissionskonferenz 1910 in Edinburgh. Der Internationale Missionsrat war von Anfang an durch die Motivation weltweit missionarisch zusammenzuarbeiten geprägt. Darin fanden sich zunächst vor allem Missionsbewegungen aus dem weiten protestantischen Feld, das sich im Gegensatz zur katholischen Missionsbewegung durch Unterschiedlichkeit auszeichnete. Von daher wurde zunächst auf gründliche Bestandsaufnahme und vorausschauende Planung Wert gelegt. Irgendwie bin ich jetzt gerade versucht eine Menge zu den Weltmissionskonferenzen zu schreiben, befürchte aber zugleich, dass dies den interessierten Leser langweilen könnte weswegen ich lediglich auf den Wikipedia-Artikel verweise.

Auf den ersten Weltmissionskonferenzen der Nachkriegszeit [Withby 1947, Willingen 1952, Ghana 1958] wurden vor allem drei Themenbereiche besprochen: »Das Entstehen der „jungen Kirchen“, das Verhältnis von Mission und Kirche und die Relation von Mission und Kircheneinheit.« Gensichen schreibt dazu folgendes:

»In allen drei Fällen wurde der überkommene Stil der Missionsarbeit nachdrücklich in Frage gestellt – einmal durch das (nur in Ausnahmefällen nationalistisch motivierte) Bestreben der „Missionskirchen“, fortan ohne Abhängigkeit von der westlichen Mission ihren Weg zu gehen, sodann durch die trotz Hemmungen auf beiden Seiten fortschreitende Annäherung von Kirche und Mission, und schließlich durch die Erfahrung, daß gerade in der Missionsarbeit die konfessionellen Grenzen vielfach transparent wurden. In der gleichen Richtung wirkte das immer mehr nach Klärung verlangende Nebeneinander missionarischer und ökumenischer Weltorganisation, die in ihrer Entstehung, Zielsetzung und personeller Besetzung oft sehr eng verbunden waren.«

[Hans-Werner Gensichen, Missionsgeschichte der neueren Zeit, 53.]

Mission, wie sie bis dahin verstanden wurde befand sich in großen Schwierigkeiten. China z.B. verwies alle Missionare des Landes, was gerade in Willingen dazu führte Mission neu zu denken. Karl Hartenstein, ein Theologe der die Theologie Barths für die Mission fruchtbar gemacht hatte, legte durch seine Doktorarbeit ›Die Mission als theologisches Problem‹ [1933] die Grundlage der Gedanken die hier zur Idee der ›Missio Dei‹ führten. Ihm war daran gelegen Mission als von Gott ausgehend zu verstehen. In der Folgezeit der Missionskonferenz in Willingen trug vor allem Georg F. Vicedom zur Vertiefung der ›Missio Dei‹-Gedanken bei. Er selbst lebte als Missionar in Neu Guinea bevor er auf Grund des Krieges ausreisen musste. Nach seiner Ausreise lies er sich in Neuendettelsau nieder und arbeitete dort sehr engagiert im Bereich der Missionstheologie.

Die engere Verbindung von Kirche und Mission durch die Gedanken der ›Missio Dei‹ führten meiner Ansicht nach auch mit dazu, dass sich 1961 der Ökumenische Rat der Kirchen und der Internationale Missionsrat zusammenschlossen. Zwar waren in beiden Räten schon seit Beginn weitgehend dieselben Leute, und es gab auch andere Faktoren für die Fusion, dennoch ist das Missionsverständnis gemäß ›Missio Dei‹ eine wichtige Weichenstellung im Hinblick auf die Vereinigung.

In einem nächsten Eintrag möchte ich mich mit den Herausforderungen beschäftigen, die mit der Verbreitung des ›Missio Dei‹ Gedankens einher gingen und wie ich denke, auch heute noch vorhanden sind.

Politik

Dienstag, 13. März 2007

Die Zeit philosophiert über ein Politikverständnis in einer Weltmediengesellschaft, was dabei herauskommt liest sich so: »Politik ist die Verwandlung von kurzfristigen Erregungen in nachhaltige Entscheidungen.«
[Bernd Ulrich, Erst kommt die Moral, Die Zeit Nr. 11, Seite 1]

Stavesacre

Montag, 12. März 2007

Nachdem ich es bereits gehört hatte, lese ich eben, dass eine Band, die irgendwie ›Helden‹ für mich sind, Stavesacre, aufhören. [langer Satz, viele Kommas] Danke.