Archiv für Mai, 2007

Salome Linnea Ehniss

Montag, 28. Mai 2007

Salome Linnea Ehniss Heute um 12:20 Uhr erblickte unsere wunderbare Tochter Salome Linnea Ehniss das Licht der Welt. Sie konnte es kaum erwarten zu sehen was es auf dieser Welt zu erleben gibt und beteiligte sich dann auch schon bald mit temperamentvollen Redebeiträgen.

Den beiden Frauen, Julia und Salome, geht es sehr gut. Während sie im Krankenhaus schlafen sind die Jungs zu Hause…

Bilder von ihr kannst du hier anschauen. Die Daten sind wie folgt: 3780 Gramm verteilt auf 53 Zentimeter.

Vielen Dank schon für alle Grüße. Besonderen Dank an Tabea, die dem Boy einen wunderbaren Tag schenkte.

Kaffee und Kekse

Donnerstag, 24. Mai 2007

Kaffee und Kekse In den letzten Tagen immer wieder mit Josia seine Kinderbibel angeschaut. Als wir dabei zu der Geschichte kamen in der davon erzählt wird wie Jesus zu Zachäus geht um mit ihm zu essen, wurde mir klar was mit Kindern passieren kann, die im emergingChurch-Umfeld aufwachsen. Das Bild hier vor Augen, war Josia fest davon überzeugt, dass die Männer Kekse essen und dazu Kaffee trinken.

Die Rechte des Bildes liegen natürlich bei Kees de Kort und der Deutschen Bibelgesellschaft. Das Bibelbilderbuch aus dem das Bild stammt kann man sich hier kaufen.

Joe Myers Blog

Mittwoch, 23. Mai 2007

Bin eben auf das Blog von Joe Myers gestossen. Er ist der Autor von The Search to Belong, das ich sehr mag und Organic Community, das ich wohl irgendwann bald lesen werden. Über die vier Bereiche der Zugehörigkeit aus seinem Buch habe ich hier mal geschrieben.

Hans Küng zu Postmoderne

Mittwoch, 23. Mai 2007

Ich finde es immer wieder sehr interessant zu hören was Menschen mit dem Begriff Postmoderne verbinden, gerade weil er zu den umstrittenen Begriffen gehört. Da ich eben Hans Küngs Theologie im Aufbruch in der Hand habe, poste ich hier mal was er dazu sagt:

»Postmoderne kann nicht einfach auf Gegenaufklärung reduziert und mit Neokonservativismus identifiziert werden. Weder um schwärmerische Apologetik noch um eine selbstsichere Verurteilung der Moderne geht es.

Für mich

- ist Moderne weder wie für die Neokonservativen ein »erledigtes Programm« (das Haus der Moderne wurde ja nun doch nicht fertiggebaut),

- noch ist sie wie für Habermas ein »unvollendetes Projekt« (das Haus der Moderne ist, mit den beiden Weltkriegen, zumindest im Faschismus und Stalinismus, bis auf die Grundmauern abgebrannt),

- vielmehr ist sie ein im Übergang befindliches altgewordenes Paradigma, das im dreifachen Hegelschen Sinn neu aufzubauen, »aufzuheben« ist!

Das heißt:

(1) zu bewahren gilt es die kritische Kraft der Aufklärung gegenüber gesellschaftlichen Verdinglichungen und intellektuellen Verdunklungen aller Art;

(2) zu negieren aber ist der Reduktionismus der Moderne hinsichtlich der tieferen spirituellen und religiösen Schichten der Wirklichkeit, zu negieren sind auch der Vernunft-, Wissenschafts- und Fortschrittsaberglaube der Moderne sowie alles das, was sie an selbstzerstörerischen Kräften (auch des Nationalismus, Kolonialismus, Imperialismus) im Prozeß der Geschichte freigesetzt haben;

(3) zu transzendieren schließlich, zu übersteigen ist die Moderne, hinaufzuheben in ein Paradigma der Postmoderne hinein, in der die verdrängten und verkümmerten Dimensionen, nicht zuletzt auch die der Religion, eine neue, befreiende, bereichernde Wirkung erzielen.«

[Hans Küng, Theologie im Aufbruch: Eine ökumenische Grundlegung, 24f.]

Virb.com

Dienstag, 22. Mai 2007

Seit einer Weile habe ich auch ein Profil bei Virb.com Es gibt Menschen die sagen Virb.com ist MySpace in schön. Von der Usability und vom Aussehen her rockt Virb! Das Profil lässt sich sehr komfortabel und einfach anpassen, Benutzerdefinierte Felder sind kein Problem, flickr.com und das Blog einbinden sind Standard… Schade ist nur, dass so viele Leute auf MySpace sind und man auf Virb kaum Freunde trifft…

2046

Montag, 21. Mai 2007

Heute Abend eine Pause im erneuten Korrekturlesen meines Kapitels gemacht und auf ARTE den wunderbaren Wong Kar Wai Film 2046 angeschaut. Ich mag die Filme von Wong Kar Wai, sie sind so erfrischend anders… [der Text auf der deutschen Seite trifft den Film sehr gut]

Interview

Donnerstag, 17. Mai 2007

Im Vries-Land gibt es ein Interview mit mir zu lesen. Wenn du z.B. schon immer wissen wolltest was es mit [depone] auf sich hat kannst du dort vorbeigehen…

Deine Stimme gegen Armut

Mittwoch, 16. Mai 2007

Bis zum G8-Gipfel (Anfang Juni) kannst du wieder deiner Stimme gegen Armut Gehör verschaffen. Die Organisatoren haben einen Brief für unsere Bundeskanzlerin vorbereitet und möchten sie in Anbetracht des G8-Gipfels an unsere Verantwortung erinnern. Wie schon 2005 unterstützt [depone] diese Aktion und bittet dich um deine Stimme.

Ein Konzert geben

Dienstag, 15. Mai 2007

Brian vergleicht in seinem Buch ›Die Geheime Botschaft von Jesus‹ die Nachfolger mit Musikern. Und in einem herausfordernden Text hat er mich eben gefragt ob ich ein Musiker bin, der Kunst des Meisters erlernt hat und bereit ist ein Konzert zu geben:

»Doch leider hat das Christentum die geheime Botschaft Jesu viel zu oft heruntergespielt, missverstanden oder gleich ganz vergessen. Statt sich darum zu kümmern, dass die neue Welt Gottes in die Welt kommt, ging es dem Christentum allzu oft nur noch darum, dieser Welt zu entfliehen und in den Himmel zu kommen.

Viel zu oft haben seine Anhänger vergessen, was Jesus gelehrt hat: Frieden zu schaffen, die andere Wange hinzuhalten und Grenzen zu überschreiten, um auch den Menschen zu dienen, die bis dahin als „Außenseiter“ galten. Stattdessen haben wir Kriege angefangen oder religiöse Gründe dafür gefunden; wir haben Rassismus unterstützt und ungerechte Verhältnisse verteidigt.

Wir haben die Botschaft verraten, dass die neue Welt Gottes für alle da ist, vor allem für die Geringsten, die Letzten und die Verlorenen – und stattdessen haben wir geglaubt und gelehrt dass die neue Welt Gottes für die Elite da ist und zuerst für die ordentlichen und Sauberen und die Mächtigen.

Wir haben uns in erster Linie um Schuld und um Geld gekümmert, um Macht und um Furcht, um Kontrolle und um Status – und nicht darum zu dienen und zu lieben, nicht um Gerechtigkeit und Barmherzigkeit, Demut und Hoffnung.

Ehrlich gesagt, war unsere Musik allzu oft flach und unharmonisch, oder es ging nur noch um eine starre äußerliche Korrektheit ohne Herzblut und Leidenschaft.

Oder die Leidenschaft war da, aber es wurden nicht mehr die richtigen Töne, Rhythmen und Harmonien des Meisters gespielt. Und immer wenn das passiert tut unser Publikum das einzig Richtige: Es ignoriert uns und unsere Botschaft oder es wendet sich gelangweilt und angewidert von uns ab.«

["Brian D. McLaren, Die Geheime Botschaft von Jesus, 101f.]

Ein Musiker tut drei Dinge regelmäßig:
[1] er übt immer wieder, tut er das nicht rostet er ein, er wird schlechter anstatt besser, und niemand hat mehr Lust zu seinem Konzert zu kommen,
[2] er gibt Konzerte und macht den Besuchern eine Freude damit,
[3] er kann selbst Schüler haben und ihnen seine Skills weitergeben.

In diesem Zusammenhang erinnere ich mich wieder an den Text über ein Bibelverständnis von N.T.Wright, den ich vor einer Weile auf dem ›Emergenten Gedankengut‹ veröffentlicht habe. In dem Abschnitt ›Ein Theaterstück in fünf Akten‹ spricht N.T.Wright von der Darbietung eines fünften Aktes der verloren gegangen ist. Dazu braucht man Schauspieler die in die Rollen eintauchen können, die ersten vier Akte in sich aufsaugen um dann treu zu dem sich entwickelnden Erzählstrang den fünften Akt gemeinsam improvisieren.

Im Bild der Musik nehme ich dazu gerne Jazzmusiker als Beispiel. Sie kennen sich aus mit Musik. Haben lange und viel geübt und tun das immer noch regelmäßig. Sie Improvisieren nicht einfach drauf los, sie kennen die Harmonielehre und verstehen etwas von Rhythmus – nicht nur auf ihre Ehrlichkeit, Leidenschaft und Bereitschaft zu improvisieren kommt es an, wenn aber Kenntnis, Übung, Ehrlichkeit und Leidenschaft zusammen kommt, dann macht es Spass zuzuhören…

Viel Spaß!

Freitag, 11. Mai 2007

Ein Kind lernt sehr viel am Vorbild der Menschen die es umgeben. So verabschiedet sich Josia schon seit längerem von jedem. Zunächst nur durch Winken, zwischenzeitlich mit dem Wort ›ciao‹ von dem wir gar nicht wussten dass wir es gebrauchen, irgendwann wechselte er zu ›tschüss‹ und wenn er nun einen Kuss eingefordert hat wünscht er ›viel Spass‹…