Archiv für Januar 2008

Vorbild

Donnerstag, 31. Januar 2008

Im Laufe des heutigen Tages bin ich auf zwei Menschen gestossen, die sich meiner Meinung nach vorbildlich verhalten. Da es sich bei deren vorbildlichem Verhalten um eine politische Angelegenheit handelt könnte es natürlich sein, dass nicht jeder dieselbe Meinung vertritt. Dazu kommt noch dass beide Amerikaner sind und sich zu einem Thema äußern das uns nur indirekt betrifft, dennoch haben die beiden mich heute erfreut und ich möchte sie mir zum Vorbild nehmen.

StreetArt und Politik
Obama von OBEY Shepard Fairey, ein Künstler den ich bewundere und dessen Werke auch mit folgenden vier Buchstaben in Verbindung gebracht werden: OBEY. Ermutigt in seinem Blog und durch seine aktuellen Werke seine Mitmenschen dazu wählen zu gehen. Neben den eher allgemeinen VOTE-Postern gibt es ein Poster von Barak Obama, das hier zu sehen ist. Er schreibt dazu, dass er davon überzeugt ist, dass Obama der nächste Präsident der USA werden sollte. Diese Überzeugung stützt er auf das was er von Obama kennt und auf sein Wahlprogramm. Neben seiner Empfehlung ermutigt er die Leser seines Blogs auch dazu sich selbst eine Meinung zu bilden. Das hier abgebildete Poster wurde in seinem Shop verkauft und finanziert nun eine landesweite Posteraktion. Mir gefällt diese Verbindung von Politik und Kunst.

Tony Jones und Politik
Tony Jones erläutert auf seinem Blog weshalb er ebenfalls Barak Obama unterstützt. Seiner Ansicht nach bringt Obama genau das mit was den nächsten US-Präsidenten ausmachen sollte. Er setzt sich dafür ein, dass Amerika wieder durch eine Zukunftsvision vereint wird und seine Außenpolitik soll durch Diplomatie anstelle leerem Gehabe geprägt sein. Meiner Ansicht nach ist dieser gesamte Beitrag lesenswert, darin führt er auch aus, dass er nicht blind einer bestimmten Partei zu folgen gedenkt: Why Obama?

An diesen beiden Aktionen gefällt mir die positive Richtung die von beiden Vorbildern eingeschlagen wird. Darin sind sie mir Vorbilder. Vielleicht denke ich und auch die eine oder der andere von euch bei der nächsten Wahl daran.

Blindtext

Dienstag, 29. Januar 2008

Ich bin nur ein kleiner Blindtext. Wenn ich gross bin, will ich Ulysses von James Joyce werden. Aber jetzt lohnt es sich noch nicht, mich weiterzulesen. Denn vorerst bin ich nur ein kleiner Blindtext.

Hab gerade wieder Verwendung für Blindtext und keine Lust auf ›Lorem Ipsum‹, da hilft diese Seite weiter.

Studie

Dienstag, 29. Januar 2008

Blogroll Studie 2008
Habe eben an einer Studie teilgenommen in der Netzwerkkommunikation im Internet untersucht wird. Unter dem Namen Blogroll Studie untersuchen die Unis in Trier und Koblenz das Kommunikationsverhalten auf Blogs und Wikis und wollen dabei auch den Diskursbegriff in Richtung Netzwerkkommunikation erweitern. Mehr Infos.

Trinität kulturell gedacht

Mittwoch, 23. Januar 2008

In diesem Eintrag möchte ich einige Gedanken zur Trinität aufgreifen denen ich bei Leonardo Boff begegnet bin. Gott als einen Dreieinigen Gott zu denken hat in der christlichen Kirche eine lange Tradition und hat, meiner Ansicht nach zurecht, eine wichtige Stellung innerhalb der Theologie. In diesem Zusammenhang werde ich nicht müde zu erwähnen, dass der Begriff »Dreieinigkeit« so nicht in der Bibel vorkommt und daher ganz Offensichtlich zur erklärenden und interpretierenden Tradition der Kirche gehört. Wie ich bereits erwähnt habe gehe ich jedoch davon aus, dass es sich bei der Annahme eines »dreieinigen oder dreifaltigen Gottes« um eine gute und richtige Interpretation dessen handelt wie Gott sich uns offenbart. Nun kann die Rede über die Dreieinigkeit sehr gut als Beispiel dafür genommen werden welchen Einfluss die umgebende Kultur auf die Theologie hat – und wie sich kontextuelle Theologie ereignen kann.

Leonardo Boff spricht in seinem Buch »Der dreieine Gott« an einer Stelle von drei Möglichen Akzentuierungen in der Rede über die Trinität. Diese drei Akzentuierungen stellt er im Zusammenhang mit kulturellen Strömungen dar die unterschiedliche Aspekte stärker betonten und dadurch eben zu einer Akzentuierung innerhalb der Theologie geführt haben.

Betonung der Einheit
In einer Kultur die vom Polytheismus geprägt ist kommt es nach Ansicht Boffs zu einer Betonung der Einheit Gottes. Würde in einem solchen Milieu zuerst von der Dreifaltigkeit Gottes geredet und diese besonders stark betont, könnte es zur Annahme von drei Gottheiten anstelle eines Dreieinigen Gottes kommen. Diese Akzentuierung nimmt er in der Zeit des Römerreiches in der lateinischen Theologie war. In einer solchen Umgebung wird von einer Konzentration auf die Einheit Gottes ausgegangen woran sich dann erst die Reflexion der Verschiedenheit der Personen anschließt.

Betonung der Verschiedenheit
Findet man sich dagegen in einer Kultur wieder in der ein strikter Monotheismus gelehrt wird, findet eine Betonung der Verschiedenheit der Personen (Vater, Sohn und Heiliger Geist) statt. In der Zeit der griechischen Denker die sich gegen Arianismus und Modalismus wandten findet sich ein derart strikter Monotheismus der zur Leugnung der Gottheit Jesu Christi führte. In einer solchen Situation ist nach Boff auf die Dreifaltigkeit und damit auf die drei Personen zu beharren. Ausgehend von der Verschiedenheit kommt man schließlich zur Einheit und widersteht so den Irrtümern eines starren Monarchismus, in dem es keinen Platz für die Dreifaltigkeit gibt.

Betonung der Gemeinschaft
Die Beziehung zwischen den Personen der Trinität soll in einer Situation die von Individualismus geprägt ist betont werden. In„ausschließenden Gesellschaften kapitalistischer Produktionsweise“ fehlt es zwischen den Menschen an Gemeinschaft und Solidarität, daher wird der Akzent innerhalb der Trinitätslehre weder auf den einen Gott noch auf die Dreiheit gerichtet, es tritt vielmehr die Beziehung ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Diese Betrachtung der Beziehung der Personen (Vater, Sohn und Heiliger Geist) zueinander wird meist mit dem Begriff ›Perichorese‹ bezeichnet. Dieser Akzent bildet die Grundlage von Boffs Trinitätslehre. Er führt ihn folgendermaßen aus: „betont werden soll die Gemeinschaft als erstes und fundamentales Prinzip in Gott und in allen Wesen, die nach dem Bild und Gleichnis der dreifaltigen Beziehung geschaffen sind.“ (Leonardo Boff, Der dreieine Gott, 95f.)

An diesen kurzen Darstellungen verschiedener Akzentuierungen der Trinitätslehre kann meiner Ansicht nach sehr gut nachvollzogen werden was es mit kontextueller Theologie auf sich hat. Ich teile ebenfalls mit Boff die Annahme, dass in unserer Zeit die Betonung der Gemeinschaft innerhalb der Trinität sehr wichtig ist und uns dabei helfen kann, sowohl hinsichtlich unseres Gottesbildes, jedoch auch mit Blick auf unsere Gemeinschaften und unseren Umgang mit unserem Umfeld etwas Korrektur zu erfahren.

Ware Tier

Mittwoch, 23. Januar 2008

Heute um 13:45 Uhr läuft im SW-Fernsehen die Wiederholung der interessanten und aufrüttelnden Dokumentation mit dem Titel »Ware Tier – auf der Suche nach den munteren Kühen und Schweinen«

AA zu Immigration

Mittwoch, 23. Januar 2008

In einer aktuellen Werbekampagne spricht sich American Apparel für die Integration illegaler Einwanderer aus und sorgt damit (auch) für politischen Sprengstoff. (via Karmakonsum)

michaelgibis.com

Dienstag, 22. Januar 2008

michaelgibis.com
Seit heute ist das Online-Portfolio meines Freundes Michael Gibis online! Freue mich sehr das hier und jetzt mitteilen zu können.

Neben ausgewählten Bildern seiner Werke findest du auf seinem Blog in naher Zukunft sicherlich auch eine Menge guter Gedanken und schöne Bilder von überall auf der Welt. Am Besten du surfst gleich mal vorbei und hinterlässt einen Gruß.

Emergent-Podcast: Everything must change

Montag, 21. Januar 2008

Heute ging nach einer längeren Pause der neue Emergent-Podcast online: Everything must change (Teil 1). Bei diesem Podcast handelt es sich um den ersten Teil dessen was Brian McLaren am Freitag Abend, vor Beginn des Emergent Forums 2007 in Erlangen bei einer offenen Veranstaltung der Elia-Gemeinschaft vorgetragen hat. Im Wesentlichen sprach Brian an diesem Abend über das was er in seinem Buch ›Everything must change‹ ausführt.

Bevor ich auf die vier globalen Krisen eingehen möchte, von denen Brian an diesem Abend sprach, soll noch etwas zu seinen einführenden Worten gesagt werden. Er vergleicht unsere menschliche Zivilisation mit einer Maschine, die von einigen Bedürfnissen angetrieben wird. Der erste Antriebsfaktor ist der Wunsch nach Wohlstand auf den der Wunsch nach Sicherheit folgt. Diese beiden Faktoren bedingen ein Gleichheitssystem welches dafür sorgen sollte, dass sowohl der Nutzen als auch die Kosten der ersten Beiden gerecht verteilt werden. Da die menschliche Zivilisation in Ökosystem dieser Welt stattfindet werden an den eben genannten Antriebsfaktoren bereits die Krisen deutlich von denen Brian im Folgenden spricht:

Die Wohlstandskrise
Da das Ökosystem unserer Welt auf einem Austausch basiert ruft unser Wunsch nach Wohlstand eine globale Krise hervor. Brian spricht davon, dass diese Krise im Laufe seiner Generation von einer lokalen Krise zu einer globalen Krise wurde. Der Austausch von dem er hier spricht bezieht sich darauf dass für alles was in unsere Ökosystem hineinkommt auch etwas herausgehen muss. Wenn wir Rohstoffe abbauen und z.B. verbrennen resultieren daraus Abgase. Unser Wirtschaftssystem ist jedoch größer geworden als unser Planet es verträgt. Wir fahren also in einer Maschine ohne Bremsen, bauen Rohstoffe schneller ab als die Natur sie bereitstellt und produzieren dabei mehr Abfall als der Planet es jemals vertragen kann.

Zu diesem Thema kannst du bei Gelegenheit einen kleinen Test zu deinem ökologischen Fußabdruck machen. [darauf hatte ich in einem älteren Eintrag bereits hingewiesen]

Die Gleichheitskrise
Der Wunsch nach Wohlstand wird sehr unterschiedlich erfüllt. Manche von uns erzielen immer mehr Wohlstand, die meisten jedoch nicht. Etwa ein Drittel der Weltbevölkerung lebt in extremer Armut, ein Drittel in Armut und ein Drittel lebt in Wohlstand. Die Kluft zwischen dem oberen und dem unteren Drittel wird immer größer. Die Armen werden jedoch nicht immer ärmer, wie manchmal behauptet wird. Die Mehrheit bleibt ungefähr gleich während eine Minderheit immer reicher wird. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage nach der Lebenserwartung. Bono drückt die Herausforderung dieser Krise treffend aus: »Wo du lebst sollte nicht darüber entscheiden ob du überlebst.«

Die Sicherheitskrise
Aus der Gleichheitskrise ergibt sich die Sicherheitskrise. Aus der ungleichen Verteilung des Wohlstandes erwächst auch Kriminalität. Diese führt dann dazu, dass die Wohlhabenden glauben sich besser schützen zu müssen. Verzweifelte Arme und Verängstigte Reiche. Die Reichen denken dass immer bessere Bewaffnung den Bedrohungen durch die verzweifelten Armen standhalten würden. Sie erweitern die Waffenbudgets wodurch der Wohlstand noch ungleicher verteilt wird und die Armen nur noch weiter abgehängt werden. Der Gedanke die Waffenbudgets mit den Budgets der Hilfe zu vergleichen bzw. dies mit der Bestrebung einer gerechteren Verteilung zu kontrastieren finde ich sehr herausfordernd.

Die Krise der Religionen
Was treibt die Maschine an? Unsere Zivilisationen werden von Geschichten angetrieben. Diese Geschichten werden von manchen als Rahmenerzählungen bezeichnet. Diese Geschichten sagen uns was passiert und wie wir leben sollen. Die Weltreligionen geben den Menschen keine gesunden Rahmenerzählungen. Manchmal führen gerade die Geschichten der Religionen zu Konlikten, was Brian zu der Aussage veranlasst, dass alle Weltreligionen auf diesem Gebiet versagt haben. Die größten Kriege dieser Welt haben oft mit den drei Religionen zu tun die sich auf Abraham berufen. Wir müssen den Menschen eine Geschichte geben die ihnen dabei hilft Hoffnung in die Welt zu bringen.

Mit diesem Ausblick auf eine Rahmenerzählung die zu Hoffnung ermutigt endet der erste Teil dieser dreiteiligen Podcastserie und hinterlässt uns in freudiger Erwartung.

abhängig 

Freitag, 18. Januar 2008

Eben bei Simon über einen Apple-Abhängigkeitentest gestolpert – ich erreiche allerdings auch nur 64%. Wie weit geht es bei dir? Allerdings fehlen meiner Ansicht nach Fragen nach Apple-Träumen…

Unwort

Freitag, 18. Januar 2008

Das Unwort des Jahres 2007 ist ›Herdprämie‹. Die Jury gibt darüber hinaus auch Platz 2 und 3 an die von ›klimaneutral‹ und ›entartet‹ belegt werden. Alle drei Worte hatten im letzten Jahr auch bei mir das ein oder andere Kopfschütteln verursacht. [Quelle]