David Bazan live

Es gibt unterschiedliche Indikatoren an denen ein Mensch feststellen kann dass er älter wird. Wenn die eigenen Kinder die Flucht ergreifen während Musik gespielt wird die dem Elteren gefällt, taucht der Gedanke auf älter geworden zu sein. In ähnlicher Weise stellt man sein altern fest, wenn man die Links zu Bands checkt und dabei bemerkt, dass mindestens drei der geliebten Bands nicht mehr gemeinsam Musik machen und die Links ins Leere führen.

Ich hatte mir heute den Spass gemacht einigen Verlinkungen von geliebten Bands zu folgen. Manche dieser Links liefen ins Leere, an einem Ende machte ich jedoch einen Fund den ich hier erwähnen möchte: Am 04. November 2007 fand ein Konzert statt das nun kostenlos heruntergeladen werden kann.

David Bazan heißt der Musiker, der hier zusammen mit seiner Gitarre einige seiner musikalischen Perlen vorträgt und dazwischen mit den Anwesenden redet. David war bis vor einiger Zeit Sänger und Mastermind der Band ›Pedro the Lion‹ die schon lange zu meinen Favoriten gehören. Mit der Schönheit einer Autofahrt in einem leistungsstarken Wagen bei angezogener Handbremse entfalten sich die Songs unter Zugabe einer Prise Melancholie zu einem wunderbaren Genuss:

David Bazan Live at the Grey Eagle – 11.4.07

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Die politische Woche

Auf ZEIT online beginnt die politische Woche Montags um 9:00 Uhr mit der Kolumne unseres früheren Außenministers Joschka Fischer. Da Fischer zu meinen politischen Vorbildern zählt lese ich sehr gerne seine Kolumne in der er einen Blick über den deutschen Tellerrand hinaus wagt und dennoch eine gute Verbindung zu unserer Politik und Verantwortung herstellt.

Heute schreibt er über die Hoffnungen auf einen neuen amerikanischen Präsidenten. Ich finde diesen Artikel sehr inspirierend, zumal ich mich nicht gerade zu den Bush-Verehren zähle. Fischer zeigt auf, dass die gegenwärtigen Entwicklungen Amerikas und der Weltpolitik nicht alleine mit der Person Bush identifiziert werden können und sollten. Dabei spricht er zum einen über allgemeine historische Entwicklungen als auch über die Politik der europäischen Länder, die seiner Meinung nach durch ihre schwachen Positionen eindeutige Signale senden und daher den Schwarzen Peter nicht nur gen Washington schicken können. Er plädiert für eine Veränderung der europäischen Politik, vielleicht auch des europäischen Selbstbewusstseins und – so interpretiere ich das – zeichnet eine Hoffnung für eine wirklich veränderte Weltpolitik.

Also hier noch mal meine Empfehlung den gesamten Artikel zu lesen: Wird alles wieder gut?

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Kaffeekränzchen

NUN Kaffeekränzchen
Das NUN Kaffeehaus in Karlsruhe bietet ab diesem Jahr jeden Samstag ein wundervolles Kaffeekränzchen an. An jedem Samstag kannst du von 15 – 18 Uhr das Leben bei einem leckeren Stück selbst gebackenem Kuchen, einer Tasse schwarzem Gold (oder einem anderen Getränk deines Geschmacks) mit Freunden und guter Musik genießen.

Wir waren letzten Samstag dort und haben es sehr genossen. Am Abend wollte ich mich dann schon auf Montag einstellen um dann festzustellen dass der Sonntag ja noch vor mir lag. Das Kaffeekränzchen hatte mich scheinbar entspannt wie ein ganzes Wochenende.

Wahrscheinlich muss ich nicht dazu sagen dass ich Kaffeekränzchen liebe. Diese Liebe liegt entweder bereits in meinem Erbgut oder sie wuchs im Laufe meines Lebens, da es im Hause meiner Eltern so lange ich mich erinnern kann an jedem Samstag einen leckeren selbst gebackenen Kuchen und guten Kaffee gab. Diese Tradition setzte sich in unserer kleinen Familie fort und nun haben wir auch die Chance mit Freunde im NUN zusammen auf ein Käffchen und ein Stück Kuchen das Leben zu genießen.

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Blicke über den großen Teich

Bei meinen Blicken über den großen Teich mittels meines Feedreaders wurde ich heute auf mehreren Kanälen auf einige sehr interessante Blogreihen aufmerksam. Leider ist es notwendig des Amerikanischen mächtig zu sein um von diesen Einträgen zu profitieren, dennoch erscheinen sie mir äußerst empfehlenswert.

Reich Gottes

Scot McKnight wird auf seinem Blog eine Reihe über das Reich Gottes schreiben. Dabei wird er vor allem auch die Verbindung zwischen Reich Gottes und Kirche betrachten: hier gehts zum ersten Eintrag.

Parallel dazu hat Adam Walker Cleavland ebenfalls eine Serie zum Thema Reich Gottes gestartet. Auf seinem Blog pomomusings werden sich unterschiedliche Gastautoren die Tastatur reichen und ihre Gedanken kundtun, der erste Gasteintrag stammt von Tony Jones.

What Would Jesus Deconstruct?

Auf dem Blog mit dem wundervollen Namen ›The Church and Postmodern Culture‹ startete heute eine Blogreihe mit Einträgen zu dem sehr coolen Buch ›What Would Jesus Deconstruct?‹ von John D. Caputo. Dabei handelt es sich nicht um Buchbesprechungen sondern um Beiträge die dabei helfen wollen an den Gedanken des Buches weiter zu denken: hier gehts zum ersten Eintrag.

Warum in die Ferne schweifen wenn das Gute liegt so nah?

Der Eine oder die Andere mag sich diese Frage gestellt haben, denn auch hier in unserer Muttersprache erschien kürzlich etwas das sich zu lesen lohnt. Peter stellt uns allen den Vortrag zu Verfügung den er kürzlich bei der AfeM zum Thema „Sünde, Kreuz und Bekehrung im Horizont der Postmoderne“ gehalten hat.

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Blogstöckchen: Kinder und Gottesdienst

Durch ein Gespräch in der letzten Woche wurde ich wieder stärker auf die Frage nach der Verträglichkeit von den beiden Größen der Überschrift gestossen. Ich habe mir schon eine ganze Menge Gedanken zum Verhältnis von Kindern und Gottesdienst gemacht, würde mich nun jedoch sehr dafür interessieren was du, geschätzte Leserin und geschätzter Leser, darüber denkst.

Bei dieser Fragestellung sind zunächst die Perspektiven interessant, also die Frage ob du selbst Kinder hast mit denen du zu einer Gemeinschaft gehörst. Darauf folgen Fragen zu deiner Gemeinschaft und den Treffen/Gottesdiensten die ihr habt. Mich würden auch Aussagen von Menschen interessieren die zu keiner Gemeinde (im engeren Wortsinn) gehören und dennoch gemeinsam mit anderen Nachfolge leben. Besonders interessant fände ich es, wenn Meinungen von Menschen aus den Großkirchen und freien Gemeinden zusammenkommen würden.

Wenn du deine Gedanken zu diesem Thema aufschreibst bitte ich dich darum etwas über die Idee/Philosophie zu schreiben, die für dich hinter deiner Meinung steht. Eine Beschreibung wie ein Gottesdienst aussieht gehört meiner Ansicht nach ebenso dazu wie eine Abwägung von Vor- und Nachteilen dessen was du vorziehst bzw. was ihr lebt.

Ich stelle mir diese Ansammlung von Meinungen, Erfahrungen und Fragen im Stile eines Blogstöckchens vor. Was bedeutet, dass ich mir Einträge auf verschiedenen Blogs wünsche in denen diese Fragestellung behandelt wird. Ein Trackback zu diesem Eintrag wäre dafür sehr hilfreich. Je nachdem wie die Reaktionen ausfallen, werde ich ab und zu einen Hinweis zu neuen Artikeln schreiben. Solltest du kein Blog betreiben kannst du mir deinen Beitrag gerne als Mail zusenden (Stichwort Gastbeitrag) oder hier in den Kommentaren hinterlassen.

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Tauschhandel

Wir kommen ja gerade aus eine Zeit in der »Geschenke« eine sehr wichtige Rolle unseres sozialen Verhaltens eingenommen hatten. Weihnachten, das ›Fest der Liebe‹ erscheint mir oft eher als ein ›Fest der Geschenke‹. Und entgegen meiner Kritik an Geschenken und schenken aus früheren Tagen ist eine Akzeptanz gegenüber der Idee des Beschenkens erwachsen.

Die einen begründen ihr Schenken damit dass an Weihnachten an die Geburt Jesu gedacht wird, durch welche die Hinwendung Gottes an uns Menschen (auch außerhalb des einst zum einzigen ›Volk Gottes‹ erwählten) deutlich wird. Diese Hinwendung wird als ein Geschenk Gottes an uns Menschen verstanden und soll in unserem Schenken auch einer Hinwendung aneinander Ausdruck verleihen.

Andere versuchen ihren Kindern die Geschichte eines Weihnachtsmannes nahe zu bringen der ihnen zu einer bestimmten Zeit des Jahres eine Unmenge Geschenke zukommen lässt. Als ich in den letzten Tagen die Thematik der Geschenke und des Schenkens bedachte ist mir eine Erklärung zum Weihnachtsmannmythos begegnet, die mich noch nachdenklicher gemacht hat. Der Mythos des Weihnachtsmannes liegt nach dieser Theorie darin begründet, dass durch die Erklärung der Schenkung eines unbekannten Dritten das Kind von der Pflicht entbunden wird das Geschenk zu erwidern. Diese Erklärung war mir neu, auch wenn sie meiner Ansicht nach etwas an der gelebten Praxis von Geschenken und schenken deutlich macht.

Meine Beobachtungen scheinen zu bestätigen, dass schenken, wie wir es meist praktizieren, eher als Tauschhandel im Gegensatz zu einer freien Zuwendung, die keiner Gegenreaktion bedarf, verstanden werden kann. Der Beschenkte erhält in diesem Tauschhandel kein Geschenk, sondern steht beim Schenkenden in der Schuld. Diese ‚Schuld‘ besteht mindestens in der Verpflichtung sich zu bedanken und (zu einem späteren Zeitpunkt) ein Gegengeschenk zu machen. (an diesem Punkt leuchtet der Mythos des Weihnachtsmannes ein). Die Details über die Gleichwertigkeit des Gegengeschenkes usw. erspare ich mir hier. Der Schenkende, dem durch die freie Zuwendung ein Mangel entstehen könnte, hat durch sein Schenken jedoch in seinem Ruf als großzügiger Mensch zugenommen. Er hat also anstatt etwas weniger zu haben mehr bekommen. Schenken kann in diesen Zusammenhängen als Tauschhandel verstanden werden und hat es mit ‚Schuld‘ und ‚Zurückzahlen‘ zu tun.

Diese Gedanken zu Geschenken möchte ich in nächster Zeit noch etwas fortführen [je nachdem was die Zeit erlaubt], da es, wie die Verbindung aus Weihnachten und Schenken bereits andeutet, meiner Ansicht nach auch einige Auswirkungen auf unser Verständnis der Hinwendung Gottes an uns Menschen hat.

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