Archiv für März, 2008

WordPress 2.5

Montag, 31. März 2008

Ab jetzt läuft dieses Blog auch mit der aktuellen Version von WordPress. Das Update war wie gewohnt einfach, und die Version 2.5 gefällt mir auf vielen Ebenen, ein guter Schritt in die richtige Richtung. Danke WordPress!

Greencamp 2008

Montag, 31. März 2008

Am 31. Mai findet in Frankfurt eine LOHAS-Konferenz statt, die den Namen Greencamp trägt und von Christoph Harrach und Noel Klein-Reesink, beide schreiben für KarmaKonsum, veranstaltet wird.

Greencamp 2008Das Greencamp bietet neben der Möglichkeit sich mit anderen LOHAS zu vernetzen den Raum für 20 Workshops. Du kannst dich kostenlos anmelden und bis zum 30. April ein Thema vorschlagen. Nach dem Dreißigsten stimmen die Teilnehmer über die Themen ab und die Top-20-Themen werden schließlich am 31. Mai als Workshops angeboten.

Das Greencamp findet am 31. Mai 2008 im ökologischen Kongresszentrum ›Ka-eins‹ am Frankfurter Westbahnhof statt, und beginnt um 09:00 Uhr.

Weitere Informationen findest Du auf der Greencamp-Seite.

Spiritueller Rhythmus

Montag, 31. März 2008

Als ich mir letzte Woche Gedanken zu einem spirituellen Rhythmus gemacht habe, nahm ich an einem Nachmittag das Buch ›Exiles‹ von Michael Frost zur Inspiration in die Hand. Auf den Seiten 150ff schreibt er über die Grundlagen des spirituellen Rhythmus der Gemeinschaft zu der er gehört [Hier gehts zur Website der Gemeinschaft ›Small Boat Big Sea‹]. Da ich seither immer wieder darüber nachgedacht habe, möchte ich heute diese Grundlagen kurz hier erwähnen.

Die Gemeinschaft hat eine einfache „Regel“ für ihren spirituellen Rhythmus entwickelt, der mit dem englischen Akrostichon BELLS wunderbar eingängig ist. Da dieses Akrostichon auf deutsch nicht funktioniert schreibe ich die englischen Begriffe stets in Klammern hinter meine deutsche Übersetzung.

Segen [Bless]
„Wir möchten an jedem Tag mindestens ein anderes Mitglied unserer Gemeinschaft segnen.“ Das Segnen nimmt ganz unterschiedliche Formen an, es scheint ihnen dabei zunächst allgemein gesehen um den Ausdruck einer Wertschätzung zu gehen, der sich in netten Worten, einem Geschenk o.ä. ausdrücken kann.

Essen [Eat]
„Wir möchten mit anderen Mitgliedern unserer Gemeinschaft mindestens dreimal die Woche gemeinsam essen.“ Zwei der drei Mahlzeiten sind bereits in Angeboten des wöchentlichen Rhythmus verplant – ein gemeinsames Essen der Gemeinschaft am Sonntag und die regelmäßigen Treffen derer die sich in ihrer Nachfolge unterstützen. Eine weitere Mahlzeit mit Mitgliedern der Gemeinschaft zu teilen ist seiner Ansicht nach eine leichte Übung.

Hören [Listen]
„Wir verpflichten uns wöchentlich auf die Ansprache Gottes in unserem Leben zu achten.“ Dieses Hören auf Gott kann wieder für jedes Mitglied der Gemeinschaft unterschiedlich aussehen. Auf der einen Seite gibt es spirituell-sensible Menschen, die durch Bilder, Visionen oder ekstatische Erfahrungen von Gott „hören“. Andere wiederum nehmen Gott auf subtilere Weise in ihrem Alltag wahr. Sie ermutigen einander dazu eine wöchentliche Zeit zu nehmen an der sie bewusst auf Gott achten möchten, manche gehen dazu auf einen Gebetsspaziergang, andere ziehen sich an einen einsamen Ort zurück, wieder andere nehmen einen Rosenkranz zu Hilfe usw.

Lernen [Learn]
„Wir wollen jede Woche in den Evangelien lesen und wollen uns fortwährend darauf konzentrieren von Jesus zu lernen.“ Sie ermutigen einander die gesamte Bibel zu lesen und einen Rhythmus des Bibelstudiums zu praktizieren, da sie sich als eine jesus-zentrierte Gemeinschaft verstehen, betonen sie die wöchentlichen Entdeckungen in den Evangelien darüber hinaus jedoch besonders.

Senden [Sent]
„Wir verstehen unser alltägliches Leben als einen Ausdruck des Gesandtseins in die Welt von Gott.“ Dabei ist es ihnen besonders wichtig das normale alltägliche Leben aus einer Perspektive des ›Reiches Gottes‹ zu sehen und die unterschiedlichen Aspekte des Lebens gemäß der Idee Gottes zu leben. Darunter verstehen sie unter anderem Gastfreundschaft, verantwortlicher Umgang mit den Ressourcen, den Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden. Frost führt in diesem Zusammenhang Lukas 4,18-19 als einen grundlegenden Text dieses Verständnisses an.

Diese Grundlagen des geistlichen Rhythmus finden über den normalen Alltag hinaus Eingang in die Liturgie des sonntäglichen »Liebesfestes«. Die Liturgie beinhaltet demnach das gemeinsames Segnen zu Beginn des Treffens. Darauf folgt ein gemeinsames Essen zu dem jeder etwas beiträgt. Eine Zeit des Hörens auf Gott schließt sich an das Essen an, die von einer Zeit gemeinsamen Lernens gefolgt wird. Die Zeit des gemeinsamen Lernens an den Sonntagen hat wiederum unterschiedliche Ausprägungen und reicht von verschiedenen Monologen durch Mitglieder der Gemeinschaft bis hin zu interaktiven Lernzeiten. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit aus dem Alltag zu erzählen und auf diese Weise das Gesandtsein miteinander zu reflektieren.

An diesen Grundlagen des spirituellen Rhythmus gefällt mir die Tendenz hin zu geteilten Grundwerten, die je nach Lebenssituation und Persönlichkeit unterschiedlich konkret werden können.

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Gerade habe ich noch eine spezielle Rubrik der ›BELLS‹ auf der Seite der Gemeinschaft entdeckt: Small Boat Big Sea – BELLS.

Macht

Freitag, 28. März 2008

Frage mich gerade was in der Politik eigentlich mehr wiegt, das Machtstreben der Politiker oder Einsatz für den Staat, die Gesellschaft und Politik? Die Schlammschlacht in Amerika ist dabei nur ein verdeutlichendes Beispiel: Stellungskrieg zwischen Clinton und Obama.

Hören

Donnerstag, 27. März 2008

»Ich meinte erst, Beten sei Reden.
Ich lernte aber, dass Beten nicht bloß Schweigen ist,
sondern Hören.«

Sören Kierkegaard

DocumentFreedomDay

Mittwoch, 26. März 2008

Heute ist Document Freedom Day. Ein Tag an dem auf offene Standards im Umgang mit Dokumenten hingewiesen wird. Viele Informationen dazu finden sich auf der DFD-Site. (via Ralf G.)

Pennywise – Reason to Believe

Dienstag, 25. März 2008

Pennywise verschenken heute ihr aktuelles Album. Sonniger Punkrock der mir den tristen Frühling versüßt und mich in den Arbeitstag nach den Feiertagen begleitet. Einfach auf deren MySpace-Profil gehen und schon bist du auch stolzer Besitzer des Albums. (via Benson)

Joschka zu Tibet

Montag, 24. März 2008

Die politische Woche beginnt laut Zeit-Online montags um 09:00 Uhr mit der Kolumne von Joschka Fischer. Heute war die Kolumne schon eine ganze Weile im Netz und die politische Woche in voller Fahrt als ich auf dem heimischen Sofa die Zeilen las die Joschka Fischer mit dem Titel »Pekings Macht und Tibets Zukunft« versehen hatte.

In dieser Ausgabe seiner Kolumne schreibt er über die Macht des chinesischen Staates und den Versuch durch Unterdrückung der Tibeter und ihrer Kultur die eigene Macht zu erhalten. Interessant ist die Kolumne meiner Ansicht nach zum Einen wegen der geschichtlichen und demographischen Daten, und zum anderen wegen der Möglichkeiten die Joschka sowohl für Tibet als auch die westlichen Staaten aufzeigt, denen er jedoch auch Gründe der chinesischen Führung entgegen stellt. Diese Gründe gegen eine Anerkennung eines autonomen Tibets sind seiner Ansicht nach nachvollziehbar, jedoch alles andere als richtig, sie schaden vielmehr den Modernisierungsbestrebungen Chinas als auch seiner internationalen Anerkennung. Mein Vorschlag, lesen: Pekings Macht und Tibets Zukunft.

Wie dem Einen oder der Anderen sicherlich nicht entgangen sein wird, zählt Joschka Fischer zu meinen persönlichen Vorbildern. Aus diesem Grund möchte ich auch noch auf die Sendungen hinweisen, die in den nächsten Tagen im ZDF gesendet werden sollen.

Da ist zum einen die Sendung »Joschka – eine Karriere«, die am Dienstag 25.03. um 20:15 Uhr ausgestrahlt wird. Und zum anderen ein politisches Essay von Wolfgang Herles: »Ergrautes Grün – Ein Vierteljahrhundert im Parlament« – Donnerstag 27.03. 0:20 Uhr ebenfalls im ZDF. Ich hoffe, dass beide Sendungen in der Mediathek erhältlich sein werden, da ich zumindest am Dienstag einen Termin habe.

Die neuen Spießer

Sonntag, 23. März 2008

Gestern sind wir zu meinen Eltern gefahren um dort das Osterwochenende zu verbringen. Im Haus meiner Eltern habe ich die Angewohnheit den Stapel der Bücher anzuschauen, die von den Beiden gerade gelesen werden. Ganz oben auf dem Stapel lag ein Buch das den wunderbaren Titel »Die neuen Spießer: Von der fatalen Sehnsucht nach einer überholten Gesellschaft« trägt. Mein Vater hatte es sich bei einem Besuch einer Buchhandlung im letzten Urlaub gekauft und es dann als Urlaubslektüre sehr genossen. Solche Vorlieben und die geteilte Sicht der Gesellschaft machen mir immer wieder die gute Verbindung zu meinen Eltern bewusst. Und so nahm ich das Buch auf Empfehlung meines Vaters zur Hand und las einige Seiten darin. Der Vollständigkeit halber muss ich erwähnen, dass Johannes das Buch vor einiger Zeit auch gelesen hat und ich schon damals einiges daraus erzählt und das Buch als solches empfohlen bekam…

Gestern war nun also die Zeit gekommen das Buch zur Hand zu nehmen, und selbst ein paar Seiten darin zu lesen. Die einleitend erzählte Begebenheit eines Gespräches beim Käse-Fondue kam mir bekannt vor und amüsierte mich zugleich. Danach äußert sich Christian Rickens zu dem Begriff »neue Bürgerlichkeit«. Diese Ausführungen finde ich sehr interessant und möchte sie deshalb auch hier etwas wiedergeben. Zunächst soll jedoch noch DIGAS erwähnt werden, ein Programm das der Verlag benutzt in dem Rickens arbeitet. DIeses Programm bietet die Möglichkeit den gesamten Schatz von Artikeln aus der Presse nach Schlagworten zu durchsuchen – auf ein solches Programm müsste man Zugriff haben…

Bevor ich mich jedoch nun in unwichtigen Details verliere, nun ein paar Worte zur »neue Bürgerlichkeit«. Rickens stellt das erste Vorkommen des Wortes in einem Zeit-Artikel von 1998 zum Ende der Regierungszeit Helmut Kohls dar. In diesem Artikel wird der Begriff auf interessante Art und Weise gefüllt:

„Etwas Neues werde an die Stelle der Biedermeierlichkeit treten, die Deutschland unter Kohl geprägt habe. »Aber ob aus dem Neuen auch eine neue Bürgerlichkeit wird, die sich den Widersprüchen der Moderne offensiv stellt, das soziale Auseinanderklaffen nicht ignoriert, die Zukunft der Lebenswelt im Auge behält, Selbstbewusstsein auf internationalem Parkett nicht mit Großmäuligkeit verwechselt, das alles ist ja noch offen.«“

[Rickens, Die neuen Spießer, 23.]

Rickens empfiehlt die Lektüre des Artikels auch noch nach Jahren, da die Veränderung des geistigen Klimas in Deutschland daran sehr deutlich werde. Im Anschluss daran zeigt er auf wie sich der Begriff im Laufe von nur fünf Jahren komplett verändert hat und danach total anders gefüllt wurde, auch dazu noch ein Zitat:

„Binnen einer Legislaturperiode hat der Begriff neue Bürgerlichkeit in den Augen der Medien eine neue Bedeutung erhalten: von der Sehnsucht nach einer weltoffenen, ökologisch bewussten und sozial verantwortlichen Bürgergesellschaft (Die Zeit, 1998) hin zu einem »Vorwärts zurück in ein neues Biedermeier« (Der Spiegel, 2003).“

[Rickens, Die neuen Spießer, 24.]

Soweit zunächst mein kurzer Ausflug in dieses Buch. So wie es aussieht werde ich es mir in der nächsten Zeit auch zur Lektüre empfehlen lassen und vielleicht noch den ein oder anderen Gedanken daraus hier ausbreiten.

Tibet – Fragen #2

Donnerstag, 20. März 2008

Fragen zu stellen ist wunderbar. Durch einen Hinweis in einer Mail wurde ich heute auf droppingknowledge.org aufmerksam. Davon hatte ich 2005 im Rahmen des ›Table of Free Voices‹ gehört, der damals von DK in Berlin ermöglicht wurde. In der Schnelllebigkeit des Internets vergaß ich DK jedoch wieder und freute mich darum umso mehr über die erneute Entdeckung.

Zum letzten Eintrag passt die aktuelle Frage von ›Ask Yourself‹, einer Initiative von DK, die mir beim Laden der Seite gestellt wurde, bevor ich weiter zu den Angeboten von DK vordringen konnte:

Will Tibet ever by free?

Will Tibet ever be free?

Dabei handelt es sich um eine sehr interessante Frage, die in ihrer Beantwortung jedoch äußerst komplex ist. Wie bereits angekündigt werde ich es nicht unternehmen eine Antwort darauf zu formulieren. Was mich jedoch nachdenklich machte sind Äußerungen des Dalai Lama, von denen ich gestern hörte.

In einem Artikel auf sueddeutsche.de den ich vorgestern verlinkt hatte wurde darüber berichtet, dass der Dalai Lama der Lüge bezichtigt werde und dass er die innere Sicherheit Chinas gefährde. Die Angst die in China vor dem Einfluss des Dalai Lama herrscht bekam die Bundesregierung im letzten Jahr [oder wann war das?] zu spüren als Angela Merkel den Dalai Lama empfing und danach mit heftigen diplomatischen Reaktionen von Seiten Chinas umzugehen hatte.

Eben dieser Dalai Lama, über den im Moment wieder nicht sehr viel nettes gesagt wird, sprach gestern davon, dass er nicht für eine Trennung Tibets von China ist. Sondern dass es ihm viel mehr daran gelegen ist, dass Tibet ein Teil Chinas bleibt und dadurch einen guten Einfluss auf China haben kann. Mit Aussagen wie dieser begibt er sich zwischen die Stühle – auf der einen Seite sieht er sich Anfeindungen aus dem chinesischen System gegenüber, auf der anderen Seite sind es „seine Anhänger“ und Volksgenossen, die die Freiheit von Tibet fordern. Er setzt sich zwischen die Stühle, spricht von Frieden, Harmonie und dem möglichen guten Einfluss Tibets auf China.

Sehr interessante Fragen.
Was bedeutet es für Tibet frei zu sein?
Wäre die Unabhängigkeit Tibets hilfreich?

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Wenn du Interesse an einem kurzen Film über ›dropping knowledge‹ hast, kannst du diesem Link folgen: This is dropping knowledge? In dem Film wird auch über den ›Table of Free Voices‹ berichtet. Oder aber du stöberst selbst auf deren Seite: droppingknowledge.org