Grillen Ohne Fleisch

Die Aussage, dass unser Wohlstand nur zu Lasten derjenigen möglich ist, die sich auf der „ärmeren Welthalbkugel“ befinden, sagt sich sehr leicht – und kann zur Zeit ja auch aus den unterschiedlichsten Mündern gehört werden. Was ich mich bei solchen Phrasen, die auch ich des Öfteren verwende, immer wieder frage ist: Wie sieht das jetzt in meinem Alltag aus?

Schon vor einiger Zeit hatte ich mehrere Tage lang eine Bildergalerie von zeit.de offen, die den Titel ›Warum Fleisch Energie verschwendet‹ trägt. Ich wollte etwas zur Nahrungskrise schreiben, und als Vegetarier eine Lanze für vegetarische Ernährung brechen. Das Vorhaben vertagte ich.

Während heute Abend in den tagesthemen die Nahrungsfrage auch aus Sicht von Menschen in einem Slum thematisiert wurde, die durch die gestiegenen Preise für Reis tageweise hungern, wurde das Thema wieder präsent und verband sich in meinem Kopf mit der eben begonnen Grillsaison. Es entstand die Idee: Grillen Ohne Fleisch!

Grillen Ohne Fleisch!

Wie wäre es in dieser Grillsaison auf das Grillen von Fleisch zu verzichten? Statt dessen könnten wir uns durch Rezepte und Tipps für Gegrilltes jenseits der Fleischtheke begeistern. Ich plädiere also dafür von Gemüse, über Soja und Seitan bis hin zu Schafskäse alles möglich lecker zuzubereiten und dann auf den Grill zu werfen. Um es dann an lauschigen Frühling- und Sommerabenden gemeinsam zu genießen.

Eine kleine Bewegung könnte daraus entstehen, zumindest tut sie das in meiner Fantasie. Wir tauschen hier im Netz Grilltipps aus, die Kreativen unter uns basteln Flyer, Videos o.ä., Grillparties werden organisiert…

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Die Gemeinde und das Sexualleben #2

Sexualität ist Prima

Vor einiger Zeit hatte ich einen Eintrag veröffentlicht, in dem ich die Frage gestellt hatte, ob die Gemeinde eine Berechtigung habe sich zum Sexualleben derer auszudrücken, die sich als Teil von ihr verstehen. In dem Austausch in den Kommentaren hatte ich bereits damals angemerkt, dass ich noch etwas zu meiner Sicht schreiben werde, wenn sich die Zeit dafür findet – und wie das so ist, findet sich die Zeit meist eher nicht.

Heute aber möchte ich einige meiner Gedanken zu diesem Thema in Form von Gedankensplittern hier aufschreiben. Vor einiger Zeit (meinen vierten Blog-Geburtstag habe ich erst kürzlich vergessen), hatten wir mit dem Ideal begonnen, gerade unfertige Gedanken auf die Blogs zu schreiben, und diese dann im Austausch zu präzisieren. Ich schreibe bewusst Ideal, da es meiner Ansicht nach mehrere Gründe gibt, nicht allzu unfertige Gedanken, mittels eines Blogs, in die weiten des Netzes zu entlassen. Dennoch möchte ich heute einige meiner Gedankensplitter zu diesem Thema hier anreißen.

Zunächst möchte ich nun meine eigene Frage beantworten: Ja, ich denke Gemeinde hat etwas zum Sexualleben ihrer Mitglieder zu sagen.

Im Folgenden möchte ich einige Aspekte beleuchten, die meiner Ansicht nach zum rechten Verständnis meiner Antwort wichtig sind. Am Besten folge ich bei meinen Ausführungen dem Satzbau meiner Antwort.

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