Archiv für Juli 2008

Milchpreis

Mittwoch, 30. Juli 2008

Alnatura senkt die Preise einiger Lebensmittel, darunter auch den Milchpreis um 10 Cent je Liter. Da diese Preissenkung in die Zeit der Milchpreisdebatte fällt, spricht sie sich recht schnell herum und fast jeder scheint eine Meinung dazu zu haben.

In der taz findet sich dazu heute ein interessanter Artikel. Hier werden neben kritischen Stimmen von Seiten des Bioland-Verbandes auch Hinweise aus dem Hause Alnatura wiedergegeben.

Der Anspruch den Bauern einen fairen Milchpreis zu bezahlen sei demnach durch die Preissenkung nicht gefährdet, da Alnatura den Hauptanteil der Senkung trägt.

Link: taz.de » Alnatura macht Milch billiger

Twitter

Dienstag, 29. Juli 2008

Anlässlich der Twitterlesung, die letzten Samstag in Berlin stattfand versucht sich Die Zeit wieder einmal darin aus journalistischer Sicht das Phänomen Twitter zu erklären. Ich finde den Artikel alles in Allem gesehen gut und gebe dem Autor mit seinem letzten Satz recht: „Die Faszination dieser Kurztextmassenproduktionsstätte, dem Nicht-Twitterer bleibt sie vorerst wohl weiter verschlossen.“

Twitter ist meiner Ansicht nach eine Art in unserer Gesellschaft zu kommunizieren und so schließe ich mich Neil Postman in seiner Nachfolge von Marshall McLuhan an, wenn er sagt dass man an den Kommunikationsmitteln beteiligt sein muss um eine Gesellschaft zu verstehen. Hier noch mal im englischen Original:

»the clearest way to see through a culture is to attend to its tools for conversation«

[Neil Postman, Amusing Ourselves to Death, 8.]

Solltest du jetzt Lust bekommen haben auch mal an diesem Kommunikationsmittel teilzunehmen und dabei mit mir zu kommunizieren, hier findest du mich.

Twitterlesung anschauen:
Die Twitterlesung kannst du dir übrigens auf hobnox.com hier anschauen.

Transzendenz des Glamours

Montag, 28. Juli 2008

Auf Zeit-Online las ich eben einen Artikel von Thomas Assheuer in dem er sich über die Transzendenz des Glamours auslässt. Er fragt sich was der Starkult über uns aussagt. Bei seinen Ausführungen verschont weder Politiker, die in der Tradition der Könige eine transzendente Erscheinung als Star anstreben, noch Künstler die sich für Bekanntheit und Geld instrumentalisieren lassen.

Bevor ich den gesamten Artikel zu Lektüre empfehle, hier noch zwei interessante Zitate daraus:

Wenn weder die altlinke Utopie noch der amtierende Kapitalismus mythische Bilder der Zukunft liefern, entsteht eine symbolische Lücke, und das Lebensgefühl sagt: »Es kommt nichts mehr, das war es schon.« Doch wer füllt das Loch, das die verschwundene Zukunft hinterlassen hat?

Starkult und Eventindustrie sind die Antwort. Sie bilden ein ideales Zwillingspaar, um den Bilderbedarf der Gegenwart zu befriedigen, die unersättliche Sehnsucht nach Sinn, nach intensiven Bildern und Erlebnissen. Deshalb gibt es nicht wenige Intellektuelle, die beim Triumphzug der visuellen Industrie andächtig Spalier stehen. Sie tun es, weil sie glauben, die Hauptkrise der Gegenwart bestehe schon lange nicht mehr in sozialer Ungerechtigkeit, sondern im Verlust sinnstiftender Bilder, überhaupt im Intensitätsverlust des Lebens. Utopien seien mausetot, und mit siegreichem Kapitalismus müssten wir uns leider abfinden. Nicht abfinden hingegen müssten wir uns mit der Langeweile und dem geistigen Gift des Christentums, dem Warten auf bessere Zeiten.

[...]

Mit Religion hat das allerdings nichts zu tun, es handelt sich um mythische Bilder. Denn die Heilige Familie der Stars erzählt nicht von besseren Zeiten; sie feiert vielmehr die reine Gegenwart, die ungebrochene Präsenz des Augenblicks. Der Star erlöst vom Warten auf bessere Tage und erteilt den Verhältnissen die Absolution. »Alles ist, wie es ist.« Fürchte dich nicht, ich komme wieder, denn nach dem Ereignis ist vor dem Ereignis. Der Starkult ist zyklisch, und die Zukunft löst sich in Gegenwart auf. Je dichter die Kette der Sensationen geknüpft ist, desto mehr Gegenwärtigkeit entsteht. Wenn dann noch das göttliche Auge des Stars wohlwollend auf dem Einzelnen ruht, dann weiß er: Es gibt mich noch.

Um es auf eine Formel zu bringen: Wir sind Zeuge, wie eine säkulare Hochreligion entsteht, ein geschlossenes Weltbild aus Glamour und Celebrity, das sich wie ein Kranz über die alten, weiterlaufenden Funktionssysteme von Politik und Wirtschaft legt. Gewiss, die Realität ändert sich dadurch nicht. Aber wir sollen wieder Gefallen an ihr finden.

Quelle: Thomas Assheuer, Siehe, ich bin dein Star. [Zeit-Online]

Emergent Forum 2008

Freitag, 25. Juli 2008

Emergent Forum 2008

Die ersten Infos für das diesjährige Emergent Forum sind online. Du kannst dich jetzt für das Forum vom 28. bis 30. November in Erlangen anmelden, einen Workshop vorschlagen und kräftig die Werbetrommel rühren.

Ich freue mich schon sehr auf das Forum und lade dich hiermit herzlich dazu ein!

Rethink

Mittwoch, 23. Juli 2008

Tony Jones, Doug Pagitt und Mark Scandrette pushen mit Hilfe ihres Verlages Jossey-Bass ihre aktuellen Bücher ziemlich. Zur Zeit sind sie auf Tour durch Amerika und haben eine AlteSchule-Revival-Show im Gepäck.

RETHINK

Der Verlag hat jetzt noch eine Seite veröffentlicht die den Titel ›Es ist Zeit alles zu überdenken‹ trägt, auf dieser Seite stellen die Autoren jede Woche eine Frage. Das Besondere der Seite ist, dass sie auf Interaktion angelegt ist. Jeder von uns kann auf die Frage mit einem Video oder einem geschriebenen Kommentar reagieren. Auf diese Weise erhoffen die Jungs sich einen lebhaften Austausch über die Fragen.

Ich bin gespannt wie solche Aktionen ankommen. Die Seite finde ich allerdings sehr schön gemacht und die Idee gefällt mir auch ausgesprochen gut.

Link: RETHINK CHRISTIANITY.

Dialog en Blog

Mittwoch, 16. Juli 2008

Durch einen Kommentar und einen Tweet hab ich mich mal wieder gefragt was eigentlich am Dialog en Blog dran ist. Wie empfindest du den Austausch in den Kommentaren zu einzelnen Blogeinträgen oder Themen allgemein? Mich würde auch interessieren wie du den Dialog auf deinem eigenen Blog gestaltest.

Freue mich auf Kommentare…

Präsenz der Freunde

Dienstag, 15. Juli 2008

Auf Zeit-Online findet sich heute ein kurzer Spot zur Präsenz der Freunde (im Internet). Mir gefällt der Spot sehr gut, auch die Art wie er gemacht ist. Darüber hinaus ist er auch für jeden Interessant der sich immer schon gefragt hat warum Twitter, Places oder auch Instant Messenger Leute begeistern und verbinden: Die Präsenz der Freunde. [via leralle]

Die fetten Jahre

Montag, 14. Juli 2008

Heute Abend läuft »Die fetten Jahre sind vorbei« im Ersten. Wer den Film damals im Kino oder später auf DVD verpasst hat oder ihn, wie ich, sehr gut fand, könnte sich heute Abend gegen 22:45 Uhr vor dem Fernseher einfinden.

DIY

Freitag, 11. Juli 2008

Hanni schreibt heute darüber warum sie von DIY genervt ist und fragt was wir tun könnten um diese DIY-Konsum-Kultur zu lösen. Und so kommst du zu ihr: WARUM MICH DIY NERVT.

Missional, mehr als ein Wort

Dienstag, 08. Juli 2008

Heute bei meiner Tour durch die Blogs auf einen neuen Beitrag auf PastorBuddy mit dem Titel ›Missionarisch vs. Missional‹ von Simon deVries gestossen. In diesem Post greift er einige Gedanken von Makeesha Fisher auf.

Im Zuge einer Blogaktion zum Verständnis des Wortes ›missional‹ hatte sie über ihre persönliche Entwicklung und die Wandlung geschrieben, wie sie Kirche/Gemeinde und ihre Sendung wahrnahm. Im Begriff der Sendung steckt immer schon das GEH! im Sinne von „geh hinaus“. Dieses gehen verbindet sie mit einem verlassen der Gemeinde. Sie betont dabei auch das was jemand tut, bzw. wie er lebt, wenn er hinausgeht. Ihre Entwicklung im Verständnis des gesandt-seins bringt sei meiner Ansicht nach sehr gut in folgendem zum Ausdruck:

Was wir damals unter ›missionarisch‹ verstanden:
Zieh los um zu reden.
Zieh los um zu lehren.
Zieh los um zu urteilen.
Zieh los um zu retten.
Zieh los mit der eindeutigen Haltung dich selbst zu schützen.
Zieh los um die Leute mit zurück in die Kirche zu bringen.

Was wir heute mit ›missional‹ meinen:
Zieh los um zuzuhören.
Zieh los um zu lernen.
Zieh los um zu empfangen.
Zieh los um gerettet zu werden.
Zieh los mit der offenen Haltung Christi.
Zieh los um Kirche zu sein.

(frei übersetzt von Simon deVries, Quelle: Makeesha Fisher)

In all meinem Nachdenken über die Sendung, die uns als Nachfolger Christi zuteil wird, empfinde ich eine Ähnliche Entwicklung wie sie hier von Makeesha Fisher beschrieben wird. Während ich früher vielleicht auch davon gesprochen hätte, dass wir gesandt sind Menschen zu Jüngern zu machen (und dabei viele im Hinterkopf haben, dass jemand irgendwie manipuliert wird um eine gewisse Art von Entscheidung zu treffen), so würde ich heute eher davon ausgehen, dass ich dazu gesandt bin anderen dabei zu helfen Nachfolger zu werden, und während ich dieser Sendung nachgehe selbst eine Menge lerne, was mir dabei hilft nachzufolgen.