Archiv für März, 2009

Zukunft des Menschen

Samstag, 28. März 2009

„Gott verheißt dem Menschen die Auferstehung des (verklärten) Leibes, also des ganzen Menschen und nicht nur seines Geistes oder der rationalen Seele.

Dieser Grundzug wurde unter dem Einfluss der griechischen Philosophie und gnostischer Strömungen bisweilen nicht so deutlich artikuliert.“

Bernhard Irrgang [im Artikel ›Mensch‹ des Lexikons philosophischer Grundbegriffe der Theologie, 264]

So einfach kann man das ausdrücken, und dennoch bedarf es mancher Anstrengungen diesen Grundzug in unserem Leben, Denken und Handeln wieder zu stärken.

Identität und Authentizität

Samstag, 21. März 2009

Ausgehend von der Lektüre eines Aufsatzes von Stuart Hall mit dem Titel ›Kulturelle Identität und Globalisierung‹ habe ich eben wieder einmal über den Begriff Authentizität nachgedacht. Um diesen Gedankengang jedoch etwas verständlicher zu machen, verweise ich zunächst auf einen Gedanken von Hall bevor ich etwas zu Authentizität schreiben werde.

Hall schreibt am Anfang des Aufsatzes, dass er mit der Behauptung sympathisiert, „daß moderne Identitäten ›dezentriert‹, ›zerstreut‹ und fragmentiert sind.“ (Hall in Widerspenstige Kulturen, 393) Dieser Behauptung nähert er sich mit einer Darstellung von drei unterschiedlichen Konzepten der Identität an. Er beginnt mit dem so genannten ›Subjekt der Aufklärung‹ das als vollkommen zentriert und vereinheitlicht verstanden wurde. In gewisser Hinsicht handelt es sich dabei um ein statisches Konzept der Identität. Im weiteren Verlauf stellt er das so genannte ›soziologische Subjekt‹ dar, in dem bereits die gesellschaftliche Konstruktion der Identität eine große Rolle spielt, das jedoch weiterhin gewisse feste Strukturen aufweist. Aus diesem Subjekt leitet sich seiner Ansicht nach das postmoderne Subjekt ab, das als „bewegliches Fest“ verstanden werden kann, und nicht als feste anhaltende Identität zu bezeichnen ist. Vielmehr passt sich das Subjekt ständig seinem Umfeld an und bleibt dadurch in Bewegung. Hierzu zitiere ich zwei kurze Aussagen Halls:

»Dieses Subjekt ist historisch, nicht biologisch definiert. Es nimmt zu verschiedenen Zeiten verschiedene Identitäten an, die nicht um ein kohärentes ›Ich‹ herum vereinheitlicht worden sind. …

Die völlig vereinheitlichte, vervollkommnete, sichere und kohärente Identität ist eine Illusion. In dem Maße, in dem sich die Systeme der Bedeutung und der kulturellen Repräsentation vervielfältigen, werden wir mit einer verwirrenden, fließenden Vielfalt möglicher Identitäten konfrontiert, von denen wir uns zumindest zeitweilig mit jeder identifizieren könnten.« (396)

Diese Aussagen zu Identität stehen in krassem Gegensatz zu dem was wir oft von unserem Gegenüber erwarten. In manchen Festlegungen unserer Gegenüber auf einige wenige Merkmale ihres Verhaltens (gegenüber uns) reduzieren wir die Identität der Person auf einen statischen Kern. Ähnlich erscheint mir der Gebrauch des Wortes Authentizität zu sein. Im Wikipedia-Artikel steht zu Authentizität von Personen folgendes:

»Angewendet auf Personen bedeutet Authentizität, dass das Handeln einer Person nicht durch externe Einflüsse bestimmt wird, sondern aus der Person selbst stammt (…). Gruppenzwang und Manipulation beispielsweise unterwandern persönliche Authentizität.«

Meiner Ansicht nach liegt einer solchen Konzeption von Authentizität die Konzeption des Subjekts der Aufklärung zu Grunde. Dieses haben wir – folgen wir den Darstellungen Halls – bereits (weit) hinter uns gelassen. Wenn wir also von Authentizität sprechen, sollten wir uns der unterschiedlichen Rollen bewusst sein, die wir täglich in den unterschiedlichsten Situationen „spielen“ und sollten somit eher von einer situativen Authentizität sprechen. Dabei stellt sich dann jedoch die Frage nach dem Gebrauch des Begriffs. Brauchen wir diesen Begriff noch? Oder wäre es besser von »Stimmigkeit« zu reden. Stimmig wäre in diesem Fall ein Verhalten das zur gegebenen Situation passt während authentisches Verhalten von einer Art „Personkern“ ausgeht und in vielen Situationen äußerst unpassend erscheint.

Portishead

Montag, 16. März 2009

Portishead

Portishead sind eine der Bands die ich sehr gerne und recht viel höre. Ein Artikel zu ihrem neuesten Album ›Third‹ auf ZEIT-Online hat mich letztes Jahr wieder an sie erinnert und mich dazu gebracht sie in meine iTunes-Bibliothek einzuladen wo ich sie seither fast täglich besuche.

Ich habe mir vorgenommen ab und zu auf die eine oder andere Band hinzuweisen deren Musik mich regelmäßig umgibt. Wenn dich mein Musikgeschmack näher interessiert kannst du auch einen Blick auf mein last.fm-Profil werfen.

Josia und Salome

Freitag, 13. März 2009

Josia und Salome

Diese beiden Bilder, die Martin von Josia und Salome gemacht hat, gefallen mir momentan sehr gut, mehr als das…

KarmaKonsum 2009

Montag, 09. März 2009

KarmeKonsum GreenCampMeine LOHAS-Freunde von KarmaKonsum in Frankfurt veranstalten auch in diesem Jahr eine KarmaKonsum-Konferenz. Die Konferenz findet an zwei Tagen statt, am Freitag 19.06. beginnt die Konferenz unter dem Thema »Strategien für LOHAS und neues Wirtschaften« und wird am Samstag 20.06. mit einem GreenCamp, einer Ideen- und Networkingbörse, fortgesetzt.

Besonders ist in diesem Jahr der KarmaKonsum Gründerpreis, für den sich nachhaltige StartUps bewerben können. Weitere Infos zur Auszeichnung und dem Teilnahmeverfahren findest du auf der Seite des KarmaKonsum Gründerpreises.

Propeller

Montag, 09. März 2009

Propeller // gestaltet von Denis Holzmüller

Umdenken

Dienstag, 03. März 2009

Dass wir in den so genannten Gender-Fragen dringend umdenken müssen ist auf diesem Blog und aus meinem Munde keine neue Aussage. Wenn ich dann über die aktuelle Studie zu Lohnverhältnissen von Männern und Frauen lese, dann muss ich sie dennoch neu formulieren. Aus diesem Grund nun drei kurze Abschnitte aus einem taz-Bericht:

Noch immer verdienen Frauen im EU-Durchschnitt 17 Prozent weniger pro Stunde als Männer. Das kann sich in einem durchschnittlichen Berufsleben auf 160.000 Euro summieren, haben die Experten der Kommission ausgerechnet. Mit 23,9 Prozent Lohngefälle liegt Deutschland über diesem Mittelwert, …

Direkte Diskriminierung, das betonte Spidla mehrfach, ist in der EU verboten. Fälle, wo für die exakt gleiche Arbeit unterschiedliche Löhne bezahlt werden, dürften sich kaum finden lassen. Die Lücke entsteht, weil Frauen andere Jobs anstreben oder bekommen als Männer. So verdienen Kassiererinnen im Supermarkt weniger als Lagerarbeiter.

In der Aufteilung des Arbeitsmarktes in männliche und weibliche Berufe sieht Spidla einen der Hauptgründe für das Lohngefälle. In ihrer Kampagne fordert die EU deshalb Regierungen dazu auf, in den Lehrplänen der Schulen darauf zu achten, dass Mädchen für einst typische Männerberufe motiviert werden.

Den gesamten Artikel findest du hier: Frauen verdienen 160.000 € weniger // taz.de