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	<title>Kommentare zu: Identit&#228;t und Authentizit&#228;t</title>
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	<description>»Propaganda endet dort, wo der Dialog beginnt.«</description>
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		<title>Von: Christian Wonner</title>
		<link>http://danielehniss.de/2009/03/21/identitaet-und-authentizitaet/#comment-2650</link>
		<dc:creator>Christian Wonner</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 16:35:19 +0000</pubDate>
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		<description>In diesem Zusammenhang empfehle ich die Lektüre von Heiner Keupps: Identitätskonstruktionen, Das Patchwork der Identitäten in der Spätmoderne. Keupp bezieht sich auf verschiedene postmoderne Theorien  (u.A. dezentriertes Ich, Selbste, Individualisierung sowie das Theaterspiel von Goffman) und bildet auf einer empirischen Langzeitstudie basierend, seine Theorie der Patchwork Identität. Demnach besitzt der (erwachsene) Mensch keine gefestigte Identität wie es Erikson formuliert, sondern muss täglich an seinen vielfältigen Identitäten arbeiten. Der Zusammenhalt der verschiedenen, fluiden Identitäten (Arbeits-Identität, Freizeit-Identität, Famlien-Identität etc.) erfolgt über Narration und wird vom Individuum (besser noch Dividuum) selbst vorgenommen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Zusammenhang empfehle ich die Lektüre von Heiner Keupps: Identitätskonstruktionen, Das Patchwork der Identitäten in der Spätmoderne. Keupp bezieht sich auf verschiedene postmoderne Theorien  (u.A. dezentriertes Ich, Selbste, Individualisierung sowie das Theaterspiel von Goffman) und bildet auf einer empirischen Langzeitstudie basierend, seine Theorie der Patchwork Identität. Demnach besitzt der (erwachsene) Mensch keine gefestigte Identität wie es Erikson formuliert, sondern muss täglich an seinen vielfältigen Identitäten arbeiten. Der Zusammenhalt der verschiedenen, fluiden Identitäten (Arbeits-Identität, Freizeit-Identität, Famlien-Identität etc.) erfolgt über Narration und wird vom Individuum (besser noch Dividuum) selbst vorgenommen.</p>
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		<title>Von: liebenswert &#124; DEPONE</title>
		<link>http://danielehniss.de/2009/03/21/identitaet-und-authentizitaet/#comment-2181</link>
		<dc:creator>liebenswert &#124; DEPONE</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 May 2011 20:22:12 +0000</pubDate>
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		<description>[...] um das Objekt klein a ergänzt wird ist meiner Ansicht nach eine gute Ergänzung zur Annahme der Identität als »bewegliches Fest«: „Was wir als unsere Identität, unsere Persönlichkeit beschrieben, ist ein fragiles Gebilde, [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] um das Objekt klein a ergänzt wird ist meiner Ansicht nach eine gute Ergänzung zur Annahme der Identität als »bewegliches Fest«: „Was wir als unsere Identität, unsere Persönlichkeit beschrieben, ist ein fragiles Gebilde, [...]</p>
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		<title>Von: Arnachie</title>
		<link>http://danielehniss.de/2009/03/21/identitaet-und-authentizitaet/#comment-1689</link>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 16:26:46 +0000</pubDate>
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		<description>Oh das ist interessant und überhaupt ein Problem auf dass ich immer wieder stoße (und wenn ich es recht verstehe auch eines von Tobi K.s großen Themen). Mein Beobachtung: ein dezentriertes Selbst führt recht zwangsläufig in eine Haltung der Ironie. Das ist erstmal gut und sympathisch, denn man nimmt sich selbst nicht so ernst. Aber unterwandert es auch die Möglichkeit, sich überhaupt noch ernsthaft an etwas (eine Sache oder eine Person) zu binden, da man ja nie wirklich anwesend ist. Ich habe versucht ohne das Konstrukt Authentizität zurechtzukommen, aber das funktioniert nur bis zu dem Punkt an dem Authentizität erwartet wird, nämlich in engen Freundschaften und Beziehungen. Man braucht also ein Rekonstruktion des Grundanliegens von Authentizitöät ohne den romantischen Balast, das in der inneren Tiefe das wahre Selbst läge welches man nur ausdrücken müsse um glücklich und moralisch zu sein (das nennt Charles Taylor Expressivismus).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Oh das ist interessant und überhaupt ein Problem auf dass ich immer wieder stoße (und wenn ich es recht verstehe auch eines von Tobi K.s großen Themen). Mein Beobachtung: ein dezentriertes Selbst führt recht zwangsläufig in eine Haltung der Ironie. Das ist erstmal gut und sympathisch, denn man nimmt sich selbst nicht so ernst. Aber unterwandert es auch die Möglichkeit, sich überhaupt noch ernsthaft an etwas (eine Sache oder eine Person) zu binden, da man ja nie wirklich anwesend ist. Ich habe versucht ohne das Konstrukt Authentizität zurechtzukommen, aber das funktioniert nur bis zu dem Punkt an dem Authentizität erwartet wird, nämlich in engen Freundschaften und Beziehungen. Man braucht also ein Rekonstruktion des Grundanliegens von Authentizitöät ohne den romantischen Balast, das in der inneren Tiefe das wahre Selbst läge welches man nur ausdrücken müsse um glücklich und moralisch zu sein (das nennt Charles Taylor Expressivismus).</p>
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		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://danielehniss.de/2009/03/21/identitaet-und-authentizitaet/#comment-1688</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 10:02:17 +0000</pubDate>
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		<description>Das mit dem statischen Kern ist tatsächlich ein Problem, ebenso wie die Verwechslung von Authentizität und Autonomie, auf die das Wikipedia-Zitat hinausläuft. Wenn Identität trotzdem nichts völlig Beliebiges sein soll, muss man sie als etwas Vernetztes betrachten, ein Geflecht aus vielen Strängen. Aber natürlich kann man unter Angst und Zwang sich zu einem Verhalten. Das historisch zu definieren als etwas Gewachsenes und in Bewegung Befindliches finde ich gut.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das mit dem statischen Kern ist tatsächlich ein Problem, ebenso wie die Verwechslung von Authentizität und Autonomie, auf die das Wikipedia-Zitat hinausläuft. Wenn Identität trotzdem nichts völlig Beliebiges sein soll, muss man sie als etwas Vernetztes betrachten, ein Geflecht aus vielen Strängen. Aber natürlich kann man unter Angst und Zwang sich zu einem Verhalten. Das historisch zu definieren als etwas Gewachsenes und in Bewegung Befindliches finde ich gut.</p>
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		<title>Von: Depone</title>
		<link>http://danielehniss.de/2009/03/21/identitaet-und-authentizitaet/#comment-1687</link>
		<dc:creator>Depone</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Mar 2009 15:41:50 +0000</pubDate>
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		<description>Das ist ein sehr guter Einwurf Walter. Ich habe darüber hinaus noch über den Aspekt der „Treue zur historischen Entwicklung“ der eigenen Identitäten nachgedacht. Wenn wir von einer Entwicklung bzw. einem immerwährenden Wandel reden, dann hat dieser Wandel auch eine Geschichte an der wir uns auch hinsichtlich der Stimmigkeit in unserem Miteinander orientieren können.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist ein sehr guter Einwurf Walter. Ich habe darüber hinaus noch über den Aspekt der „Treue zur historischen Entwicklung“ der eigenen Identitäten nachgedacht. Wenn wir von einer Entwicklung bzw. einem immerwährenden Wandel reden, dann hat dieser Wandel auch eine Geschichte an der wir uns auch hinsichtlich der Stimmigkeit in unserem Miteinander orientieren können.</p>
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		<title>Von: Walter</title>
		<link>http://danielehniss.de/2009/03/21/identitaet-und-authentizitaet/#comment-1686</link>
		<dc:creator>Walter</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Mar 2009 15:29:37 +0000</pubDate>
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		<description>Ich würde das nicht so ohnmächtig-schicksalhaft formulieren. Klar schmilzt der Personkern vielfach dahin, wird schwächer (vor allem, weil er nicht mehr von einer einheitlichen Umwelt gestützt wird - d.h. so autonom war er in Wirklichkeit gar nicht). Aber geht nicht gerade der Kampf darum, dass Menschen den Mächten und Gewalten Widerstand leisten können? Ihnen nicht widerstandslos zufallen? Wollen wir wirklich noch mehr lückenlos funktionierende Leute?
Man sollte lieber überlegen, wie man das Konzept der Person besser fassen kann: nicht als angeblich autonome Festung, sondern als Ich, dass vom Du her lernst, es selbst zu sein. Und das mindestens dafür verantwortlich ist, von welchem Du es sich das sagen lässt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich würde das nicht so ohnmächtig-schicksalhaft formulieren. Klar schmilzt der Personkern vielfach dahin, wird schwächer (vor allem, weil er nicht mehr von einer einheitlichen Umwelt gestützt wird &#8211; d.h. so autonom war er in Wirklichkeit gar nicht). Aber geht nicht gerade der Kampf darum, dass Menschen den Mächten und Gewalten Widerstand leisten können? Ihnen nicht widerstandslos zufallen? Wollen wir wirklich noch mehr lückenlos funktionierende Leute?<br />
Man sollte lieber überlegen, wie man das Konzept der Person besser fassen kann: nicht als angeblich autonome Festung, sondern als Ich, dass vom Du her lernst, es selbst zu sein. Und das mindestens dafür verantwortlich ist, von welchem Du es sich das sagen lässt.</p>
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