Archiv für Mai 2009

8 Jahre

Dienstag, 26. Mai 2009

8 Jahre

Heute vor 8 Jahren sagten wir „ja“ zueinander und versprachen einander treu zu sein. Wir ahnten nicht wohin uns die Reise führen würde, dass wir an einem Tag in 8 Jahren zwei Kinder haben würden, sie als Sozialpädagogin an einer Schule arbeiten würde und er sich freiberuflich zwischen Internet und Theologie bewegen würde. Wer hätte damals gedacht dass wir heute in Karlsruhe wohnen? Wir sind älter und elter geworden, unser Leben hat sich gründlich geändert aus Studenten sind Erwachsene geworden. Wir haben eine ganze Menge gemeinsam er- und durchlebt. Und wenn ich heute so zurückblicke freue ich mich wie sich unsere Freundschaft in all den Jahren verändert hat und mit uns geht. Ich bin glücklich, dankbar und finde es immer noch krass mit ihr mein Leben zu teilen. Danke.

Danke auch an alle Freunde die mit uns durch dieses Leben gehen. Mit uns lachen, reden, nachdenken. Uns ab und an herausfordern und an anderen Tagen freundlich unterstützen. Danke auch an den Boi und das Mädchen die uns immer wieder herzhaft zum Lachen bringen, uns staunen lassen und uns zeigen wie das Leben von einer Palme aussieht. Mögen noch viele Jahre kommen, ihre Spuren bei uns hinterlassen und unsere Spuren ein inspirierendes Bild ergeben.

Familie

Scheinväter?

Montag, 25. Mai 2009

Vor ein paar Wochen fiel mir NIDO, das neue General-Interest-Magazin für moderne, großstädtische Eltern der Gruner+Jahr Verlagsgruppe, in die Hand. Man könnte auch sagen die NEON für junge Eltern. Das Layout der Zeitschrift gefällt mir sehr gut und die Artikel sind auch nett - thematisch sehr nah an der NEON, und weil sie für junge Eltern geschrieben sind auch etwas näher an meinem Leben - Tipps über OneNightStands und ähnliche Geschichten fand ich dann doch nicht immer so spannend. Ein nettes Magazin also das man gut nebenbei lesen kann. Einen kurzer Abschnitt aus der Psychlogie-Ecke will ich nun auch hier zitieren:

Vaterschaft ist im Trend – 30% der Väter teilen sich mit der Mutter die Erziehung „partnerschaftlich“. Weitere 25% lehnen das traditionelle Familienmodell ab und würden gerne mehr mithelfen. Dazu im Widerspruch steht aber eine Schweizer Studie, der zufolge nur 11% der Väter die Windeln ihres Nachwuches wechseln. Und die durchschnittliche Zeit, die Väter mit ihrem Kind verbringen. beträgt gerade mal 20 Minuten.

Bleibt natürlich immer die Frage wie man zu solchen Ergebnissen kommt, quantitative Studien sind ja immer mit etwas Vorsicht zu genießen, da die Fragen ja immer schon in gewisser Weise die Antwort vorgibt…

beziehungsweise LEBEN

Sonntag, 24. Mai 2009

BEZIEHUNGSWEISE LEBENAuch wenn es nach Aussen nicht immer so aussieht sind wir was das Beziehungsweise-Leben-Buch angeht immer noch fleißig. Momentan kommen alle Texte in die finale Form so dass sie gesetzt werden können. Das Buchcover wurde mittlerweile auch unter Einbezug einiger Anregungen in den unterschiedlichen Kommunikationswegen im Internet überarbeitet.

Nebenbei entsteht in meinem Kopf und dem Rechner nach und nach eine nette Webseite für das Buch. Wir haben eine facebook-Seite auf der du Fan des Buches werden kannst. Ich bin zwar kein Freund dieser Bezeichnung, finde das Fan-werden jedoch schon allein aus dem Grund wunderbar dass du dadurch die Möglichkeit hast auf dem Laufenden zu bleiben. Einen so genannten Hashtag für alles was du bei Twitter über das Buch sagst habe ich mir auch ausgedacht #bzwLEBEN. Du kannst ihn gerne auch für Bilder bei flickr oder deine Blogeinträge verwenden, wenn dann alles gut geht können wir dadurch etwas von dem abbilden was sich im Netz bezüglich des Buches ereignet.

mewithoutYou

Sonntag, 24. Mai 2009

Me Without You

Vor einiger Zeit hatte ich mal geschrieben dass ich immer wieder auch etwas zu einer Band schreiben wollte die mir besonderen Hörgenuss bereitet. Heute schreibe ich in dieser Kategorie etwas zu mewithoutYou.

mewithoutYou haben mein Herz durch ihre Art experimentelle Musik, die irgendwo zwischen Rock, Hardcore, Punk und Folk liegt, mit Aarons Interpretation des Sprechgesangs erobert. In den zumeist nachdenklichen bisweilen melancholischen Stücken spricht er in unterschiedlichen Tonlagen. Im Laufe der Alben entwickelte sich sein Sprechgesang jedoch meiner Ansicht nach immer mehr in Richtung Gesang und weg von der Dominanz des Sprechens das ab und an die Grenze zum Jammern berührte. Mir gefallen sowohl die älteren als auch die ganz neuen Sachen.

Am 19. Mai ist ein neues Album erschienen. Ich habe es mir direkt an diesem Abend erfreulicherweise im iTunes-Store gekauft (inkl. PDF-Booklet und ohne DRM). Die Musik hat sich analog zur bisherigen Entwicklung weiterentwickelt und die Folkelemente sind stärker geworden (mehr Streicher, Harfe, Bläser und Chöre). Hinter vorgehaltener Hand könnte man von einer musikalischen Begegnung von Punk und Sufjan Stevens sprechen, aber am Besten hörst du dir das Album mal hier an: It’s All Crazy! It’s All False! It’s All a Dream! It’s Alright

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Einige nette Bilder findest du im T&N-flickr-Album: mewithoutYou

Und natürlich findest du mewithoutYou auch auf facebook.

Der christliche Glaube

Samstag, 23. Mai 2009

Seit einiger Zeit mache ich mir immer wieder Gedanken über den Begriff »Glaube« und im Speziellen dann auch in Verbindung mit dem Adjektiv »christlich«. Über das Verhältnis dieses Adjektivs zum passenden Nomen habe ich vor einiger Zeit einen Eintrag geschrieben: Adjektiv vs. Nomen.

Zum Begriff des Glaubens möchte ich in den nächsten Tagen noch ab und an etwas schreiben, da mich das Gefühl nicht mehr loslässt das sich hier eine Verschiebung in der Bedeutung eingeschlichen hat, die weit von dem abweicht was ein Leben im Einklang mit Gott ausmacht. Auf Grund dieses Gefühls gehen bei mir immer wieder innere Warnlämpchen an wenn ich über die Wortkombination »christlicher Glaube« stolpere. Und ich spüre, dass es mir darum in keinster Weise geht.

Ein Leben im Einklang mit Gott beinhaltet so viel mehr als das für-wahr-halten mancher Theorien oder das Entsprechen anderer als wichtig oder gar entscheidend bezeichneten Aussagen. Ein Leben im Einklang mit Gott ist meiner Ansicht nach vor allem eine gelebte Beziehung, ein Leben im Einklang mit Gott, Menschen und Natur. Ein ganzheitliches Leben. Aus diesem Grund verwende ich den Begriff Glaube, auch in seiner Verbindung nicht mehr.

Zu diesen Gedanken werde ich in nächster Zeit etwas mehr schreiben, dabei wird es sicher auch um Gott gehen, etwas Philosophie wird ins Spiel kommen und vielleicht komme ich auch noch auf den Begriff »Mission« zu sprechen. Wir werden sehen wie es sich mit dieser Serie entwickelt. Ein erster Anfang ist hiermit zumindest gemacht.

DIE DREI BERGE

Mittwoch, 20. Mai 2009

WIE FUNKTIONIERT APPRECIATIVE INQUIRY EIGENTLICH?

Du stehst auf einer dieser Aussichtsplattformen und siehst vor dir zwei Berge. Der eine leuchtet in seinen schönsten Farben und ist wunderbar zu sehen. Die Sonne scheint ihren Spot direkt auf ihn gerichtet zu haben. Der andere dagegen wirkt, von Nebel und Dunst verhüllt, wie ein Schatten seiner Selbst. Du erkennst auf dem Berg im Sonnenschein all unsere Probleme, alles, was nicht gut funktioniert, alles, worüber wir uns ärgern. Unglaublich gut ist all dieser Mist zu erkennen. Du willst das Fernglas von den Augen nehmen, nur um festzustellen dass du keins in der Hand hast, es muss wohl wieder Fön sein.

Neben dir hörst du einen älteren Herrn davon erzählen dass auf dem verhüllten Berg all das Gute unserer Gemeinschaft zu finden ist. Er sei schon dort gewesen und habe all das gesehen, worauf wir stolz sind, was wir gut können, was gut funktioniert, und all die hervorragenden Erlebnisse, die wir in unserer Gemeinschaft hatten. Ausser ein paar Schatten kannst du jedoch nichts erkennen. Der dichte Nebel gibt den Blick nicht frei. Diesen Nebel wollen wir in dem vor uns liegenden Prozess wegblasen. Wir wollen all das sehen an das sich der ältere Herr erinnert. Es gibt so vieles auf das wir aufbauen können, sagt er.

Der Nebel lichtet sich etwas und du erkennst am Horizont einen dritten Berg. Lediglich seine Silhouette zeichnet sich sanft ab. Er erscheint viel größer und ist um einiges weiter entfernt. Du kannst ihn kaum sehen, aber er ist da. Eine erfahrene Bergsteigerin erzählt davon wie groß der Berg ist. Sie hat ihn schon einmal bezwungen und darauf einiges von dem entdeckt was wir als Gemeinschaft einmal werden können. Du schließt die Augen und fasst den Plan auch diesen Berg in den kommenden Monaten deutlich vor Augen zu bekommen. In dir wächst das Gefühl, wir können diesen Berg gemeinsam erklimmen, wenn wir den Berg unserer Visionen, unserer Fähigkeiten und das Gute unserer Gemeinschaft scharf sehen, dann bekommen wir auch die Kraft für die vor uns liegenden Herausforderungen.

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Ich habe das Bild zum Verständnis von Appreciative Inquiry von Seite 77 aus Matthias zur Bonsen und Carole Maleh, Appreciative Inquiry (AI): Der Weg zu Spitzenleistungen (Weinheim und Basel: Beltz, 2001) etwas freier nacherzählt.

Diesen Text verwende ich nachher als Einleitung für ein kurzes Referat zur wertschätzenden Erkundung. Für Anmerkungen und Kommentare dazu bin ich natürlich wie immer offen…

Jesus und die Fünftausend

Donnerstag, 14. Mai 2009

Jesus zog sich mit einem Boot an einen abgelegenen Ort zurück. Die Menschen wichen nicht von seiner Seite und folgten ihm auch dorthin. Langsam wurde es nun Abend und diejenigen, die von weither angereist waren, wurden hungrig.

Als Jesus das bemerkte, schickte er seine Jünger los, um Essen zu besorgen, sie konnten jedoch nur fünf Brote und zwei Fische auftreiben. Er bat sie daraufhin auch den Proviant einzusammeln, den die Menschen für ihre weite Reise dabei hatten. Nachdem all das Essen zusammengetragen war, türmte sich ein riesiger Berg von Broten und Fischen vor Jesus auf. Er musterte den Berg und wies die Menschen an, sich auf dem Gras niederzulassen.

Jesus stand vor dem Essen, schaute zum Himmel, dankte Gott dafür und brach das Brot. Danach gab er seinen zwölf Jüngern davon. Wie Könige speisten Jesus und seine Freunde vor den Augen der hungernden Menschen. Wirklich erstaunlich, geradezu wundersam war an diesem Mahl jedoch die Tatsache, dass nach dem opulenten Bankett nicht einmal mehr genügend Brotkrümel übrig waren um die Hand eines Hungernden zu füllen.

[Freie Übersetzung aus Peter Rollins, The Orthodox Heretic: And other impossible Tales, 10f.] (weiterlesen…)

Die Grünen und das Internet

Samstag, 09. Mai 2009

In Berlin findet der Parteitag der Grünen statt und dort wird auch über Änderungen in deren Wahlprogramm abgestimmt. In der derzeitigen Debatte um Sperrungen von Webseiten (mit kinderpornographischen Inhalten) interessiert viele in der Webciety natürlich besonders wie die Parteien sich zu dieser Frage positionieren. Es gibt natürlich auch viele weitere interessante und wichtige Fragen, aber dieser Frage möchte ich nun etwas weiter nachgehen.

Auf der Webseite zum Parteitag finden sich neben vielen anderen Angeboten auch alle Änderungsanträge zum Wahlprogramm. Besonders der Änderungsantrag zu BTW-I-01 ist zur eben erwähnten Frage interessant, er lautet wie folgt:

„Die Filterung des Datenverkehrs sowie massenhafte und unbegründete Speicherorgien, wie die Vorratsdatenspeicherung, lehnen wir ebenso strikt ab wie jegliche Access-Sperren.“

[Quelle: Änderungsanträge Kapitel 13 BTW-I-01]

Der letzte Satzteil ist besonders interessant und ist auch der Gegenstand des Änderungsantrages – jegliche Access-Sperren werden abgelehnt. Das hört sich in meinen Ohren sehr gut an, da es meiner Meinung nach genau in die Richtung geht wie ich mir eine Position der Grünen zu diesem Thema gewünscht hatte – nämlich eine deutliche Positionierung gegen das Ansinnen einer Zensur die unkontrollierbar ist. Die Begründung zur Änderung liest sich ebenfalls sehr gut, und gibt mir den Eindruck, dass die Grünen sich tatsächlich aktiv im Internet bewegen und zuhören was an der Basis gesprochen wird.

Bisher habe ich noch nicht herausgefunden wie in dieser Frage entschieden wurde, hoffe jedoch, dass diese Änderung eine Mehrheit findet/gefunden hat.

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Eine sehr brauchbare Erklärung wie die DNS/Access-Sperrungen funktionieren habe ich mal auf meinen Posterous gepackt: So funktioneren die DNS-Sperren. Florian Spitzohr erklärt in diesem Video mit LEGO sehr schön anschaulich wie die Sperrungen funktionieren sollen.

Ameisen

Samstag, 09. Mai 2009

Bereits in unseren Auseinandersetzungen mit Emergenz und so genannten sich selbstorganisierenden Systemen wurde immer wieder dieser eine Satz aus den Sprüchen zitiert:

Sieh dir die Ameise an, du Faulpelz! Nimm dir ein Beispiel an ihr, damit du weise wirst! Sie hat keinen Aufseher und keinen Antreiber. Und doch sorgt sie im Sommer für ihre Nahrung und sammelt zur Erntezeit ihre Vorräte.

[Sprüche 6,6-8]

Bei den eben angeführten Beschäftigungen ging es uns meistens darum dass die Ameisenvölker ohne „Aufseher“ also ohne Hierarchie durch intelligente Feedbackstrukturen ein eindrückliches System hervorbringen in dem sie ihr Leben organisieren und wie hier in der zitierten Stelle gesagt wird für ihren Lebensunterhalt sorgen. DIe Ameisen können jedoch auch noch auf einem anderen Gebiet zu unseren Vorbildern werden – und wenn ich gerade so darüber nachdenke, dann ist auch dafür die Anrede „du Faulpelz“ treffend.

Braungart und McDonough ziehen die Ameisenvölker in ihrem Buch „Cradle to Cradle“ als Vergleichsgröße zur menschlichen Bevölkerung der Erde heran. Die Ameisen stellen eine Ähnliche Bevölkerungsgröße dar und sind ähnlich weit über die Welt verbreitet wie wir Menschen. Allerdings unterscheidet sich ihre Lebensweise in einem entscheidenden Punkt von der unseren – sie leben im Einklang mit dem Rhythmus der Natur.

In einem früheren Eintrag habe ich über den Grundgedanken des Buches geschrieben und den Kontrast zur Wegwerfmentalität und dem damit verbundenen Ansatz „Cradle to Grave“ aufgezeigt. Die Ameisen sind ein gutes Beispiel dafür dass Bevölkerungsdichte und Produktivität keine Bedrohung für den Rest der Welt darstellen müssen, da alles was sie erzeugen und benutzen in den Cradle-to-Cradle Kreislauf der Natur eingeht. Ameisen leisten mit ihrem ganzen Dasein einen Beitrag zu einer „besseren Welt“.

Ich finde diesen Gedanken sehr anregend. Einen Weg einzuschlagen im Einklang mit dem Kreislauf der Natur zu leben erfordert sicher noch einiges Umdenken in unserer Gesellschaft, auch gerade deswegen weil wir uns an die Bequemlichkeit des Lebens nach den Regeln des „Cradle-to-Grave“ gewöhnt haben. Aber es erscheint mir als ein lohnendes Unterfangen.

Petition: Internetzensur

Montag, 04. Mai 2009

Die Versuche Kinderpornographie im Internet durch Indizierung und Sperrung der jeweiligen Webseiten zu unterbinden stießen in Webkreisen und weit darüber hinaus auf Unmut. Es sind einige sehr gute Artikel zu diesem Thema erschienen und seit heute ist nun auch eine Petition online.

Falls du dir vor dem Lesen der Petition noch ein paar weitere Texte zu diesem Thema ansehen möchtest empfehle ich die Folgenden:

Der Kampf der Kulturen von Ralf Bendrath (netzpolitik.org)
Warum es um Zensur geht von Jens Scholz
Wendehälse 2.0 (wirres.net)

Es sei des Weiteren auch noch gesagt, dass es allen Aktivisten in diesem Zusammenhang nicht darum geht Kinderpornographie zu verteidigen. Die gewählten Schritte erscheinen jedoch nicht hilfreich und riechen zu sehr nach Wahlkampf und Zensur als dass sie meiner Ansicht nach einfach hingenommen werden können. In diesem Sinne ermutige ich dich nun zu aktiver Demokratie und dazu folgende Petition zu unterzeichnen:

Petition: Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009

Text der Petition

Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die “Sperrlisten” weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.

Begründung

Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

Quelle: Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009

Falls du noch nicht bei epetition.bundestag.de registriert bist solltest du das vor der Unterzeichnung tun. Ansonsten einfach diesen Link benutzen, anmelden, Petition mitzeichnen und weitersagen.