PressPausePlay

PressPausePlayHeute Abend zeigen wir im NUN die Dokumentation »PressPausePlay«.

Der Film greift die Chancen und Herausforderungen auf, die mit den Entwicklungen der digitalen Medien der letzten Jahre einher gehen. In der Pressemappe heißt es:

»The digital revolution of the last decade has unleashed creativity and talent of people in an unprecedented way, unleashing unlimited creative opportunities.

But does democratized culture mean better art, film, music and literature or is true talent instead flooded and drowned in the vast digital ocean of mass culture? Is it cultural democracy or mediocrity?

This is the question addressed by PressPausePlay, a documentary film containing interviews with some of the world’s most influential creators of the digital era.«

Aus meiner Sicht gelingt es den Filmemachern sehr gut die Chancen und Herausforderungen der digitalen Revolution für Kulturschaffende darzustellen.

Wir öffnen die Türen des Cafés um 20:00 Uhr, der Eintritt ist frei.

→ Instapaper

Visualisiert

European detail map of Flickr and Twitter locations

Eric Fischer visualisiert auf diesem Bild, es gibt ein ganzes Album voller Bilder auf flickr, Orte an denen Bilder auf Flickr oder Tweets veröffentlicht wurden. Die roten Punkte deuten auf Bilder auf Flickr hin. Die blauen Punkte weisen auf Tweets hin, die mit dieser Ortsangabe versendet wurden, und die weißen Punkte weißen darauf hin, dass an diesen Orten sowohl Bilder als auch Tweets veröffentlicht wurden.

Die Weltkarte ist ebenfalls interessant:
World map of Flickr and Twitter locations

Auf diese Karten stieß ich (erneut) beim Durchblättern der deutschen Wired-Ausgabe.

→ Instapaper

QUOTE.fm

Ein Zitat bei QUOTE.fm

Seit ein paar Tagen nutze ich den nagelneuen Dienst QUOTE.fm. Die Idee hinter QUOTE.fm ist es, interessante Artikel mittels eines aussagekräftigen Zitates an einen Kreis von Interessierten zu empfehlen. Auf diese Weise entsteht recht schnell eine gute Sammlung von interessanten Zitaten.

Zum Teilen der Zitate wurde ein Bookmarklet entwickelt mit dessen Hilfe man ganz einfach einen ausgewählten Textabschnitt im Browser an sein Profil senden kann. Vor dem Absenden entscheidet man noch schnell, ob man einen Kommentar dazu schreiben will, oder nicht. Auf der Seite selbst ist es dann möglich ein Zitat zu kommentieren, oder das Herz zu klicken und damit zu sagen, dass einem das Zitat gefällt.

Die Zitate werden sehr übersichtlich dargestellt. Sie sind mit einem blauen Hintergrund versehen. Klickt jemand das Herz bei einem Zitat erscheint bei denjenigen die der Person folgen eine gekürzte, grün hinterlegte, Version des Zitates. Empfiehlt jemand einen anderen Nutzer oder eine Seite seinen Nachfolgern werden zwei oder drei Zitat, rot unterlegt, dargestellt. Wie eben schon deutlich wurde, ist es möglich sowohl Nutzern als auch Seiten zu folgen. Der Stream lässt sich mit einigen Regeln filtern, dadurch ist man in der Lage nur direkte Zitate, »Likes«, Empfehlungen oder Erwähnungen anzeigen zu lassen. Zusätzlich gibt es noch eine Suche, die alle Zitate nach dem eingegeben Begriff durchsucht.

Bei einem Zitat finden sich mehrere Links. Zum einen gibt es für jede Seite aus der ein Zitat veröffentlicht wurde ein Profil, dem man folgen kann. Das Profil der Person, die das Zitat geteilt hat, ist ebenfalls verlinkt. Das Zitat selbst wiederum ist der Link zum Artikel aus dem es stammt. Wie bereits gesagt gibt es die Möglichkeit zu kommentieren und das Zitat zu »liken«. Ein weiterer Button bietet die Möglichkeit an das Zitat weiter zu sagen. Bisher funktioniert nur die Anbindung zu Instapaper, was ich sehr nützlich finde, und einwandfrei funktioniert. Twitter und Facebook sind geplant, erscheinen jedoch erst dann sinnvoll wenn die private Betaphase beendet ist.

Neben der Darstellung der Zitate von den Personen und Seiten denen man folgt gibt es zur Zeit die Möglichkeit beliebte Zitate anzeigen zu lassen, oder in den Strom aller Zitate einzutauchen.

Auch wenn QUOTE.fm noch sehr jung ist, bin ich dennoch sehr begeistert von den Möglichkeiten dieses Zitatsammel- und Empfehlungsdienstes. Über die Personen, denen ich dort folge, wurde ich schon auf einige interessante Artikel aufmerksam. Als jemand, der recht viel und gerne liest, ist es eine gute Möglichkeit Zitate schnell und einfach zu sammeln, mit anderen zu teilen, und sie später wieder leicht finden zu können, um sie für den ein oder anderen Zweck zu verwenden.

QUOTE.fm ist sehr schön gestaltet, und ich wünsche den Machern viel Erfolg bei der Weiterentwicklung dieses Dienstes. Ich bin gespannt wie die Geschichte weitergeht.

Ich freue mich darauf, wenn in naher Zukunft auch Dienste wie Instapaper oder die Reeder-App es ermöglichen ein Zitat an QUOTE.fm zu senden. Natürlich freue ich mich auch auf die QUOTE-App und die Anbindung an Twitter. Auf diese Weise könnte bei QUOTE.fm ein wahrer Schatz von Zitaten entstehen. Für etwas später würde ich mich auch über eine erweiterte Suchfunktion freuen und – auch wenn das etwas abwegig klingt – die Möglichkeit Zitate aus Büchern zu veröffentlichen (vielleicht mit einer Anbindung an Amazon o.ä.).

Meine Zitate findest du unter quote.fm/depone

→ Instapaper

Bewohner und Besucher

Seit einiger Zeit lese ich mit Begeisterung das Blog »Hyperland«. Der aktuelle Eintrag mit Gedanken von Peter Kruse zu den Kämpfen um mehr Freiheit oder Kontrolle im Netz, ist wie gewohnt äußerst lesenswert.

Aus diesem Artikel zitiere ich hier einen Abschnitt, in dem Kruse den Umgang der benannten Gruppen mit dem Internet als Unterscheidungsmerkmal heranzieht:

Nahm die Forschung noch bis vor Kurzem an, man könne Menschen in “Digitale Einwanderer” (digital immigrants) und “Digitale Eingeborene“ (digital natives) einordnen, habe sich dieses Bild grundlegend geändert. “Die Unterscheidung lässt sich nicht daran festmachen, ob jemand mit dem Internet aufgewachsen ist“, verdeutlicht Kruse.

“Unsere Forschungsdaten haben gezeigt: Der Umgang mit dem Internet ist entscheidend.”

Sprich: Wird das Internet nur als Werkzeug genutzt oder dient es als Lebensraum? Dementsprechend erfolge die Unterscheidung nun in “Digitale Besucher” (digital visitors) und “Digitale Einwohner” (digital residents). In beiden Gruppen fänden sich sowohl ältere als auch jüngere Menschen. Kruse: “Das Alter spielt keine primäre Rolle”.

Quelle: Hyperland – Glaubenskrieg der Digitalwelten

Zur Frage der Besucher und Bewohner habe ich mir eben auch einen kurzen Vortrag von David White via iTunesU angesehen – The Visitor and Residents Principle.

→ Instapaper

Google+

Bildschirmfoto Google+ Profil

Seit Ende Juni gibt es nun dieses Google+, und ich muss sagen mir gefällt es immer noch sehr gut. Das »Social Network« von Google scheint gerade gut zu wachsen, und falls sich jemand unter den Leserinnen und Lesern dieses Blogs gefragt hat, ob ich auch dort zu finden sei – natürlich. Mit dem schönen Link danielehniss.de/+ kommst du direkt zu meinem Profil und kannst mich in einen deiner Kreise ziehen. Falls du eine Einladung möchtest, und diese Überhaupt noch gebraucht werden, kannst du mir gerne eine Nachricht mit deiner Googlemail-Adresse schicken.

→ Instapaper

Twitter hat Geburtstag

Gestern hatte Twitter Geburtstag. Da dieser wunderbare Microblogging-Dienst aus den USA kommt, und dort jetzt auch noch gestern ist, und ich mit meiner Gratulation meist zu spät komme, schreibe auch ich noch einen kurzen Geburtstagseintrag.

Die Idee anderen zeitnah etwas, wie beispielsweise den aktuellen Stand eines Projektes, mitteilen zu können, bildet die Grundlage von Twitter. Zunächst für die interne Kommunikation eines Unternehmens gedacht, entwickelte sich 2006 daraus ein Microblogging-Dienst. Wie beim Bloggen an sich, lebt Twitter vom Austausch. Es ist möglich auf Tweets zu antworten oder direkte Nachrichten an Menschen zu schicken, die einem folgen. Am 17. April 2007 – als Twitter bereits etwas älter als ein Jahr war – begann ich zu twittern, und heute möchte ich es nicht mehr missen.

Mit Twitter verbinde ich Austausch mit Freunden, Inspiration für die Arbeit, Hinweise zum aktuellen Zeitgeschehen und alles mögliche andere dazwischen. Die Möglichkeit direkte Nachrichten zu versenden hat für mich die SMS abgelöst.

Diesen Eintrag möchte ich noch kurz dafür nutzen auf zwei Dinge hinzuweisen, die ich in den letzten Tagen als nützlich empfunden habe:

Verschlüsselte Übertragung
Nachdem vor Kurzem Facebook die verschlüsselte Übertragung der Daten umgesetzt hat, ist dies nun auch bei Twitter möglich. Dies kann zum einen auf twitter.com in den Konto-Einstellungen ausgewählt werden, zum anderen bieten auch diverse Programme die Möglichkeit der verschlüsselten Übertragung.

Gowalla-Checkin als Direktnachricht
Gestern wollten wir uns mit einem Freund im Waldklassenzimmer treffen, da ich die Adresse nicht auswendig wusste, es jedoch klar war, dass wir zuerst dort eintreffen würden, schlug er vor, dass ich mich dort bei Gowalla einchecken sollte, so dass er sich von seinem aktuellen Standort aus eine Wegbeschreibung erstellen lassen konnte. Wir stellten dann fest, dass er die Twitter-Nachricht über den Checkin als Direktnachricht zugestellt bekam, weil ich sie mit »D NameDesFreundes« begann. Für manche ist das vielleicht nichts neues, mich hat es gefreut, und auch die Möglichkeiten der Nutzung erweitern sich für mich dadurch …

Falls du also noch nicht twitterst, wäre heute ein guter Tag damit zu beginnen!


Auf Zeit-Online findet sich unter der twitteresken Überschrift @twitter Herzlichen Glückwunsch ein schön zu lesender Lobgesang zu Ehren des Geburtstags-Dienstes.

→ Instapaper

Facebook etwas sicherer

Seit heute kann in Facebook die Kontosicherheit etwas erhöht werden. Bisher wurden von Facebook die Anmeldedaten (usw.) unverschlüsselt übertragen. Dadurch entstand die Möglichkeit ganz einfach an die Benutzerdaten zu kommen, und sich dann unter falschem Namen anzumelden …

Wie gesagt ist es ab heute möglich die Kontosicherheit etwas zu erhöhen. Dazu klickst du in der oberen Navigation rechts auf Konto und wählst hier Kontoeinstellungen aus. Dort findest du im unteren Drittel Kontosicherheit. Ein Klick darauf zeigt dir folgendes:

Facebook Kontosicherheit

Du wählst »sicheres Durchstöbern« aus und speicherst deine neue Auswahl. Nun werden deine Daten verschlüsselt übermittelt.

Wie ich eben auf netzpolitik.org lese, geht diese Einstellung wieder verloren wenn man Anwendungen auswählt, die verschlüsselte Übertragung nicht unterstützen. Dies sollte man unterlassen.

→ Instapaper

Mittelpunkt

In der MitteWer auf seinem iPhone die Karten-App öffnet, der findet sich selbst, wie im nebenstehenden Bildschirmfoto, im Mittelpunkt wieder. Anders als bei einer gedruckten Karte deren Aufbau sich am Gelände und den Gebäuden, den Gegebenheiten also, orientierte, beginnen die Karten-Apps bei der Position des Benutzers. Dieser Beobachtung widmet Nick Bilton in seinem Buch »I live in the Future« das sechste Kapitel. Er geht darin einigen weiteren Aspekten nach, die mit diesem Vorfinden im Mittelpunkt einher gehen.

»Being in the center – instead of somwhere off to the side or off the page altogether – changes everything. It changes your conception of space, time, and location. It changes your sense of place and community. It changes the way you view the information, news, and data coming in over your computer and your phone. And it changes your role in a transaction, empowering you to decide quite specifically what content to buy and use it rather than simply accepting the traditional material that companies have packaged on your behalf.«

Quelle: Nick Bilton, I live in the Future, 162.

Mit dieser Aussage im Hinterkopf las ich den Artikel von Mona Eltahawy auf guardian.co.uk zu den aktuellen Geschehnissen in Ägypten mit anderen Augen. Sie spricht darüber, dass die Facebook-Generation mit den Protesten begann. Eine Generation, deren Lebenswirklichkeit mit dem Internet verwoben ist. Während Generationen vor ihnen im Glauben gehalten wurden sie seien abhängig von den Mächtigen im Lande und hätten sich in ihr Schicksal zu fügen, sahen diese jungen Ägypter was in Tunesien möglich war. Die Ereignisse in Tunesien schenkte ihnen Hoffnung auf Veränderung. Eltahawy spricht wie Bilton davon, dass das Selbst in unseren Zeiten der Vernetzung in den Mittelpunkt rückt. Die Statusmeldungen auf Facebook oder Twitter, also die Antwort auf die Frage danach was ich gerade mache, führten zu einem neuen Selbstbewusstsein. Diese jungen Menschen sagten: »Ich bin wichtig!« Es geht nicht nur um die Mächtigen, diejenigen die immer reicher und mächtiger wurden, während ihre eigenen Aussichten immer dunkler wurden.

Ich halte es, nach wie vor, für fragwürdig von einer Twitter- oder Facebook-Revolution zu sprechen, diese Beobachtung könnte jedoch, über die einfache Tatsache der internationalen Vernetzung hinaus, auf eine Veränderung des Selbstwertgefühls hinweisen, die Menschen dazu ermutigt sich nicht mit ihrer Lage zufrieden zu geben, sondern sich zu formieren und zu widerstehen. Ich hoffe, dass diese Revolution zu Veränderungen führt, die den Menschen in Ägypten gut tun.

→ Instapaper

Bücher vernetzt denken

Zu Weihnachten bekam ich erfreulicherweise das Buch »I Live in the Future« von Nick Bilton geschenkt. Ich hatte es mir irgendwann auf den Amazon-Wunschzettel gesetzt, als ich etwas darüber gelesen hatte. Bereits bei der ersten Berührung war ich davon begeistert. Die gebundene Ausgabe fühlt sich sehr wertig an, und die unterschiedliche Schnittlänge der Seiten gefällt. Beim Öffnen des Buches fiel mir ein QR-Code auf der ersten Seite eines jeden Kapitels auf (Hier gehts zum Inhaltsverzeichnis). Scannt man diesen Code mit dem Smartphone gelangt man zu einer Seite mit zusätzlichen Informationen zum Thema des Kapitels. Auf diesen Seite gibt es auch die Möglichkeit einen Kommentar zu schreiben.

Dieses Vorgehen gefällt mir sehr gut. Bilton schreibt darüber, dass wir dazu neigen viele Tätigkeiten gleichzeitig zu machen, dies ist jedoch dann besonders gewinnbringend, wenn die unterschiedlichen Tätigkeiten in einer Beziehung zueinander stehen. Durch die Verbindung von Buch und Webseite ermöglicht er eine Interaktion mit den angesprochenen Themen, die auf unterschiedlichen Ebenen stattfinden, und gleichzeitig dazu beitragen sich intensiver mit dem Thema auseinander zu setzen. Er unterstreicht die angesprochenen Themen durch das gewählte Vorgehen, und handelt gemäß einer Aussage, die ich hier zitiern möchte:

»People who make their living telling stories will feel more and more pressure to create experiences that offer multiple layers of content, additional social feedback from a community with shared interests, threaded topics, and true interaction. If they don’t, they may capture only their audience’s partial attention.«

Quelle: Nick Bilton, I Live in the Future & Here’s How It Works, 223.

Diese Gedanken lassen sich meiner Ansicht nach auch über das Schreiben von Büchern hinaus anwenden. Bei manchen Veranstaltungen findet diese Art der Vernetzung bereits statt, im Unterrichtsbetrieb taucht sie ebenfalls auf. Die Konzeption dieses Buches wirkt auf mich bisher als die durchdachteste Vernetzung dieser Ansätze.

Mit einem Blog zu einem Buch habe ich ja auch schon ein-/zweimal – weniger erfolgreich – experimentiert. Der Gedanke die Fußnoten auf eine Seite mit zusätzlichen Informationen, weiterführenden Links, Videos und der Möglichkeit Kommentare zu schreiben auszulagern erscheint mir ein guter Schritt in die richtige Richtung zu sein. Diese Seiten könnten in der Tat die Lektüre des Buches bereichern und stehen in direkter Verbindung zu den Kapiteln, führen das angesprochene also fort, und haben daher nicht ihr Eigenleben, das wiederum vom Inhalt des Buches gelöst ist.

→ Instapaper