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	<title>DEPONE &#124; Daniel Ehniss</title>
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		<title>David Bazan</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 10:07:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>depone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[
Gestern Abend gastierte dieser Herr in Karlsruhe. David Bazan betrat die B&#252;hne, nahm auf einem Hocker platz, die Gitarre auf den Scho&#223; und begann seine Lieder zu spielen. Seit langem h&#246;re ich seine Musik, genie&#223;e die Stimmungen und liebe seine Art Geschichten zu erz&#228;hlen. Und so freute ich mich auch sehr, mit Freunden dieses Konzert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/depone/4340416814/" title="David Bazan by depone, on Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4002/4340416814_4a6152be85.jpg" width="430" height="430" alt="David Bazan" /></a></p>
<p>Gestern Abend gastierte dieser Herr in Karlsruhe. David Bazan betrat die B&#252;hne, nahm auf einem Hocker platz, die Gitarre auf den Scho&#223; und begann seine Lieder zu spielen. Seit langem h&#246;re ich seine Musik, genie&#223;e die Stimmungen und liebe seine Art Geschichten zu erz&#228;hlen. Und so freute ich mich auch sehr, mit Freunden dieses Konzert zu besuchen.</p>
<p>Die musikalische F&#252;lle der Lieder seines aktuellen Albums (Curse your Branches) reduzierte er bei diesem Auftritt auf eine Gitarre, seine Stimme und einen Drumcomputer. Letzteren bediente er in Form von zwei Pedalen mit seinen F&#252;&#223;en. Auf diese Weise feiert er eindr&#252;cklich die Monotonie des Lebens, w&#228;hrend er mit der Aussagekraft seiner Stimme und den Geschichten die er in seinen Liedern erz&#228;hlt, die Facetten der unterschiedlichen Situationen beleuchtet. Wie &#252;blich nutzte er auch gestern Abend die Pausen zwischen den Liedern um den Anwesenden die M&#246;glichkeit f&#252;r Fragen zu geben, die er auf seine freundliche Art mit einem Schmunzeln beantwortete.</p>
<p>Zwei seiner Antworten m&#246;chte ich jetzt doch noch kurz hier aufgreifen. Die erste bezog sich auf die Kriterien, mit denen er die St&#228;dte und Clubs ausw&#228;hlt in denen er spielt. Darauf antwortete David, dass er eine Liste von seinem Management bekommt, die mit der Aussage verbunden sei in den entsprechenden Clubs eine Show zu spielen. Ein anderer Gast fragte danach, woher er wisse, dass er mit „der richtigen Frau“ verheiratet sei. David begann seine Antwort damit zu erz&#228;hlen, dass er mit seiner jetzigen Frau bereits zusammen sei seit sie 17 und er 19 Jahre alt waren. Mittlerweile seien sie 10 Jahre verheiratet (und tauschten lustigerweise w&#228;hrend der Show E-Mails mit Bildern der Kinder aus) und er sei sehr stolz und dankbar in ihrer N&#228;he leben zu d&#252;rfen, da sie eine klasse Frau sei. Mir gefiel, dass er diese Frage indirekt beantwortete, er sagte nicht, dass sie „die richtige Frau“ sei, sondern f&#252;hrte aus, dass sie klasse ist und dass er es liebt mit ihr zu leben.  </p>
<p>Auf mich wirkte dieser Auftritt sehr ehrlich. Und so f&#252;hrte er uns &#252;ber seine Geschichten, die beantworteten Fragen, und die damit verbundene Interaktion mit den Anwesenden zu einigen guten Gespr&#228;chen.</p>
<p><small>_</p>
<p>Und noch ein Nachtrag, <a href="http://www.78s.ch/2010/02/03/david-bazan/" title="78s.ch - David Bazan &#252;ber Gott und die Welt">hier</a> findet ihr einen sch&#246;n geschriebenen Eintrag zu David Bazan und seinem aktuellen Album (inkl. zwei Lieder zum anh&#246;ren). Pr&#228;dikat: Leseempfehlung.</small></p>
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		<title>bzwLEBEN vor Ort</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 17:05:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>depone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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		<description><![CDATA[ Als ich eben den Eintrag bei Yotin gesehen habe, dachte ich mir, ich k&#246;nnte auch hier kurz auf diese wundersch&#246;ne Veranstaltung hinweisen. Am 28. Februar wird von 16 &#8211; 21 Uhr im Ansverus-Haus eine besondere Veranstaltung stattfinden. Yotin und ich werden aus unseren Kapiteln lesen, wir werden ins Gespr&#228;ch kommen und in die Krypta, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://beziehungsweise-leben.de/up/bzwHAMBURG.jpg" alt="Flyer bzwLEBEN im Ansverus-Haus" width="200" height="284" class="alignleft" /> Als ich eben <a href="http://kellion.wordpress.com/2010/02/05/begegnungen-zwischen-buch-und-menschen/" title="kellion.wordpress.com - Begegnung zwischen Buch und Menschen">den Eintrag bei Yotin</a> gesehen habe, dachte ich mir, ich k&#246;nnte auch hier kurz auf diese wundersch&#246;ne Veranstaltung hinweisen. Am <strong>28. Februar</strong> wird von <strong>16 &#8211; 21 Uhr</strong> im <strong><a href="http://ansverus-haus.de/" title="ansverus-haus.de">Ansverus-Haus</a></strong> eine besondere Veranstaltung stattfinden. Yotin und ich werden aus unseren Kapiteln lesen, wir werden ins Gespr&#228;ch kommen und in die Krypta, den Raum der Stille, eintreten.</p>
<p>Alle aus der Hamburger Umgebung, und diejenigen, die gerne reisen, sind herzlich eingeladen am 28. Februar dorthin zu kommen. Im <a href="http://beziehungsweise-leben.de" title="beziehungsweise-leben.de">bzwLEBEN-Blog</a> und <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=170423318348" title="28.02.2010 › Lesung | Gebet | Schweigen › Ansverus Haus">auf der entsprechenden Facebook-Seite</a> findet ihr weitere Infos, die ihr auch gerne euren Freunden erz&#228;hlen d&#252;rft.</p>
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		<title>2. &#214;kumenischer Kirchentag</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 17:28:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>depone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Es sind noch 98 Tage bis in M&#252;nchen der 2. &#214;kumenische Kirchentag 2010 er&#246;ffnet werden wird. Heute fand dazu eine Pressekonferenz statt, in der &#252;ber die Programmh&#246;hepunkte des Kirchentages berichtet wurde. Die beiden Pr&#228;sidenten des Kirchentages, Alois Gl&#252;ck und Prof. Dr. Dr. Eckhard Nagel, sprachen k&#252;rzlich in einem Interview dar&#252;ber, dass ihrer Meinung nach der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.oekt.de" title="Link zur Webseite des 2. &Ouml;KT" ><img src="http://danielehniss.de/up/OEKT180x100.gif" width="180" height="100" alt="oekt 2010" class="alignleft" /></a>Es sind noch 98 Tage bis in M&#252;nchen der 2. &#214;kumenische Kirchentag 2010 er&#246;ffnet werden wird. Heute fand dazu eine Pressekonferenz statt, in der &#252;ber die Programmh&#246;hepunkte des Kirchentages berichtet wurde. Die beiden Pr&#228;sidenten des Kirchentages, Alois Gl&#252;ck und Prof. Dr. Dr. Eckhard Nagel, sprachen k&#252;rzlich in einem <a href="http://www.oekt.de/service/aktuelles/interview_mit_glueck_und_nagel.html" title="oekt.de - Interview mit Gl&#252;ck und Nagel">Interview</a> dar&#252;ber, dass ihrer Meinung nach der 2. &#214;KT ein wichtiger Motor des gegenseitigen Verst&#228;ndnisses sei. Einige wichtige Themen des Kirchentages wurden heute in der Pressekonferenz genannt: dabei wurde beispielsweise auf den Dialog der Religionen und Kulturen hingewiesen, dieser finde beispielsweise in einer gemeinsamen orthodoxen Vesper einen Ausdruck. Weitere Themenschwerpunkte sind Frieden und der Dialog mit den Wissenschaften. In diesem Sinne verstehe ich den &#214;kumenischen Kirchentag auch als eine Erm&#246;glichung eines Raumes &#246;kumenischer Begegnung, die von den Gro&#223;kirchen unterst&#252;tzt wird und gleichzeitig das so genannte Volk zusammenf&#252;hrt.</p>
<p>F&#252;r mich wird dies der erste &#214;kumenische Kirchentag sein. Die Vorlage der Pressekonferenz heute, nehme ich auch als Gelegenheit &#252;ber zwei H&#246;hepunkte zu schreiben, von denen ich jetzt schon wei&#223; und auf die ich mich freue: </p>
<p>Am Donnerstag 13. Mai werde ich an einem Podium in Halle 4 teilnehmen. Dieses Podium steht unter dem Thema »Wie Glauben leben?«. An ein Kurzreferat von Hans K&#252;ng wird sich ein Podiumsgespr&#228;ch anschlie&#223;en in dem Hans K&#252;ng, Harald Lesch, Schwester Dosithea Zaharia und ich &#252;ber M&#246;glichkeiten sprechen werden, wie Glaube heute gelebt werden kann. Auf dieses Podium freue ich mich aus naheliegenden Gr&#252;nden nat&#252;rlich sehr.</p>
<p>Ebenfalls freue ich mich auf eine Veranstaltung am Samstag 15. Mai. Einige Freunde aus der emergenten Bewegung werden im Handwerkersaal ein Seminar zu M&#246;glichkeiten f&#252;r Kirche im 21. Jahrhundert veranstalten. Dabei werden wir sowohl Hintergr&#252;nde bedenken als auch auf gemeindepraktisch gelebtes eingehen.</p>
<p>Diese beiden Veranstaltungen sind die, von denen ich jetzt schon wei&#223; und auf die ich mich freue. W&#252;rde mich sehr freuen von euch zu h&#246;ren &#8211; Wer von euch ist auf dem 2. &#214;KT in M&#252;nchen dabei? Von welchen Veranstaltungen wisst ihr? Wo werdet ihr dabei sein?</p>
<p>Vielleicht k&#246;nnte man auch eine Art Blogger-Treffen machen, irgendwo einen Kaffee zusammen trinken und sehen was sich so ergibt &#8211; eventuell ist so etwas sowieso schon in Planung&#8230;</p>
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		<title>Gemeinsam den Tod des autonomen Selbst feiern! &#8211; Teil 1</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 11:32:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>depone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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		<description><![CDATA[Unter diesem Titel hielt ich ein kurzes Impulsreferat am Ortstermin der Initiative S&#252;dWest von Emergent Deutschland am letzten Samstag. In einer kurzen Serie von Eintr&#228;gen m&#246;chte ich ein wenig &#252;ber die Gedanken schreiben, die mir in diesem Zusammenhang wichtig sind. 
Meine Begeisterung f&#252;r relationale Ans&#228;tze, und die damit verbundene Pr&#228;senz derselben in meinem Reden, Denken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter diesem Titel hielt ich ein kurzes Impulsreferat am Ortstermin der Initiative S&#252;dWest von Emergent Deutschland am letzten Samstag. In einer kurzen Serie von Eintr&#228;gen m&#246;chte ich ein wenig &#252;ber die Gedanken schreiben, die mir in diesem Zusammenhang wichtig sind. </p>
<p>Meine Begeisterung f&#252;r relationale Ans&#228;tze, und die damit verbundene Pr&#228;senz derselben in meinem Reden, Denken und Schreiben, haben nichts damit zu tun, dass ich deren Wahrheit oder &#220;berlegenheit beweisen m&#246;chte, sondern liegen vielmehr in der Wertsch&#228;tzung der M&#246;glichkeiten, die diese Perspektive er&#246;ffnet. In diesem Sinne m&#246;chte ich auch die folgenden Gedanken und den Titel verstanden wissen.</p>
<p>Zur Formulierung des Titels wurde ich durch eine &#196;usserung von Stanley J. Grenz in »The Social God and the relational Self« inspiriert. In einem Abschnitt &#252;ber postmoderne Ans&#228;tze zum Umgang mit Individuum und Selbst, spricht er davon, dass in der postmodernen Philosophie der R&#252;ckgang der Bedeutung des Individuums, des autonomen Selbst, begr&#252;&#223;t wird <small>(Grenz, 133ff)</small>. Diese Andeutung verleitete mich dazu von einer gemeinsamen Feier des Todes des autonomen Selbst zu sprechen. Was ich darunter  verstehe m&#246;chte ich nun st&#252;ckweise umschreiben.</p>
<h3>Das Selbst als Knotenpunkt in einem sozialen Netz</h3>
<p>In der so genannten Bibel postmodernen Denkens, dem Buch »Das postmoderne Wissen«, schreibt Jean-François Lyotard &#252;ber das Ende der gro&#223;en Erz&#228;hlungen. Solcher Erz&#228;hlungen die f&#252;r sich in Anspruch nehmen, die Welt als Ganze zu erkl&#228;ren. Angesichts des Endes dieser Gro&#223;en Erz&#228;hlungen konstatiert er, dass damit jeder auf sich selbst zur&#252;ckgeworfen ist. Manche haben diese Aussage f&#252;r ein Loblied auf den Individualismus gehalten. Und auch ich ging zu manchen Zeiten davon aus, eine Aufgabe des Individuums darin zu sehen, sich selbst neu zu erfinden, die m&#246;glichst autonom bewerkstelligt werden sollte. Die Perspektive &#228;ndert sich jedoch schlagartig, wenn wir den folgenden Satz mitlesen:</p>
<blockquote><p>»Jeder ist auf sich selbst zur&#252;ckgeworfen. Und jeder wei&#223;, da&#223; dieses Selbst wenig ist.« <small>(Lyotard, 54)</small></p></blockquote>
<p>Das Selbst ist wenig. Es ist nicht so, dass jede und jeder nun autonom und aus freien St&#252;cken die Aufgabe h&#228;tte sich selbst neu zu erfinden, und dazu in der Lage w&#228;re. In den folgenden Ausf&#252;hrungen geht Lyotard darauf ein, dass das Selbst als eine Art Knotenpunkt im Netz der sozialen Verbindungen verstanden werden k&#246;nne. </p>
<p>Er erl&#228;utert diese Gedanken im Bild der Sprachspiele. Beim Selbst handelt es sich um einen Knotenpunkt im Kommunikationskreislauf. Durch die Kommunikation in die das Selbst eingebunden ist, wird es st&#228;ndig dazu herausgefordert eine neue Position einzunehmen, sich zu ver&#228;ndern. Dies ist eine Andeutung der Annahme einer beweglichen Identit&#228;t, die in dynamischem Austausch mit dem jeweiligen Umfeld steht, und nicht mehr statisch wahrgenommen werden kann. Auf der anderen Seite ist es jedoch auch eine Betonung der sozialen, relationalen Komponente der Identit&#228;t, also des Selbst. Das Individuum erfindet sich daher nicht st&#228;ndig autonom neu, sondern befindet sich in der sozialen Dynamik, die eine st&#228;ndige Neubestimmung mit sich bringt. </p>
<p>Mit der Andeutung des ersten Gedankens aus dem Impulsreferat m&#246;chte ich auch schon diesen Eintrag beenden. F&#252;r mich wird in diesem ersten Gedanken die gemeinsame Feier des Todes des autonomen Selbst in der Weise deutlich, dass eine relationale Sicht des Individuums, eine Sicht auf die sozialen Zusammenh&#228;nge er&#246;ffnet, in den sich das Selbst befindet. Verstanden als Knotenpunkt im Kommunikationsnetz wird sowohl die Dynamik der Identit&#228;t angedeutet, als auch seine Verwobenheit in die Kommunikationsvorg&#228;nge des Umfeldes. Das Selbst wird demnach weder durch eine gro&#223;e Erz&#228;hlung getragen, noch ist es eine Art biologische Grundlage, die das gesamte Leben unver&#228;nderlich ist.</p>
<p>In einem n&#228;chste Eintrag m&#246;chte ich kurz auf das Ideal des autonomen Selbst eingehen, und eine m&#246;gliche erweiternde Perspektive beschreiben. </p>
<p><small>Quellen:<br />
Stanley J. Grenz, The Social God and the Relational Self (Louisville, London, Leiden: Westminster John Knox, 2001).<br />
Jean-François Lyotard, Das postmoderne Wissen (Graz, Wien: B&#246;hlau, 1986).</small></p>
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		<title>Kann Spuren von Gott enthalten</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 09:28:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>depone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inkarnation]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Hinweis, dass ein gewisses Produkt Spuren von beispielsweise N&#252;ssen enthalten kann, kennen wir alle. Er findet sich auf den Verpackungen von nahezu allem Essbaren, und richtet sich wohl an all diejenigen, die beispielsweise auf N&#252;sse nicht gerade positiv reagieren.
Im Treffen der Hausgemeinschaft gestern Abend, haben wir uns in f&#246;hlicher Leichtigkeit &#252;ber die Losung unterhalten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Hinweis, dass ein gewisses Produkt Spuren von beispielsweise N&#252;ssen enthalten kann, kennen wir alle. Er findet sich auf den Verpackungen von nahezu allem Essbaren, und richtet sich wohl an all diejenigen, die beispielsweise auf N&#252;sse nicht gerade positiv reagieren.</p>
<p>Im Treffen der Hausgemeinschaft gestern Abend, haben wir uns in f&#246;hlicher Leichtigkeit &#252;ber die Losung unterhalten. Gestern handelte sowohl die Losung als auch der Lehrtext von der Sch&#246;pfung. In diesen Versen wurde die Annahme einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Creatio_ex_nihilo" title="Link zum Creatio-ex-Nihilio-Artikel in der Wikipedia">Sch&#246;pfung aus dem Nichts</a> laut. Diese Annahme vermischten wir etwas mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Panentheismus" title="Link zum Panantheismus-Artikel in der Wikipedia">panentheistischen Gedanken</a> und kamen dabei auf einen Hinweis, der wie folgt lauten k&#246;nnte:</p>
<blockquote><p>Die Welt<br />
Kann Spuren von Gott enthalten.</p></blockquote>
<p>Wir haben dann dar&#252;ber gewitzelt, ob dieser Hinweis sich nun st&#228;rker an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus" title="Link zum Atheismus-Artikel in der Wikipedia">Atheisten</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus" title="Link zum Agnostizismus-Artikel in der Wikipedia">Agnostiker</a> richtet, vielleicht aber, richtet er sich an alle. Die Welt, das Leben (und damit alle Lebewesen) und unser Umfeld kann Spuren von Gott enthalten. </p>
<p>Mit diesem Hinweis gr&#252;&#223;e ich zum Wochen- und Monatsbeginn, und lade ein, die M&#246;glichkeit auf Spuren Gottes zu stossen, zu begr&#252;&#223;en.</p>
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		<title>Schuldenerlass als Chance</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 16:47:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>depone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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Bild einer Zeltstadt in Haiti. Photo: United Nations Developement Programme (CC)
Momentan wird viel &#252;ber Haiti geschrieben und gesprochen. Die katastrophalen Auswirkungen des Erdbebens machen mich sprachlos, sehr traurig und irgendwie hilflos w&#252;tend, da es in Haiti wieder einmal sehr arme und auch ausgegrenzte Menschen waren, die von der Naturkatastrophe getroffen wurden. Eine ganze Weile lang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/37913760@N03/4274634444/" title="photo sharing"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4030/4274634444_58f640fe24.jpg" class="flickr-photo" alt="Zeltstadt in Haiti / Creative Commone: United Nations Developement Programme" width="430px" /></a><br />
<small>Bild einer Zeltstadt in Haiti. Photo: <a href="http://www.flickr.com/photos/37913760@N03/" title="UNDP auf flickr" >United Nations Developement Programme</a> (CC)</small></p>
<p>Momentan wird viel &#252;ber Haiti geschrieben und gesprochen. Die katastrophalen Auswirkungen des Erdbebens machen mich sprachlos, sehr traurig und irgendwie hilflos w&#252;tend, da es in Haiti wieder einmal sehr arme und auch ausgegrenzte Menschen waren, die von der Naturkatastrophe getroffen wurden. Eine ganze Weile lang habe ich nichts dazu geschrieben, und auch recht wenig zu dieser Naturkatastrophe gesagt. Mein Mitgef&#252;hl gilt allen Betroffenen. </p>
<p>Meiner Ansicht nach ist es wichtig durch Spenden die Hilfe f&#252;r die Betroffenen zu unterst&#252;tzen. Neben dem Spenden, das viele als einzige M&#246;glichkeit sehen, in der wir helfen k&#246;nnen, m&#246;chte ich jedoch weder das Gebet f&#252;r die Betroffenen ausklammern, noch die Frage nach strukturellen Gegebenheiten, die Grundlage der Armut in Haiti zu sein scheinen.</p>
<p>In der <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-01/haiti-hintergrund?page=all" title="ZEIT-online. Haiti: Ein Staat ohne demokratische Wurzeln" > ZEIT wird Haiti als gescheiterter Staat bezeichnet</a>. Der Titel legt nahe, dass Haiti niemals demokratische Wurzeln besa&#223;, und unterst&#252;tzt auf diese Weise die unterschwellige Annahme vieler, dass die Haitianer irgendwie selbst an ihrer Armut schuld sind. Auch wenn ich diese Annahme so nicht teile, halte ich den Artikel f&#252;r Lesenswert, da er uns zumindest etwas die Augen daf&#252;r &#246;ffnet wie es den Bewohnern des Landes geht.</p>
<p>Meine Andeutung, dass ich die Annahme nicht teile, Haiti habe keine demokratischen Wurzeln, wird durch eine Rezension gen&#228;hrt, die Zizek zum Buch »Damming the Flood: Haiti, Aristide and the Politics of Containment« von Peter Hallward geschrieben hat. Diese Rezension ist unter dem Titel <a href="http://www.newstatesman.com/books/2008/08/haiti-aristide-lavalas" title="newstatesman: democracy versus the people" >»Democracy versus the people« im NewStatesman</a> erschienen. In diesem (umstrittenen) Buch schreibt Hallward &#252;ber die geschichtlichen Entwicklungen Haitis. Seine Ausf&#252;hrungen beginnt er mit der eindr&#252;cklichen Revolution gegen den Sklavenhandel, und der daraus resultierenden Unabh&#228;ngigkeit Haitis von Frankreich 1804. Nach Ansicht Hallwards trug in der Folgezeit der Westen dazu bei Haiti schwach zu halten, um die revolution&#228;ren Kr&#228;fte auch in anderen L&#228;ndern zu unterdr&#252;cken. In Haiti kam es immer wieder zu massiven Ausschreitungen und tiefen Spaltungen innerhalb der Bev&#246;lkerung. Und ja, der Staat gilt als gescheiterter Staat. Vielleicht hilft uns jedoch eine Besch&#228;ftigung mit der Geschichte Haitis, bspw. die milit&#228;rische Intervention 2004, die schlie&#223;lich Aristide ins Exil f&#252;hrte. Dieser hatte zuvor eine Resolution auf den Weg gebracht, in der er Frankreich aufforderte Reparationen zu bezahlen. Interessanterweise wurde diese Resolution von der Nachfolgeregierung als erste Amtshandlung gekippt. Ich wei&#223; es handelt sich hierbei um umstrittene Ansichten, und es gibt weitere Aspekte der Geschichte, die zu bedenken sind. Mir erscheint es jedoch wichtig, neben den Forderungen um Spenden, auch konkret &#252;ber eine Verbesserung der Gesamtsituation Haitis nachzudenken und dementsprechend zu handeln.</p>
<p>In den <a href="http://www.dradio.de/nachrichten/201001191400/2" title="dradio.de Nachrichtenmeldung" >Nachrichten</a> wurde heute gesagt, dass der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pariser_Club" title="Wikipedia: Pariser Club" >Pariser Club</a> einen Schuldenerlass f&#252;r Haiti fordert. <a href="http://www.one.org/de/mitmachen/haiti/" title="one.org - mitmachen - Haiti" >Eine dazu passende Petition findet sich bei ONE. Bitte zeichne diese Petition mit!</a> Meiner Ansicht nach w&#228;re ein Schuldenerlass ein erster Schritt in die Richtung Haiti eine Chance zu geben. Neben der Beruhigung des Landes durch Blauhelme, m&#252;sste meiner Ansicht nach dann weiteres Engagement zur Selbsthilfe der Haitianer geleistet werden. Dieses Engagement s&#228;he im Idealfall so aus, dass wir nicht erwarten Haiti w&#252;rde eine „westlich kapitalistische Demokratie“, sondern in der Unterst&#252;tzung der demokratischen Kr&#228;fte Haitis, so dass das Land eine Zukunft hat.</p>
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		<title>Wahrheit im Dialog</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 15:22:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>depone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als ich vor gut zwei Wochen die Frage »Wozu Weltethos?« las, dachte ich, es gibt nur eine Person, von der ich mir Antworten darauf w&#252;nsche, Hans K&#252;ng. Diese Frage in einer T&#252;binger Buchhandlung zu lesen, war mein Vorteil, denn dadurch konnte ich die Antworten (in Buchform) direkt mit nach Hause nehmen. Nun lese ich ab [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich vor gut zwei Wochen die Frage <a href="http://www.amazon.de/Wozu-Weltethos-Gespr&#228;ch-J&#252;rgen-Hoeren/dp/3451057972/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1263050439&#038;sr=8-1" title="Wozu Weltethos bei Amazon.de (affiliate)" >»Wozu Weltethos?«</a> las, dachte ich, es gibt nur eine Person, von der ich mir Antworten darauf w&#252;nsche, Hans K&#252;ng. Diese Frage in einer T&#252;binger Buchhandlung zu lesen, war mein Vorteil, denn dadurch konnte ich die Antworten (in Buchform) direkt mit nach Hause nehmen. Nun lese ich ab und an in dem Buch, und finde dieses in bestem Sinne anregend. Wie der Titel des Eintrages schon verr&#228;t, greife ich nun einige Aspekte aus einer Antwort K&#252;ngs auf, in der er &#252;ber Wahrheit und Dialog spricht.</p>
<p>Seiner Ansicht nach kann keine Religion oder Weltanschauung behaupten, alleine die Wahrheit zu haben. Es ist jedoch genauso unm&#246;glich, der Wahrheitsfrage keine Bedeutung mehr einzur&#228;umen, und davon auszugehen, »dass die Wahrheit irgendwie verteilt ist, dass es also v&#246;llig indifferent ist, wie ich mich dazu verhalte« <small>(24)</small>. Nach diesen grundlegenden Aussagen stellt er seinen Ansatz vor, der von drei Dimensionen ausgeht:</p>
<p><strong>1. Die pers&#246;nliche Perspektive</strong><br />
Die erste Dimension  ist gepr&#228;gt von der pers&#246;nlichen Perspektive jedes Dialogteilnehmers. Jeder hat f&#252;r sich eine „Wahrheit“ gefunden, eine Antwort auf die Sinnfrage. F&#252;r K&#252;ng findet sich diese Antwort im christlichen Glauben und in Jesus Christus, den er in Anlehnung an das Johannes-Evangelium (Joh 14) als den Weg, die Wahrheit und das Leben bezeichnet.</p>
<p><strong>2. Die Perspektive jeder Religion</strong><br />
Die zweite Dimension besteht aus der Anerkennung der Perspektive der Religionen und Weltanschauungen. Jede Religion h&#228;lt ihre „Wahrheit“, also ihre Antwort auf die Sinnfrage, f&#252;r richtig und wichtig. Diese Antworten beziehen sich jedoch nie ausschlie&#223;lich auf ein bestimmte Theorie, sondern haben Auswirkungen auf die Lebensgestaltung. »Es geht ja nicht nur um wahre Erkenntnis, sondern auch um richtiges Handeln. Es geht nicht nur um Doktrinen, sondern auch um Ethos.« <small>(25)</small></p>
<p>Auf die Frage wie diese beiden ersten Dimensionen zusammengebracht werden k&#246;nnen antwortet er folgenderma&#223;en:</p>
<blockquote><p>»Zun&#228;chst einmal ist Respekt die wichtigste Grundtugend. Ich muss respektieren, dass der andere anders ist. Dazu muss Verst&#228;ndnis kommen. Ich muss versuchen, den anderen besser zu verstehen. Wie auch der andere, wenn ich  versuche, ihn besser zu verstehen, mich besser versteht. So werden wir mit der Zeit viele Gemeinsamkeiten feststellen.« <small>(25)</small></p></blockquote>
<p>Es ist, in den Augen K&#252;ngs, demnach m&#246;glich, von seiner eigenen Position &#252;berzeugt zu sein, und dennoch offen f&#252;r die Weltanschauung und die Kritik des anderen zu sein. </p>
<p><strong>3. St&#252;ckweise Erkenntnis</strong><br />
In der dritten Dimension steht die Annahme unvollkommener und st&#252;ckweiser Erkenntnis im Zentrum:</p>
<blockquote><p>»Wir k&#246;nnen hier und heute nicht dar&#252;ber befinden, wo letztlich die Wahrheit liegt. Wir befinden uns alle auf dem Weg. [...] Wir gehen der Vollendung erst entgegen, und die Wahrheit, wie sie wirklich ist, wird erst am Ende offenbar werden. Uns er&#246;ffnet sich sozusagen nur ein kleiner Spalt.« <small>(26)</small></p></blockquote>
<p>Diese Annahme ernst zu nehmen, bewahrt sowohl vor der Annahme selbst schon alles begriffen zu haben, die Wahrheit also zu besitzen, als auch vor der Verachtung des Gegen&#252;bers, dessen Sichtweise aus den eigenen Augen „defizit&#228;r“ erscheint. Den Begriff „defizit&#228;r“ verwendet K&#252;ng als Seitenhieb auf das offizielle Lehrdokument »Dominus Jesus« der r&#246;misch-katholischen Kirche. »Defizit&#228;r sind wir alle &#8211; bis wir so erkennen, wie wir selbst von Gott erkannt sind&#8230;« <small>(27)</small>.</p>
<p><strong>Dialog als kontinuierlicher Prozess</strong><br />
K&#252;ng lebt den Dialog in diesen drei Dimensionen. Er versteht diese Art des Dialogs als kontinuierlichen Prozess, in dem sich Vertiefung ereignet, und sieht in ihm eine M&#246;glichkeit gro&#223;e Fortschritte in der Verst&#228;ndigung zu erleben.</p>
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		<title>Frohe Weihnachten!</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 11:59:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>depone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ich w&#252;nsch euch, ihr Leserinnen und Leser meines Blogs, frohe Weihnachten. Vielen Dank, dass ihr hier lest und euch einbringt. Ich freue mich sehr auf diese Weise mit euch verbunden zu sein und eine Menge Gedankenanst&#246;sse durch eure Kommentare zu bekommen.
An diesem Weihnachten m&#246;chte ich darauf achten in den Augen meiner Mitmenschen die Spuren Gottes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/depone/4210201829/" title="Frohe Weihnachten! by depone, on Flickr"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2593/4210201829_149fce4ac7.jpg" width="430" height="419" alt="Frohe Weihnachten!" /></a></p>
<p>Ich w&#252;nsch euch, ihr Leserinnen und Leser meines Blogs, frohe Weihnachten. Vielen Dank, dass ihr hier lest und euch einbringt. Ich freue mich sehr auf diese Weise mit euch verbunden zu sein und eine Menge Gedankenanst&#246;sse durch eure Kommentare zu bekommen.</p>
<p>An diesem Weihnachten m&#246;chte ich darauf achten in den Augen meiner Mitmenschen die Spuren Gottes wahrzunehmen. Er kam auf diese Welt, daran denken manche von uns in diesen Tagen. Dieses Kommen Gottes hat f&#252;r mich auch darum eine wichtige Bedeutung, da es zutiefst die Hinwendung Gottes an seine Sch&#246;pfung und uns Menschen zeigt. Er l&#228;dt uns ein in seine Gemeinschaft zu kommen und gemeinsam mit ihm hier und jetzt zu leben. Und irgendwie, auf geheimnisvolle Weise ist er auch hier. Einige weise Denker sprechen davon, dass wir in der Begegnung untereinander dieser geheimnisvollen Gemeinschaft begegnen. Und genau darauf m&#246;chte ich achten und lade euch ein dies auch zu tun.</p>
<p>In diesem Sinne w&#252;nsche ich euch sch&#246;ne Festtage und gute Begegnungen. </p>
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		<title>Weihnachten</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 22:35:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>depone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist wieder soweit, Weihnachtszeit. Und wie in jedem Jahr, so stelle ich auch dieses Jahr fest, dass ich ein gespaltenes Verh&#228;ltnis zu diesem Fest habe. Auf der einen Seite handelt es sich bei Weihnachten ja um eines der wichtigen Feste der Christenheit. Wir gedenken der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus &#8211; die auch in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist wieder soweit, Weihnachtszeit. Und wie in jedem Jahr, so stelle ich auch dieses Jahr fest, dass ich ein gespaltenes Verh&#228;ltnis zu diesem Fest habe. Auf der einen Seite handelt es sich bei Weihnachten ja um eines der wichtigen Feste der Christenheit. Wir gedenken der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus &#8211; die auch in meiner Theologie eine sehr wichtige Rolle spielt. Auf der anderen Seite st&#246;rt mich der ganze Kitsch, die Krippen, Geschenke, der Rummel &#8211; gleichzeitig aber auch all diejenigen die immer nach dem tiefen Sinn der Festtage fragen und gerne ein puristisches Gedenkfest begehen w&#252;rden. In all die wirren Gef&#252;hle, die sich, dank des Alltags der in der Adventszeit selten langsamer wird, im Hintergrund aufhalten, wecken meine Kinder auch diese Faszination »Weihnacht« in mir. Jeden Morgen gespannt zu sein was sich im Adventskalender finden wird, und es kaum erwarten zu k&#246;nnen bis endlich Weihnachten ist, ein Weihnachtsbaum im Wohnzimmer steht und die Geschenke darunter bereit liegen. Und so sitze ich nun am Abend vor dem 24. hier und denke nach und tippe diese spontanen Gedanken hier in mein Blog.</p>
<p>Ja, Weihnachten ist eine kommerzielle Veranstaltung. Mit Damien Rice’ »We&#8217;ll call it Christmas when the adverts begin« k&#246;nnten wir den Anfang der Saison an den ersten Weihnachtsm&#228;nnern Ende August erahnen. Das Anbrechen der letzten Stunden bis zum Fest,  machen wir dann an den Angeboten »wir liefern garantiert bis Weihnachten« fest. Ich finde &#8211; mittlerweile &#8211; das Schenken nicht mehr schlimm, sicher habe ich manche Vorbehalte, aber hier haben mir die Kinder das Staunen gelehrt, &#252;ber sch&#246;ne Geschenke freut sich wohl jeder.</p>
<p>Viel schlimmer finde ich die Krippen &#252;berall. Diese Romantisierung der Geburt. Als w&#228;re Jesus in irgendeinem Stall auf die Welt gekommen. Ist es nicht viel wahrscheinlicher dass Maria und Joseph nicht von Herberge zu Herberge tingelten, in denen keine Zimmer frei waren. Wie viele Herbergen oder Hotels soll es damals in einem Dorf denn gegeben haben? Und hatten sie &#252;berhaupt danach gesucht?  Dank der Volksz&#228;hlung waren sie ja zu ihrer Verwandtschaft unterwegs. Wenn Zimmer belegt waren, dann waren es eher die G&#228;stezimmer, die guten Stuben der Verwandten, in denen schon andere Familien &#252;bergangsweise wohnten. Schlie&#223;lich kamen Maria und Jospeh in der Wohnung eines Verwandten unter. In der Wohnung, nicht im Stall. Nat&#252;rlich wohnten hier auch die Tiere, deswegen gab es eine Futterstelle. In Ermangelung eines Babybettchens wurde Jesus vielleicht in eine solche Futterstelle f&#252;r die Tiere gelegt. Achso, und dieser Jesus &#252;ber den ich hier schreibe war sicher weder Westeurop&#228;er noch Amerikaner, er hatte wohl auch keine blonden Locken &#8211; und so schlimm es klingen mag &#8211; auch keinen Heiligenschein. Sicher, er war ein s&#252;&#223;es Baby, wie jedes Baby auf seine Weise s&#252;&#223; ist, aber er hat wohl auch geschrien, die Windeln gef&#252;llt, und musste sich an dieses Menschenleben gew&#246;hnen, wie jeder das am Anfang seines Lebens tut. Deswegen meine Bitte, rangiert die Krippen aus. Und das »Christkind« gleich mit. Verwendet das Stroh f&#252;r die Osternester und &#252;berlegt wie es denkbar w&#228;re, dass dieser Jesus in einer &#8211; f&#252;r damalige Zeit &#8211; normalen Wohnung auf die Welt kam. Einer Hausgeburt in der Wohnung von Verwandten wird das wohl am &#228;hnlichsten gesehen haben. Als Wohnk&#252;chen noch &#252;blich waren, h&#228;tte man sich Jesus auf einem Kissen im Sp&#252;lbecken vorstellen k&#246;nnen, dies w&#252;rde den selben Zweck erf&#252;llen wie eine Krippe damals. Wo w&#252;rden wir ihn heute hinlegen? Vielleicht auf ein Sofa, umgeben von einer Decke, so dass er nicht auf den Boden f&#228;llt?</p>
<p>Und so ist Weihnachten, und zwar genauso, wie es tats&#228;chlich als Familienfest gefeiert wird, eventuell recht nah an der Situation in der Maria und Joseph damals waren. Viele in meinem Umfeld reisen &#252;ber Weihnachten zu ihren Eltern und Verwandten, wie Maria und Joseph. Man trifft sich, hat sich einiges zu erz&#228;hlen, freut sich aneinander, entdeckt die alten Macken wieder und umschifft die ein oder andere Spannung mehr oder weniger erfolgreich. Und hat auch einiges zu erledigen. Familie eben. Begegnungen finden statt. Normale Menschen sitzen um Tische, unterhalten sich, spielen miteinander, essen. Und ja, da war noch etwas. Die Geschenke. Einige wollen anderen eine Freude machen, haben etwas besorgt, gebastelt. Weihnachten, die ganz normalen menschlichen Festtage mit gutem Essen liegen vor uns. Und vielleicht ist dieses weltliche Weihnachtsfest, ein Fest der Begegnung, in all dem Trubel und ohne den religi&#246;sen Kitsch, eine gute Gelegenheit zwischendurch an die Geburt dieses einen Menschen zu denken. Und dann, dann wenden wir uns wieder unseren Familien, Verwandten und Freunden zu und feiern.</p>
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		<title>FROH! Die Winterausgabe</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 19:45:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>depone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Winterausgabe der FROH! mit dem Titel »Still« kam schon vor einer ganzen Weile bei mir an. Bereits beim ersten durchsehen war ich wieder sehr angetan vom Satz der Zeitschrift, der Liebe zum Detail und der Schlichtheit ihrer Gestaltung. Da ich nicht ohne zu lesen etwas schreiben wollte musste dieser Eintrag bis heute warten, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://frohmagazin.de/" title="frohmagazin.de" ><img src="http://danielehniss.de/up/FROH_Nummer2.jpg" alt="Cover der FROH! Still" width="220" height="283" class="alignleft" /></a>Die Winterausgabe der <a href="http://frohmagazin.de/" title="frohmagazin.de" >FROH!</a> mit dem Titel »Still« kam schon <a href="http://depone.posterous.com/einblicke-in-das-neue-frohmag-still" title="Bilder von ihrer Ankunft in meinen RANDBEMERKUNGEN" >vor einer ganzen Weile bei mir an</a>. Bereits beim ersten durchsehen war ich wieder sehr angetan vom Satz der Zeitschrift, der Liebe zum Detail und der Schlichtheit ihrer Gestaltung. Da ich nicht ohne zu lesen etwas schreiben wollte musste dieser Eintrag bis heute warten, aber das Warten hat sich gelohnt. </p>
<p>Im Editorial bringen die Herausgeber die Wirkung des Magazins meiner Ansicht nach sehr gut auf den Punkt, weshalb ich einen Absatz daraus zitieren m&#246;chte:</p>
<blockquote><p>Eigentlich kann man ein Magazin nur lesen und betrachten. Man kann darin bl&#228;ttern und sich daran satt sehen. Aber wenn man ganz leise ist, und sein Ohr auf das Papier legt, h&#246;rt man Stimmen, die Geschichten erz&#228;hlen, und Orte, die in der Ferne rauschen. Man h&#246;rt den Nachhall eines Satzes, der die Wei&#223;r&#228;ume zum Schwingen bringt, und das leise Tropfen von Erinnerungen, die noch nicht ganz getrocknet sind.</p>
<p>Unsere Winterausgabe ist ein sehr stilles Heft geworden, eines f&#252;r das der Leser selbst still werden muss, um nichts zu &#252;berh&#246;ren. Im Arbeitsprozess haben wir alle Regler auf null gedreht: Wir haben &#252;ber weite Strecken auf Farben verzichtet und dem Heft zus&#228;tzliche 16 Seiten spendiert. Um mehr Platz f&#252;r leere R&#228;ume zu haben.</p></blockquote>
<p>Die Aufforderung still zu werden, die hier im Editorial formuliert wurde ist meiner Ansicht nach jedoch nichts, dass die Leserin oder der Leser vor Beginn der Lekt&#252;re tun muss. Durch die Wei&#223;r&#228;ume, das besondere Papier und die sorgf&#228;ltig geschriebenen und Ausgew&#228;hlten Artikel stellt sich die Stille, zumindest in meinem Fall, von alleine ein. Letzten Samstag sa&#223; ich nach einem langen Arbeitstag im Zug. Neben mir ein Kaffee und in den H&#228;nden die FROH! Ich freute mich an dem Papier, dem Druck und der Gestaltung. Mit jedem Artikel den ich las kehrte etwas mehr Stille ein. In diesem Sinne war die stille FROH! das Beste was mir auf meinem Nachhauseweg passieren konnte.</p>
<p>Auch dieses Mal m&#246;chte ich etwas davon erw&#228;hnen was mir an diesem Magazin besonders gefallen hat. Die ersten Seiten, von denen ich eine auch <a href="http://depone.posterous.com/einblicke-in-das-neue-frohmag-still" title="Bilder von ihrer Ankunft in meinen RANDBEMERKUNGEN" >hier fotografiert habe</a>, er&#246;ffnen die Ausgabe perfekt. Das Zweite was mir aufgefallen ist, sind die Portraits der Personen die zu Beginn des Heftes vorgestellt werden. Diese schlichten Portraits haben meiner Ansicht nach eine sehr starke Aussagekraft, vielleicht gerade durch die Reduktion der Farben und der weichen Linien. Und dann m&#246;chte ich noch die Bilder von Donata Wenders erw&#228;hnen. Mit extra Wei&#223;raum und gekonnt angeordnet entfalten sie ihre ganze Wirkung. Mir gef&#228;llt auch wie Donata ihre Art zu fotografieren mit einem Dialog vergleicht und dass ihre Bilder eine Atmosph&#228;re der Vertrautheit ausstrahlen. </p>
<p>Bevor ich euch den Kauf des Magazins empfehlen werde, m&#246;chte ich nach dem Klick noch auf das Schweigefuchs-Origami hinweisen. <span id="more-1154"></span></p>
<p>Falls ihr euch an den Feiertagen eine Origamiaufgabe w&#252;nscht um etwas mehr Stille zu erleben findet ihr hier eine nette Anleitung f&#252;r einen Schweigefuchs:   </p>
<p><object width="430" height="267"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/lLrJeQIsnrQ&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/lLrJeQIsnrQ&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" width="430" height="267" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Und nun am Ende des Eintrags noch meine direkt <a href="http://frohmagazin.de/" title="frohmagazin.de" >ausgesprochene Kaufempfehlung</a>. Ihr werdet es nicht bereuen dieses werbefreie Magazin in H&#228;nden zu halten, das verspreche ich.</p>
<p>_ </p>
<p><small>Nat&#252;rlich bin ich befangen da Freunde von mir an dem Magazin beteiligt sind und sich in dieses Projekt investieren, vielleicht auch deswegen so sehr daf&#252;r, nichtsdestotrotz kenne ich kein Magazin das ich in &#228;hnlicher Weise als gelungen empfinde.</small></p>
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