Janelle Monáe – PYNK

Janelle Monáe – PYNKJanelle Monáe – PYNK [Official Video, feat. Grimes]

Janelle Monáe veröffentlichte mit PYNK kürzlich eine weitere Single ihres kommenden Albums ›Dirty Computer‹.

Die Musik des Stücks gefällt mir sehr gut, das Thema und die Umsetzung davon im Video finde ich herausragend. Die Selbstverständlichkeit mit der Monáe, Grimes und die Anderen das Leben und ihre Sexualität feiern, begeistert mich. Diese Art von Sexpositivismus wünsche ich mir noch viel mehr im Pop, sowohl für uns Elteren als auch für die Heranwachsenden.

Unserer Gesellschaft tut eine gute Portion des Selbstbewusstseins, das jede Pore dieses Stücks atmet, sehr gut. »’Cause boy it’s cool if you got blue – We got the pink!«

Time For Love

Time For Love ist ein Gedicht das Homophobie in der modernen Gesellschaft thematisiert und dabei auch das Konzept von Normalität eindrücklich in Frage stellt.

Time for Love – BBC SocialTime For Love – BBC The Social (watch on YouTube)

Traurig zu sehen, wie das Konzept von Normalität immer noch Liebende mit solchen Gedanken, Scham und dem Gefühl nicht dazu zu gehören konfrontiert. Es ist höchste Zeit für Liebe!

Auf das Gedicht wurde ich durch diesen Tweet von @evaschulz aufmerksam.

Listener live erleben

Heute Abend spielen Listener im Jubez in Karlsruhe. Die Musik ihres aktuellen Albums ›Being Empty, Being Filled‹ hat sich meiner Ansicht nach in eine gute Richtung weiter entwickelt. Was beispielsweise in Love Letter To Detroit hörbar wird, das Video kannst Du direkt hier ansehen:

Dan Smith in the Video for Love Letter To Detroit by ListenerListener – Love Letter To Detroit (Watch on YouTube)

Live sind Listener auf jeden Fall ein Erlebnis, weshalb ich heute Abend ins Jubez gehen werde. Falls Du in der Umgebung von Darmstadt oder Hamburg lebst, hast Du in den nächsten Tagen noch die Gelegenheit ein Konzert der sympathischen Herren zu besuchen.

Black Panther

Am vergangenen Samstag waren der Boi und ich das erste Mal zur Abendvorstellung im Kino. Nachdem mir bewusst geworden war, dass er mittlerweile so alt ist mit mir gemeinsam Black Panther im Kino zu sehen, bat ich ihn mich in den Film zu begleiten. Wir genossen ihn von der ersten Minute an und verließen das Kino total begeistert.

Als Person, deren Leben stärker von Musik als von Graphic Novels geprägt ist, erfuhr ich von Black Panther über das grandiose Album von Kendrick Lamar, das begleitend zum Film erschienen war. Obwohl ich es schon etliche Male gehört hatte, gewann es nach dem Kinoerlebnis nochmals an Tiefe.

Black Panther, Official Trailer

Für mich erschien das Aufgreifen unterschiedliche Ansätze der Ermächtigung von Unterdrückten als wichtigstes Thema des Films. T’Challa, der Thronfolger von Wakanda, setzt sich auf die Empfehlung von Nakia für eine lebenswerte Welt und eine gerechtere Zukunft durch Empowerment ein. Erik, sein Cousin der als Waise in den USA aufgewachsen war und dadurch Teil einer benachteiligten Minderheit war, verfolgte einen anderen Ansatz, und war bereit mit Waffengewalt einen Umsturz herbeizuführen, und dadurch die Unterdrückung zu überwinden.

Erst im Laufe des Films beginnt T’Challa durch die Gespräche mit Nakia zu verstehen, dass seine Verantwortung als König von Wakanda nicht darin besteht sich nur um sein eigenes Volk zu kümmern und den eigenen Reichtum zu bewahren und zu schützen, sondern, dass es wichtig ist Wissen, Weisheit, Erfindungen und Rohstoffe mit der Weltgemeinschaft zu teilen, und somit zu einer gerechteren Welt beizutragen. Nakia hilft dem König dadurch, eine verantwortliche Vision zu entwickeln.

Der erste Auftritt von Shuri, der jüngeren Schwester von T’Challa, die sich selbstbewusst und frech über die Verhaltensregeln gegenüber dem König hinwegsetzte, führte dazu, dass wir sie fortan mehr als sympathisch fanden. In den darauf folgenden Szenen wurde dann deutlich, dass sie die entscheidende Erfinderin und Forscherin von Wakanda ist. Für mich ist sie im Film die Leitfigur des dargestellten Afrofuturismus. Erst durch ihre Erfindungen und ihre unkonventionellen Unterstützung ist der König in der Lage seine Aufgaben zu erledigen.

Okoye ist die Schlüsselfigur hinsichtlich des Weges von T’Challa in die Rolle des Thronfolgers. Sie erklärt ihm seine Aufgaben und rettet ihn bereits auf seiner ersten Mission. Als eine Dora Milaje, wie die Leibwache des Königs genannt wird, schützt sie von Anfang an das Leben des Königs. Für sie ist die ›Treue zum Thron‹ sehr wichtig, was sie nach der Machtergreifung von Erik ›Killmonger‹ Stevens zunächst dazu bringt ihm zu dienen. Im entscheidenden Kampf um die Thronfolge, führt sie die Dora Milaje jedoch wieder in den Dienst von T’Challa, und ist dabei bereit sich gegen ihren Partner W’Kabi zu stellen, und bringt ihn dazu aufzugeben.

Der Film ist, wie Isabelle Masado auf Twitter bemerkt, bemerkenswert frei von #malegaze. Der Film ist geprägt von starken Charakteren, bei denen es keine Hierarchie der Geschlechter gibt. Das Team der Ermächtigung handelt auf sehr gute Weise zusammen. Hier wird ein Film vorgelegt, der ohne die üblichen Rollenklischees auskommt und komplett auf sexualisierte Darstellung verzichtet. Ähnlich positiv nahm ich die Kampfszenen wahr. Mir scheint es, als dienen die Kampf- und Actionszenen dem Plot zu folgen, und kommen daher ohne überzogene Gewaltfantasien aus.

Für die Bedeutung des Films für ›Black America‹ finde ich den Artikel »Why ‘Black Panther’ Is a Defining Moment for Black America« von Carvell Wallace im Magazin der New York Times eindrücklich.

So macht Kino Spaß! Danke dafür.

Sprache und die Wahrnehmung der Menschheit

Antje Schrupp interveniert mit einem sehr guten Denkanstoss in die Diskussion zur Veränderung von Sprache. Ihrer Beobachtung nach stellt nicht so sehr die Sichtbarmachung von Frauen das Problem dar, sondern vielmehr die damit einhergehende Sichtbarmachung von Männern.

Das Problem am generischen Maskulinum ist nämlich in der Tat nicht, dass es Frauen nicht sichtbar machen und nicht benennen würde. Denn tatsächlich ist es nach diesem herkömmlichen Sprachverständnis ja möglich, Frauen sichtbar zu machen und zu benennen: Man muss an die Wörter nur ein „-in“ dranhängen. Was hingegen bei Verwendung eines generischen Maskulinums NICHT möglich ist, das ist die Sichbarmachung von Männern als spezifische Gruppe. Weil Bezeichnungen für Männer einfach identisch sind mit Bezeichnungen für Menschen.

Mit dem Feminismus ist aber genau dieses sprachliche Bedürfnis in die Welt gekommen. Wir bestreiten den Anspruch von Männern und Männlichkeit, das Allgemeine zu respräsentieren, und uns den Status des Partikularen zuzuweisen. Männer sind nur ein Teil der Menschheit, und zwar ein spezifischer Teil, der nicht den Anspruch erheben kann, für uns zu sprechen.

Durch eine tatsächliche Veränderung von Sprache und Kultur verlieren Männer den Anspruch immer angesprochen zu sein. Es wird dadurch sichtbar, dass Männer eben nur ein Teil der Menschheit sind, und eben nicht immer mitgemeint sind.

Für mich ist genau das aber in Tat sehr wichtig. Sprache und damit Kultur sollte in diese Richtung verändert werden. Bei der Veränderung von Sprache geht es – und deswegen wird die Diskussion zuweilen energisch geführt – nicht um Sprachkosmetik, sondern um eine Veränderung der Kultur und der Wahrnehmung der Menschheit an sich. Dementsprechend hält Antje den Vorschlag neutrale Begriffe genauso zu verwenden, wie Begriffe jeweils für Frauen und Männer.

Dieses kurze Aufgreifen der Intervention soll Euch nicht davon abhalten den gesamten Blogartikel »Sprache: Es geht nicht um das „Mitgemeintsein“ von Frauen« von Antje zu lesen.

Was ist ein starkes Kind?

»Ein starkes Kind ist ein gesundes Kind mit einem gesunden Selbstwertgefühl, der Fähigkeit zur Empathie, einem soliden Selbstvertrauen und einer gut entwickelten Reihe psychosozialer Fähigkeiten – ein Mensch, der sich der Liebe würdig fühlt, der selbstbewusst ist, ungezwungen mit anderen umgehen kann und der sich seiner Abhängigkeit von und Verbundenheit mit allen anderen Menschen bewusst ist.«

Jesper Juul, Leitwölfe sein: Liebevolle Führung in der Familie, Seite 171.

Bessere Ollies

depollie

In 2018 will ich meine Ollies verbessern. Ziel ist es, dass sie höher werden und das Skateboard an meinen Füßen bleibt. Heute folgte ich einem Rat und filmte meine Ollies um danach genauer sehen zu können was schon gut klappt und wo ich besser werden sollte.

Frühstückskaffee

Zum Fühstück gab es bei uns heute einen der Kaffees mit denen Benjamin Pozsgai bei der World Coffee Roasting Championship 2017 den dritten Platz belegt hat. Ein wunderbar fruchtiger Filterkaffee.

Bei diesem Kaffee handelt es sich um eine Mischung aus drei verschiedenen Kaffees. 80% Äthiopien Kochere, 20% Panama Esmeralda und einem natural aufbereiteten Kaffee aus China.

Unsere Portion habe ich nach folgendem Rezept zubereitet: 33g Kaffee, 500g Wasser. Das Wasser habe ich in 100g Portionen über jeweils 30 Sekunden verteilt aufgegossen.

Familie

»Im Großen und Ganzen kann man sich eine Familie als einen Raum vorstellen, in dem jedes Familienmitglied so viel wie möglich von dem bekommt, was es für die bestmögliche Qualität seines Lebens braucht – und so wenig wie möglich von dem, was nicht gut dafür ist.«

Jesper Juul, Leitwölfe sein: Liebevolle Führung in der Familie, 24f.