Eine Kerze, die den Weg zeigt / A candle to light the way

Den Gedanken von Gestern, mit Geschichten die Kontrolle aus der Hand zu geben, habe ich heute in der Weise weiter Gedacht, dass man anstatt Antworten zu geben besser Fragen stellt.

Medefind and Lokkesmoe schreiben in ihrem Buch „The Revolutionary Communicator“ darüber, dass wir durch unseren Wunsch Menschen zu schnellen Ergebnissen zu führen den Weg mit Hilfe eines Flutlichtes ausleuchten, in dem wir fertige Antworten präsentieren. Würden wir Fragen stellen, wäre es den Menschen im ersten Moment schwerer den Weg zu finden – wohl vergleichbar damit, mit einer Kerze einen Weg im Dunkeln zu finden, würde jedoch zu gefestigteren Ergebnissen führen.

Kann es sein, dass wir durch die Präsentation von fertigen Antworten, anstatt von Fragen, unmündige Menschen produziert haben? Was bringt uns dazu auf schnelle Ergebnisse aus zu sein?

Dazu ist mir gerade eingefallen, dass fast jeder, der in so genannten christlichen Kreisen aufgewachsen ist weiß, dass es nicht gut ist vor der Ehe Sex zu haben. Die Frage ist nur, wie viele davon es zum einen schaffen und zum anderen ein tieferes Verständnis und eine eigene Meinung dazu haben. Vielleicht würde es uns helfen, wieder mehr mit offenen Fragen zu leben, als mit schnellen Antworten. Dies würde uns dann jedoch auch herausfordern, wie eine Kerze während des Prozesses begleitend dabei zu sein, und nicht nach gegebener Antwort meinen eigenen Weg zu gehen.

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“Many of us are tempted to try to illuminate the way with a floodlight powered by our own blazing assertions. We want so badly to lead quickly and unambiguously to the answers we wish to provide. But our solution to the dimness might well have left those listeners blinded and recoiling, eyes shut tight against light for years. The candle, though perhaps thought a slow and stumbling process, often achieves far more.”
[Medefind, Jedd and Erik Lokkesmoe, The Revolutionary Communicator, 56]

These words really provoked my thinking. I asked myself because of what we are so keen on aiming on fast results? What brings us to thinking that we know the best way to live out specific parts? Why do we hinder people to find their own way to live a life of faith by dictating some form of religion on them? And I asked myself: what brought us to the point to disable people to be mature? – which in fact has been the very intention of preaching.

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