Gottesdienst: Lebenstraum

Am letzten Freitag hatten wir einen Gottesdienst, in dem wir uns mit unserem Lebenstraum beschäftigt haben. Der gemeinsamen Reise dieses Abends lagen Ausschnitte aus dem Leben Abrahams zu Grunde.

Mit Hilfe eines Meditationstextes begannen wir den Gottesdienst in dem wir uns Gottes Treue und Größe bewusst gemacht haben. Eine Kernaussage dieser Meditation ist:
Wir glauben, dass du Wunder tun kannst;
Aber auch wenn du es nicht tust, bleibst du Gott.

Das haben wir nach jedem gelesenen Abschnitt gemeinsam gesprochen.

Nach einer kurzen Einführung machten wir uns in kleinen Gruppen Gedanken zu Lebensträumen im Allgemeinen. Die Möglichkeit Bilder aus Zeitschriften auf Tonpapier zu kleben und mit Kommentaren zu versehen unterstützte unser Gespräch darüber welche Träume man für sein Leben haben kann.

Darauf folgte eine Geschichte über die Verheißungen, die Gott Abraham gab. Die Geschichte war aus der Perspektive Abrahams geschrieben und bezog sich auf das was in 1Mose 12-21 beschrieben wird. Die Verheißung eines Nachkommens wurde dabei am stärksten betont. Die Geschichte endete mit einer Beschreibung der Liebe Abrahams für seinen Sohn Isaak.

Nun bekam jeder ein kleines Päckchen mit Perlen, einem roten Faden und einer kleinen Beschreibung. Jetzt war Zeit, während man sich eine Gebetskette bastelte, über den persönlichen Lebenstraum nach zu denken. Dazu hatte jeder 5 Perlen zu einem Lebensbereich [Familie, Freundschaft, Beruf, Welt verändern, Freizeit/Hobbies]. Diese Unterteilung in bestimmte Lebensbereiche sollte es erleichtern nicht in allgemeinen Träumen zu schwelgen, sondern konkrete Gedanken zu Träumen und Wünschen in den einzelnen Bereichen zu einem Bild zusammen zu tragen…

Eine zweite Geschichte über die Prüfung Abrahams [1Mose 22] führte uns ins Nachdenken darüber, ob wir Gott auch vertrauen, wenn von den Träumen und Verheißungen nichts mehr zu bleiben scheint, und wir nur noch den roten Faden, das pure Leben, in der Hand halten.

Diese Geschichte war ebenfalls aus der Perspektive Abrahams geschrieben und führte uns die Härte dieser Prüfung vor Augen. Abraham war dazu aufgefordert seinen geliebten Sohn zu töten und Gott als Brandopfer dar zu bringen. Eine Zeit der schweigenden Meditation schloss sich daran an.

Danach sagte ich kurz etwas zum Ausgang der Prüfung und darüber, dass Gott uns in unserem Leben nicht über unsere Möglichkeiten hinaus prüft [1Korinther 10,13]. Unser Lebenstraum wird manchen Prüfungen begegnen, doch Gottes Treue besteht auch dann, wenn unser Leben ganz anders verläuft und aussieht, als wir es uns vorgestellt haben.

Wir schlossen den Abend mit einem Lied über Gottes Treue, einem Gebet und Segen.
when everything seems to vanish
there is a trade, a covenant
which gives me peace
in days of fear
it is your faithfulness

when everything gets insecure
and trust isn’t worthwhile any longer
i trust in you
and pin my hopes
in your faithfulness

Die Gebetskette ist dazu gedacht, dass wir auch noch zu Hause über unseren Lebenstraum meditieren können. Dadurch, dass die Perlen beweglich sind, sieht man immer wieder den roten Faden durch und kann sich fragen, ob man Gott auch noch dann vertrauen kann, wenn der Traum und die Wünsche nicht mehr da sind…
So kann die Gebetskette auch gleichzeitig zu einem Gegenstand werden, der uns in unserer Gebetszeit begleitet. Im Rahmen von Taktell haben wir die Möglichkeit für unsere Familie [Sonntag], unsere Freunde [Montag], unseren Arbeitsplatz [Mittwoch], unsere Stadt [Donnerstag], unsere Regierung [Freitag] und Nachrichten [Samstag] zu beten und dabei unsere Träume im jeweiligen Bereich zu meditieren.

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