Meaning-Making

Meine Gedanken im Bezug auf Gemeinde laufen sehr oft auf den Punkt hinaus, an dem ich mich frage, wie wir es schaffen als Gemeinschaft gemeinsam auf dem Weg zu sein. Dazu habe ich in den letzten Wochen kurze Posts wie diesen oder diesen geschrieben.

Immer wieder komme ich dann an einen Punkt, an dem mir auffällt wie wichtig es ist, dass wir nicht zwischen Priestern und Laien trennen. Natürlich klingt diese Aussage in manchen Ohren jetzt schon wieder ziemlich nach Klischee. Ich denke aber, dass es sich dabei um einen Knackpunkt handelt, der einiges in unserem Verständnis und unserer Realität von Gemeinde verändern kann.

Wenn wir aufhören zu denken, dass es Mittler zwischen uns und Gott gibt und anfangen so zu leben, dass wir Zugang zu Gott haben. Wenn wir aufhören Entscheidungen für andere zu treffen und gemeinsam den Weg der Entscheidungsfindung gehen. Wenn wir aufhören Programm für andere zu machen und gemeinsam Zeit verbringen. Kann sich einiges ändern.

Über den Begriff, der diesem Post den Titel gibt, bin ich öfters mal gestolpert. Er kommt in der Pädagogik, Psychologie, Ökonomie usw vor. Und soweit ich das verstanden habe, ist damit immer verbunden, dass gemeinsame Prozesse betont werden. Der Lehrer ist nicht mehr nur der, der frontal unterrichtet, sondern Lehrer und Schüler erarbeiten sich gemeinsam ein Stoffgebiet. Der Therapeut zeigt nicht den einzig gangbaren Weg auf, …

Können wir diesen Gedanken auch im Gemeindekontext weiter denken? Diese Frage stösst bei manchen an die Grenze des Vorstellbaren – kann diese Grenze überschritten werden?

Len Hjalmarson schreibt dazu im Bezug auf Leiterschaft folgendes:
“The meaning-making view assumes that people are naturally in motion, always doing something, and that they need, rather than motivation to act, frameworks within which their actions make sense.”
[auf Seite 10 von Kingdom Leadership in the Postmodern Era]

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