Die Schönheit des Komplexen

Was passiert mit einem Menschen, der viele Bücher liest und gefallen an komplexen Zusammenhängen findet? Mit dieser Frage sehe ich mich gerade öfters konfrontiert. Und bevor ich darüber schreibe wie eine solche Konfrontation aussehen kann, möchte ich natürlich darauf hinweisen, dass der Titel dieses Posts nicht von mir stammt sondern das Thema eines Blogs bezeichnet.

»Cool, dass es Menschen gibt, die so ein Buch mit Gewinn lesen können.« hat kürzlich ein Freund zu mir gesagt. Andere kommentieren auf Zitate, die mich inspirieren, dass diese so nichtssagend wären wie politische Reden… und da ist die Frage wieder…

Letzten Samstag war ich unterwegs um ein Seminar für Mitarbeiter des CVJM Karlsruhe zu machen und wieder taucht die Frage in meinem Kopf auf. In der Vorbereitung hatte ich mir Gedanken darüber gemacht, dass ich viele Punkte verkürzt darstellen würde und dass das Niveau vielleicht zu niedrig sein könnte, die Sache war dann jedoch, dass manche der Fragen, mit denen ich die Mitarbeiter in Reflektionszeiten geschickt hatte zu komplex und theoretisch waren.

Theologische Bücher, die den Anschein erweckten bewusst kompliziert geschrieben worden zu sein habe ich immer belächelt und nun stelle ich mir die Frage, ob ich mich langsam aber sicher zu einem „Fachidioten“ entwickle, der ohne es zu merken so redet und denkt, dass er nicht mehr ohne weiteres verstanden werden kann…

[Das Seminar war sehr cool und hat mir viel Spass gemacht. Ich denke auch, dass es ein paar Sachen bei Einigen angestoßen hat, aber die Sache, von der ich oben schreibe hat mich eben ins Nachdenken gebracht.]

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