Sünde, Konsequenz und Gnade

Wieder einmal in der Badischen Landesbibliothek sitzend stieß ich auf eine Aussage über Sünde, Konsequenz und Gnade, die meiner Ansicht nach diese drei Bereiche wunderbar auf den Punkt bringt:

»Sünde wird als ein Schuldigbleiben des Geforderten, Verfehlung nicht nur als Einzeltat, sondern als Haltung begriffen, die sich mit jedem erneuten Sichversagen verfestigt. Drängend ist jederzeit der Ruf zur Umkehr, lebensnotwendig der Gehorsam gegenüber ihm.

Gott ist kein starrer Vergelter und Rächer, sondern auch und mit Vorzug Liebe und Erbarmen. Das allein ermöglicht die Chance des Heils, denn der Mensch allein ist aus sich heraus, wie die persönliche Erfahrung lehrt und eine sorgsame Überprüfung der Vorgänge in der Menschenwelt zeigt, nicht imstande, den Weg Gottes zu gehen und ihm treu zu bleiben.

Dennoch besteht kein Grund, in Hoffnungslosigkeit zu verfallen, da der Herr aus göttlichem Erbarmen bereit ist, Gemeinschaft zu gewähren und in seiner Kraft sie auch zu ermöglichen. Sein Wort ist also zu beachten, seine Weisung zu befolgen.«

[Josef Schreiner, Jeremia, Die Neue Echter Bibel, Herausgegeben von Weihbischof Dr. Josef G. Plöger und Professor Dr. Josef Schreiner [Würzburg: Echter, 1981], 10f.]

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  1. […] – – – Vor etwa einem Jahr habe ich ein interessante Zitat zu Sünde, Konsequenz und Gnade gepostet. […]

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