Hallo Daniel,

humm ich denke jetzt mal du meinst mit ADS das Aufmerksamkeitsdefizitstörung – was für ein Wort. Im ersten kam in der letzen Zeit eine Reihe (ziemlich spät) über Autismus bzw. das Asperger-Syndrom. Sowohl bei ADS als auch bei Autismus, ist es interessant, dass die Personen in der Lage sind, außerordentliche Leistungen zu erbringen, wenn man sie so machen lässt, wie es ihrer Natur entspricht. Leider werden ja so genannte ‚abnorme Verhaltensweisen‘ oftmals korrigiert (z.B. wurden Linkshänder lange zu Rechtshändern umerzogen…).

Auf der anderen Seite gelingt es Menschen mit einer so genannten Verhaltensstörung ja oftmals nicht, sich vollständig in unsere Gesellschaft zu integrieren.

Bezüglich Videospiele denke ich, dass dieses Thema zurzeit überbewertet wird. In zwanzig Jahren oder so, ist das Thema so abgegriffen und Videospiele sind so selbstverständlich, dass keiner mehr darüber spricht.

Ich denke die zentralen Fragen sind nach wie vor:

• Woraus entsteht Kreativität – Aus Fantasie, Leidenschaft und Ausdauer.

D.h. wenn ich zwar Inhalte eines Videospiels schnell umsetzen kann, ich aber nicht die nötige Kreativität entwickeln kann, um Neues schaffen zu können, oder wenn ich nicht die nötige Ausdauer besitze um Neues zu erschaffen, dann bringt die beste und schnellste Auffassungsgabe nichts.

Für mich bedeutet das also, dass der eigentliche schöpferische Prozess nach wie vor, wie beim Lesen eines Buches, im Kopf stattfindet und dann aber auch umgesetzt werden muss. Was nützt es mir wenn ich in einem Videospiel den ultimativen High-Score erreiche, wenn ich das Gelernte nicht in etwas Nützliches umsetzen kann?

Cheers
Daniel S. Haischt