Pastoralsoziologie

Bei meiner Recherche bezüglich der Bibliographie meiner Master-Thesis bin ich gerade über einen interessanten Artikel im Lexikon für Theologie und Kirche gestoßen. Karl Gabriel beschreibt darin die wissenschaftliche Disziplin: Pastoralsoziologie, die es seiner Ansicht nach bisher nur an wenigen theologischen Fakultäten gibt:

»Pastoralsoziologie ist jene wissenschaftliche Disziplin, die das kirchliche Handeln und seine theologische Reflexion auf die historisch je spezifischen Vorraussetzungen, Bedingungen und Folgen hin untersucht und so auf empirisch-sozialwissenschaftlicher Grundlage zu einer interdisziplinären Theorie kirchlicher Handlungspraxis beiträgt.«
[Karl Gabriel, „Pastoralsoziologie“, Lexikon für Theologie und Kirche, 3. Auflage, Band 7, 1444f.]

Bei der Pastoralsoziologie unterscheidet Gabriel zwei Ebenen. Die erste Ebene nennt er Kirchensoziologie, in der es um die Erfassung der Beziehungen innerhalb der Kirche als gesellschaftliche Verfassung geht. Auf der zweiten Ebene geht es um die Beschäftigung mit dem Glauben, der innerhalb der Gesellschaft vorhanden ist – diese Ebene nennt er Soziologie des Christentums – durch diese Ebene wird es der Kirche möglich den »Glauben ihrer Gläubigen« zu finden.

Diesen Artikel zu lesen führte bei mir wieder einmal zu dem Erlebnis, an dem es mir so vorkommt als würden Gedanken – und in diesem Fall mein Handeln – Worte bekommen. Durch solche Worte wird es mir möglich auszudrücken, auf welcher Reise ich mich in den letzten Jahren befinde.

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