Bildungsstandards Evangelische Religionslehre Teil II

Durch einen Kommentar von Philipp wurde ich darauf aufmerksam, dass mein Beitrag zu den Bildungsstandards ziemlich negativ verstanden werden kann.

Zunächst aber erst mal einen Ausschnitt aus Philipps Kommentar:

Ich als angehender Religioslehrer finde den neuen Bildungsplan super und werde mich mit großer Freude darum bemühen meine Grundschüler entsprechend zu unterrichten.
Der neue Bildungsplan lässt mir (im Gegensatz zum alten) sehr viel Freiheit, wie ich die Standards verwirklichen kann.

Ich sehe die Standards und auch den Lehrplan nicht so negativ wie das vielleicht klingen konnte. Vielmehr würde ich mich freuen, wenn mehr Lehrer wie Philipp alles daran setzen einen guten Unterricht zu machen und entsprechend der Ansprüche der Standards den Unterricht zu gestalten. Ich wollte mit dem letzten Post nur sagen, dass es mir im Studium nur so vorkommt, als wären diese Fertigkeiten noch nicht so weit verbreitet…

Habe dazu einen sehr guten Artikel gefunden. Soweit ich weiß nur offline erhältlich: Zimmermann, Mirjam und Ruben. „‘Hermeneutische Kompetenz’ und Bibeldidaktik.“ Glaube und Lernen: Theologie interdisziplinär und praktisch 2005/1: 72-87.

3 Reaktionen

  1. Es gibt noch viele Dinge die ich nicht weiß und niemals wissen werde, die Theologie ist oftmals ein Faß ohne Boden, deshalb sollte man sich trotzdem ausstrecken soviele ansichten wie möglich zu reflektieren. Aber was erwartest du, dass man nach der 10ten noch den bachelor in theologie dazubekommt? Manches ist in dem Alter einfach gar nicht möglich, man kann Grundlagen für ein Verständnis bauen, mehr aber auch nicht.

  2. Hallo Jens,

    klar erwarte ich nicht, dass man einfach nach der Schule noch einen Bachelor verliehen bekommt, weil man schon alles weiß und kann. Bei der Zielformulierung kam es mir nur so vor, als wären die Fundamente die gelegt werden bereits super krass – ich stelle aber eher fest, dass kaum wirklich Fundamente gelegt werden [vielleicht liege ich damit aber auch falsch].

    Zu den Posts kam ich über den Gedanken, dass Grundfertigkeiten im Bezug auf die Auslegung der Bibel vermittelt werden. Dies finde ich sehr geil, frage mich eben nur ob das wirklich der Fall ist…

    Wie gesagt möchte ich hier niemand angreifen und bin mir auch den Tatsachen bewusst, die einen solchen Unterricht bzw. das begleiten was ein Schüler daraus wirklich mitnimmt. Merke da auch, dass Studenten aus meinen Seminaren weit weniger mitnehmen als ich im vorhinein annehme…

    Grüße

  3. Da geb ich dir schon recht, wenn ich an den Alltag meines Religionsunterrichtes den ich erfahren habe denke, war der auch sicherlich weit davon entfernt. Ich denke wirkliche Fähigkeit zur Auslegung der Bibel ist im Schulunterricht in zwei Stunden manchmal nur eine die Woche auch nicht zu schaffen. Die neuen Bildungsstandards sind im Allgemeinen sehr weit gefasst (also andere Fächer auch), man müßte dann schon mal konkreter andenken, was den damit für jeweilige Altersstufen wirklich gemeint ist, andererseits kann es dadurch auch wieder zu eng werden. Für mich wäre es ein Gutes Ziel, wenn die Schüler begreifen das man Bibelstellen nicht einfach gegeneinander auspielen kann und die Bibel einen Gesamtzusammenhang hat, indem das einzelne zurückreflektiert werden muss. Das würde auch eine wirkliche intensive Einzelgespräche und Zeit erfordern, die man leider oft nicht hat.

    Gruss Jens

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