We feed the world

Heute läuft der Film WE FEED THE WORLD – Essen Global in anspruchsvollen Kinos in Deutschland an. Meiner Meinung nach ist das ein fantastischer Film, der uns auf eindrückliche Weise unser Konsumverhalten deutlich macht und auf die Auswirkungen hinweist, die wir auf Menschen und Natur haben.

Hier in Karlsruhe zeigt die Schauburg diesen Film.

Aus einem Interview mit Erwin Wagenhofer möchte ich eine Aussage hier zitieren, auch wenn sie nicht die zentrale Aussage ist, weist sie dennoch in die Richtung, in die Wagenhofer mit seinem Leben und dem Film weisen möchte:

Zurück zur Einfachheit – ist das auch die Botschaft des Films? Vor der Haustür einkaufen? Bio einkaufen – wenn es auch teurer ist?

Ja. Das heißt aber nicht: Nicht genießen. Ich halte es mit Loriot: Ein Leben ohne Genuß ist möglich aber sinnlos. Und Genuß ist keine Frage des „sich leisten können“. Die Idee bei Bioprodukten zum Beispiel ist ja auch die, dass sie, wenn sie wirklich Bio essen, das Leben komplett umstellen. Das ist, wie wenn sie mit dem Rauchen aufhören. Das Geldargument – Bio ist so teuer – stimmt überhaupt nicht. Wenn Sie wirklich ihre Ernährung umstellen, dann leben sie viel billiger, weil sie früher satt sind, weil die Lebensmittel gehaltvoller sind. Wenn Sie aber zu McDonalds gehen, was geben Sie da aus – 10 Euro? Und sind immer noch nicht satt.

Quelle: jetzt.de – Interview mit Erwin Wagenhofer – „We Feed The World“

6 Reaktionen

  1. Hallo Stefan,

    nein, habe den Film leider noch nicht gesehen – lief ja gestern erst an. Ich werde aber auf jeden Fall reingehen, denke, dass es sich mehr als lohnt ihn zu sehen.

    Grüße

  2. Zum Thema „Bio kaufen“ fällt mir ein, daß ich gestern im Supermarkt was zum Grillen kaufen wollte. Ich hatte sogar schon ein Päckchen Bio-Würstchen in der Hand, dachte mir, warum mal nicht. Doch dann schaute ich auf das Mindesthaltbarkeitsdatum: 30.04.2006 – und das am 29.04.2006. Also, das ermutigt mich nun garnicht Bio zu kaufen. (Gut, das liegt am Laden und nicht am Bio, aber treffen tut es nicht den Laden, sondern Bio-Produkte, denn ich hab dann halt was anderes gekauft.)

  3. […] Neben Filmen wie We feed the World und Black Gold ist er Teil dessen was ich eine Bewegung zur Bewusstmachung unserer Verantwortung unter Medienschaffenden bezeichnen würde. […]

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