Anspielungen

Aus dem Seminar [›Emerging Church im deutschen Kontext mit Beispielen aus Kubik‹] das Mark und ich gemeinsam auf dem Forum Gemeinde Innovation gemacht haben, möchte ich gerne einen Gedanken hier veröffentlichen – auf der einen Seite weil Zitate in einem gesprochenen Vortrag gerne untergehen und zum anderen, weil ich damit etwas sehr wichtiges verbinde.

Das Zitat von dem ich eben geredet habe stammt von Lyotard und hört sich so an:

»Es sollte endlich Klarheit darüber bestehen, daß es uns nicht zukommt, Wirklichkeit zu liefern, sondern Anspielungen auf ein Denkbares zu erfinden, das nicht dargestellt werden kann.«
[Lyotard, Beantwortung, 30. Zitiert nach Claudius Strube. TRE. 86.]

Diese Aussage gefällt mir deshalb so gut, da sie mich immer wieder daran erinnert, dass ich das Absolute [die Wahrheit] nicht vollständig erfassen kann und aus diesem Grund lediglich Anspielungen auf ein Denkbares zu liefern in der Lage bin. Dies sollte meiner Ansicht nach unsere Kommunikation prägen. Paulus schrieb bereits in 1.Korinther 13,9 davon, dass unsere Erkenntnis immer stückhaft bleibt. Dennoch neigen wir Menschen dazu die Dinge gerne zu vereinfachen und so zu reden, als könnten wir absolutes vertreten.

In die ganzen Gedanken zu Komplexität, die mich schon eine Weile begleiten – und die mich bisweilen zu jemanden machen, der unverständlich kommuniziert – kam der Gedanke der Simplexität den Alan öfters anführte. Dazu werde ich sicher auch noch etwas schreiben…

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