Auch wenn der letzte Comment hier schon länger her ist…

Ich kann nur sagen, daß für mich das Heuptproblem mit W+G ist, daß eine ziemliche Schieflage in den Gemeinden produziert wird.

In der Gemeinde, in der ich war, eine vormals charismatisch geprägte Gemeinde, die auch W+G geworden ist, sind alle diakonischen und missionarischen Aktivitäten eingestampft worden. Der Lobpreis ging kaum noch an Gott, sondern war eher auf einen selbst gerichtet. „Ich bin dies, ich bin das,…“
Außerdem hat man kaum noch mit jemandem Probleme besprechen können, weil das mega out war. („Wir beschäftigen uns nicht mit dem Negativen“, „Kritik ist vom Teufel“ etc.)

Da bleibt dann nicht mehr viel übrig von dem, was Gemeinde ausmacht.

Von echtem Miteinander und „Freiheit in Christus“ habe ich da zuletzt nicht mehr viel gespürt. Ich war nicht der einzige der deswegen dort hingeschmissen hat.

Bei den Ex-JFI-Gemeinden, die jetzt W+G geworden sind, ist die Situation sicherlich ein bißchen anders. Bei W+G Hannover konnte ich zumindest noch so was wie echtes Gemeindeleben entdecken.

Eine der Hauptgefahren der W+G-Bewegung (mal abgesehen von den theologischen Fragen): Wenn Gemeinden fast nur noch Wallfahrten nach Röhrnbach machen und massenhaft deren mp3s hören, erleben sie letztlich ganz genau das Gegenteil von der ersehnten Erweckung. Gott rückt irgendwo in die Ferne, wird auf ein paar Leute in Röhrnbach reduziert. Und sowas darf nicht passieren, egal wie gut oder schlecht die Lehre dort ist.