Und jetzt? Was hilft es der Nation, dass einer der ganz großen auch dabei war? Was hat das Geständnis mit einem positiveren Lebensgefühl (WM)in D’Land zu tun? Ist es vielleicht nicht eher so, dass weil es eine positivere Selbstwahrnehmung in D gibt, so ein „Grass-Skandal“ entspannter genommen werden kann. Nicht verleugnend, sondern entspannter? Eine positivere Selbstwahrnehmung „der Nation“ nehme ich sowieso eher seit Schröders nein zum Irak Krieg wahr denn seit der WM. Wobei die WM dieses schon vielleicht, eventuell, hoffentlich (?) vertieft bzw. an die Oberfläche gespült hat?! Schön wenn der ZEIT Autor, die Geißel der Vergangeheit braucht. Vielleicht gibt sie ihm ja Sinn, oder Daseinsberechtigung. Aber braucht das die Nation? Brauchen wir das als Volk. Warum können wir nicht mit Wachsamkeit und Aufrichtigkeit auf unsere Vergangenheit schauen? Warum müssen wir dabei (immer) so sarkastisch sein? Beziehen wir daraus etwas unsere Legitimität als denkende? Das wäre natürlich ein krasses missverständnis.