Weshalb ich es liebe zu bloggen.

Auch wenn es in letzter Zeit auf diesem Blog eher ruhiger geworden ist und extra Randbemerkungen eingeführt wurden um kurze Einträge zu ermöglichen, liebe ich es dennoch zu bloggen.

Heute, wieder einmal an meinem Schreibtisch sitzend und an der Master-Thesis arbeitend ist mir wieder aufgefallen wie cool es ist dieses Blog zu haben. Was ich zunächst genieße ist die Möglichkeit nach meinen Einträgen zu suchen und somit Gedanken zu verschiedenen Themenbereichen zu sortieren – dabei helfen ja auch die Kategorien. Auf diese Weise suche ich ab und zu nach Personen oder Themengebieten, wenn ich an eine Aussage oder einen Gedanken denke, der mir gerade wichtig erscheint und den ich deshalb im Wortlaut vor Augen haben möchte.

Neben vielen anderen Gründen, gefällt mir gerade auch der Gedanke, den ich bei Newbigin aufgeschnappt habe, dass es notwendig ist seinen Glauben zu publizieren um ihn zur Diskussion zu stellen und dadurch überprüfen zu lassen. Peter Aschoff hat das deutsch folgendermaßen ausgedrückt:

»Der Test für die Ernsthaftigkeit meiner Überzeugung wird sein, dass ich bereit bin, sie zu veröffentlichen, sie anderen mitzuteilen, ihr Urteil und wenn nötig ihre Korrektur anzunehmen. Wenn ich mir diese Übung erspare, wenn ich meinen Glauben als Privatangelegenheit behandle, ist es kein Glaube an die Wahrheit.«

[Lesslie Newbigin via Peter Aschoff]

Natürlich geschieht eine Menge an Veröffentlichung [an dieser Stelle ist ›Kommunikation‹ wohl ein passenderes Wort], Überprüfung und Korrektur im persönlichen Austausch bzw. im normalen Leben, das Blog ist meiner Ansicht nach jedoch ein Teil dessen… ich liebe es.

5 Reaktionen

  1. Schön, das zu lesen (in einer Zeit in der auf vielen Blogs kritisch übers bloggen gebloggt wird).
    Ich liebe es auch zu bloggen und liebe es auch deinen Blog zu lesen.
    Und dem Zitat stimme ich auch zu…
    Gruß aus Marburg,
    Hufi

  2. Das ist eine gute Ermutigung. Bin gerade dabei mich diesem Medium zu nähern. Habe schon einen Blog, ihn aber noch nicht ganz erobert. Aber das Zitat von Newbigin oder wars Peter ist genial. Bin gespannt was das Bloggen mit mir macht. Grüße von unterwegs,
    marcus

  3. […] Gerade wird irgendwie viel über das Bloggen selbst geschrieben. Dabei sind auch viele kritische Gedanken: Mark meinte hier, dass bei ihm die Leichtigkeit beim Bloggen verloren gegangen ist, weil er sich unter Beobachtung nicht freundlich gesinnter Menschen ahnt. Viele andere haben ihm beigepflichtet. Nun stehe ich und wir als p-shuttle-community nicht so in der Öffentlichkeit wie der Mark und Kubik, aber es kommt auch auf unseren Blogs immer wieder vor, dass Leute von überall her, Menschen die wir teilweise nicht kennen und die sich auch nicht zu erkennen geben, in die Diskussion einklinken. Das ist sicherlich cool, weil wir so neue Leute kennen lernen, wir für unsere Posts Feedback bekommen und uns für unser Zeug auch vor ihnen verantworten können (wie Daniel hier bemerkt). Anderersets ist es schon etwas strange, dass tatsächlich alle Leute lesen können, was gerade so in meinem Gehirn-Chaos geht. Ich hab also die letzte Woche mal meine Zugriffe beobachtet und bin schon etwas überrascht, freu mich natürlich auch, find das aber auch irgendwie beängstigend. So bleibt das bloggen irgendwie für mich eine ambivalente Geschichte, meistens aber ist es doch einfach eine schöne Sache. […]

  4. den aspekt von newbigin finde ich auch wichtig. ich blogge viele sachen die ich noch nicht predigen kann, die ich aber unbedingt teilen will und auf die ich feedback brauche.
    ich lese deinen blog sowieso gerne, also nimm dir bitte auch weiterhin die zeit!

  5. Hallo – ich kam hier durch Hufi. Ich mochte den Zitat von Newbigin – es entspricht sehr meine Momentane Versuch, durch das EAD Glaubensbekenntnis zu bloggen. Ich wäre für alle Korrektur und Feedback dankbar.

Mentions

  • HERZTON IN SCHRIFT » Blog Archiv » Vom beängstigenden und schönen Bloggen

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