Veränderungen

Als ich vor einigen Jahren begann an der Akademie für Leiterschaft zu studieren erzählte ich dem Studienleiter beim ersten Kennenlerngespräch, dass ich gerne »Gemeinde in meiner Generation ermöglichen würde«. Auch heute ist dieser Wunsch noch stark, was sich jedoch radikal verändert hat, ist die Art wie ich heute ›Gemeinde‹ sehe und was das im Bezug auf das Ermöglichen bedeutet.

Letzten Sonntag war mein Beitrag zu unserem Gottesdienst das 15. Kapitel der Apostelgeschichte. In diesem Zusammenhang sprach ich dann davon, dass es mir so vorkommt als stünden wir an ähnlichen Herausforderungen, da das wie wir ›Gemeinde‹ sehen und wie es aussieht mit Gott zu leben sich verändert hat. Mein Wunsch ist es, dass wir uns dabei nicht selbst im Weg stehen und Dinge nicht tun bzw. ermöglichen, die unserem herkömmlichen Verständnis widersprechen. Desweiteren ist es meiner Ansicht nach wichtig, dass wir als Gemeinschaft uns gegenseitig Feedback geben, wie wir Dinge wahrnehmen, so sind wir uns gegenseitig Ermutigung und Korrektur.

Die Aussage von Newbigin, dass eine Gemeinschaft die Auslegung des Evangeliums ist, spricht mich in dieser Situation besonders an. Stelle ich mir ja gerade die Frage in wiefern es wichtig ist, spirituelle Events anzubieten, bei denen Menschen nach meiner bisherigen Vorstellung ›direkt in Kontakt mit Gott kommen‹ oder ob wir als Gemeinschaft nicht schon Auslegung sind, und so durch das normale Leben ein Kontakt hergestellt werden kann… [in der Theorie finde ich darauf relativ leicht eine Antwort – aber wie sieht die Praxis aus?].

2 Reaktionen

  1. Was Ihr seid, spiegelt sich ja in euren Events wieder. Insofern ist das keine Alternative, sondern immer beides. Aber wirklich Glauben lernen und Jesus nachfolgen geht nur in Beziehungen. Also ist es wichtig, bei allem „direkten“ Kontakt (den es streng genommen nicht gibt, weil immer ein Medium wie Sprache, Musik, Symbole im Spiel ist) ein Event auch Anknüpfungspunkte für Beziehungen bietet. Davon schreibt Steve Taylor ja ganz zutreffend. Es kommen ohnehin meist nur dann Leute zu Events mit, wenn sie an uns Dinge entdeckt haben, die sie neugierig machen.

  2. Ich stimme Peter zu. Für uns/mich ist da gerade die Frage wieviel vom wenigen, das wir haben nötig ist. Um die „Auslegung“ bzw. der „Anknüpfungspunkt“ zu sein. Denn Gemeinschaft und die darin enthaltene Kultur ist eben auch ein Symbol oder Sprache und die gefällt mir eben nicht immer. Will heißen, was Mute ich wem wie zu. Macht das Sinn? Keine Ahnung, vielleicht muss ich einfach mit unserer Endlichkeit Leben.

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