Lesestart: Emerging Churches

Gestern Abend begann ich das Buch ›Emerging Churches‹ von Eddie Gibbs und Ryan Bolger zu lesen. Nachdem es lange in meinem und in dem Bücherregal von Johannes gestanden war, schien die Zeit gekommen, es zu lesen.

Meiner Ansicht nach sind das Vorwort und das erste Kapitel ein Plädoyer für ein bewusstes Wahrnehmen unserer Kultur und Gesellschaft, und verbunden damit ein missionarisches Verständnis von Gemeinde.

Sie sprechen von einer unzureichenden Kenntnis der Kultur innerhalb der westlichen Gemeinden und in Verbindung damit einer gleichgültigen Haltung gegenüber derselben. [Vgl. 15] Ihrer Meinung nach ist es jedoch unabdingbar, dass ein Gemeindeleiter/-gründer sich als Missionar versteht, wenn er Gemeindearbeit in unserer Gesellschaft/Kultur machen möchte. [Vgl. 21]

Aus diesem Grund plädieren sie dafür, dass Christen in der westlichen Welt zu Missionaren ausgebildet werden:

»Ultimately, Christians who want to serve within Western culture must be trained as missionaries. They must understand both the incarnational demands of the gospel and the surrounding context.«

[Eddie Gibbs & Ryan Bolger, Emerging Churches: creating christian community in postmodern cultures, 26.]

Auch wenn das Wort ›Missionar‹ in den Gedanken vieler Zeitgenossen eine Menge unangenehmer Assoziationen hervorruft, denke ich, dass in unserem Kontext im positivsten Sinne von missionarischen Erfahrungen gelernt werden kann und sollte, um bewusst in unserer Gesellschaft Gemeinde zu leben. Dies wird meiner Ansicht nach genau zum Gegenteil dessen führen was an Schreckgespenstern in unseren Gedanken herumgeistert.

4 Reaktionen

  1. ich meine, wie in allem, ist das entscheidende die liebe. und ich finde, dass es viel mehr an liebe fehlt als an beschäftigung mit der gesellschaft. ich würde dann aber sogar behaupten, dass ein liebender missionar sich sowieso mit den menschen beschäftigt, mit deren kultur ergo der geselllschaft, bevor er sein werk tut.
    ich bete zu gott, dass er mir diese liebe gibt und dass ich mich nicht in methoden zu missionieren, zu lobpreisen usw. verrenne, sondern dass ich nah an gottes herz bleibe und die veränderungen, die er schafft, mitmache. so einfach, aber auch so schwer.
    ich glaube nämlich gott beschäftigt sich am allermeisten mit den menschen und somit auch mit ihrer gesellschaft und ihrer art zu glauben usw..
    ben

  2. […] Wie ich bereits gesagt habe lese ich gerade auch das ›Emerging Churches‹-Buch. Auch wenn ich erst ungefähr 60 Seiten darin gelesen habe, möchte ich dennoch heute schon etwas von meinem Empfinden schreiben. […]

  3. Amen zu Ben.

    Ich lese gerade „Evangelisation in der Postmoderne“ von Wolfgang Nestvogel. Das kann ich bis S. 54 sehr empfehlen (weiter bin ich noch nicht gekommen ;).

    An der Liebe untereinander werden sie Gott (hoffentlich) erkennen -egal in welchem Zeitalter. Und wenn wir noch nicht genug Liebe haben,dann will ich daran von Gott arbeiten lassen.

    Tschau tschau!

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