Heute bin ich schon wieder viel versöhnter mit dem Buch. Danke für den Tipp, DoSi, einfach “the communities we visited” zu lesen, bzw. zu denken während ich „the emerging church“ vor Augen habe – das macht mir den Text um einiges zugänglicher. Sollte man vielleicht als Lesetipp auf das Buch schreiben :]

Wie die einzelnen Gemeinschaften durch das Buch dargestellt werden, Markus, kann ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen – was meinst du DoSi? Was auf jeden Fall interessant ist wie breit Gibbs/Bolger den Emerging Church Begriff fassen…

Hm. Alex, deine Fragen sind berechtigt und auch gut. VIelleicht hast du die ein oder andere Antwort schon aus vorangehenden Kommentaren bekommen – mittlerweile auch in der richtigen Ordnung. Ich versuche mal eine ganz knappe [sehr lückenhafte] Darlegung meiner Gedanken.

Für mich hat der Gedanke der Missio Dei vor allem damit zu tun, dass wir als Menschen an Gottes Handeln in der Welt partizipieren. Heißt, er handelt auf vielfältige Weise an den unterschiedlichsten Stellen unseres Leben. Um daran zu partizipieren brauche ich keine Gemeinde, es reicht mein normales Leben. Und manchmal erscheint es mir sinnvoller mir dabei nicht mit Gemeinde und Gottesdiensten im Weg zu stehen und wieder darauf reinzufallen…

Der Begriff ›Nicht-Christ‹ resultiert meiner Ansicht nach aus einem modernen Dualismus. Die Welt wird in gut und böse eingeteilt, es gibt das Sakrale und das Säkulare, die Erwählten und die Verlorenen. Zum einen erscheint dieser Dualismus meiner Ansicht nach in der griechischen Philosophie und nicht in der Idee Gottes begründet – und andererseits geht es dabei um eine Kategorisierung, die dem Nachspüren des Handeln Gottes, der jeden Mensch als Gegenüber geschaffen hat, widerspricht.

Weitere Gedanken dazu?