Ironie der Geschichte

Manchmal frage ich mich ob es möglich ist mit einer schönen Idee mehr oder weniger genau das Gegenteil von dem eigentlichen Wunsch zu erreichen. Wie ist es z.B. möglich, dass der Wunsch nach Mündigkeit aller eher zu einer Handlungsunfähigkeit und Unsicherheit führt? Und da lese ich einen Abschnitt mit ganz anderen Augen in dem von Max Webers Gedanken zur Unterstützung des Kapitalismus durch den Calvinismus gesprochen wird. Dieser wiederum zeichnet sich durch seine weltverneinende und wirtschaftsferne religiöse Gesinnung aus. Diese Ironie der Geschichte ist ebenfalls an den Ergebnissen von politischen Revolutionen zu erkennen, deren Veränderungen im sozialen Bereich im Vorfeld nicht so vorhersehbar waren. So weist auch Peter L. Berger darauf hin, dass solche Ereignisse ein gutes Mittel gegen naiven revolutionären Optimismus sind.

Mit einer ähnlichen Frage habe ich mich auch schon mal hier beschäftigt.

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