Ein neues Jahr, 2007.

Heute hat nun das neue Jahr angefangen, wir schreiben 2007. Und zu Beginn möchte ich dir ein gutes Jahr wünschen – hoffe du bist dabei es gut zu beginnen.

Bei solchen Jahreswechseln frage ich mich immer was daran besonders ist. Zunächst ändert sich nur das Datum, ein bisschen mehr als es das an jedem Tag sowieso tut. Ich bemerke an diesen Änderungen, dass die Zeit vergeht, bzw. daran wird die Zeit für mich messbar. Natürlich kann man solche Wechsel nutzen um über Vergangenes und Bevorstehendes nachzudenken, etwas wirklich Großes ist das für mich irgendwie trotzdem nicht.

Dank der Herrnhuter Brüdergemeine gibt es für jedes Jahr so etwas wie ein Motto, dieses Jahr hört es sich ungefähr so an:

»Ich schaffe jetzt etwas Neues!
Es kündigt sich schon an,
merkt ihr das nicht?«
[Jesaja 43, 19]

Dieser Satz wurde zum ersten Mal durch Jesaja dem Volk Israel gesagt, als dieses sich gerade im Exil in Babylon befand. Gemäß ihrer Tradition erinnerten sie sich regelmäßig an Gottes Befreiung aus der Gefangenschaft in Ägypten. Und es scheint mir als wolle Gott ihnen sagen, dass er wieder eine Befreiung im Auge hat und dass diese sich bereits ankündigt, jedoch anders aussehen wird als die an die sie sich erinnern.

Ich persönlich mag die Losungen sehr. Manch einer versteht es vielleicht als Horoskop und ist nun gespannt wie sich das nächste Jahr entwickeln wird – im Sinne von, hat das Horoskop recht. Und in den meisten Fällen wird es recht behalten [Stichwort: Selbsterfüllende Prophetie]. So viel zur Vorrede. Der Gedanke ein Motto über jeden Tag zu stellen, der die Gemeinschaft [im ersten Fall die Herrnhuter Brüdergemeine] eint, gefällt mir sehr gut. Es ist also nicht in Form eines Horoskops gedacht, sondern als Anreiz eine Schriftstelle zu meditieren und dadurch den Leuten der Gemeinschaft eine Möglichkeit zu geben über den Heiligen und seine Geschichte mit uns Menschen zu reden.

Für mich ist das Erste, was aus der Meditation dieses Mottos kam, die Sache, dass ich auch dieses Jahr offen sein will für das was Gott macht, auch wenn es anders ist, zu dem an das ich mich erinnere…

In diesem Jahr werden für mich und auch für uns als ›kleine Familie Ehniss‹ [wie ich uns gerne bezeichne] ein paar Sachen neu/anders werden. Und zwei davon möchte ich heute mal hier erzählen:

Studentenleben:: Nachdem dieser Jahreswechsel mein 10. Jahr als Student einläutet, möchte ich es nutzen um zunächst mal die Masterarbeit fertig zu stellen und somit einen Abschnitt des Studentenlebens zu beenden. Wenn du ein informierter Leser dieses Blogs bist, dann ist dir aufgefallen, dass der ursprüngliche Abgabetermin Ende Oktober nicht eingehalten wurde. Die Dinge kommen anders als man sie erwartet – und bei mir kamen sie anders. Nun hoffe ich die Arbeit dieses Jahr abzuschließen.

Familienleben:: Die kleine Familie Ehniss wird dieses Jahr um eine Person größer. Im Moment wächst der kleine Erdenbürger noch im Körper seiner Mutter, den er jedoch voraussichtlich im Mai verlassen wird. So leben wir in freudiger Erwartung eines kleinen Menschen, der unser Leben bereichern wird.

4 Reaktionen

  1. Ich wünsche dir, dass all das Neue, was in diesem Jahr auf dich/euch zu kommt, von Segen durchdrungen wird. Neues lässt immer Altes hinter sich.

  2. Das Interessante an dieser Losung ist, das sie ein Teilsatz ist, der sich nicht unbedingt ohne Kontext erschliesst. Gott erinnert sein Volk daran, nicht immer nur zurückzuschauen auf das, was vor langer Zeit in Ägypten geschehen ist, sondern will ihre Herzen für was neues vorbereiten. Er fordert er sie auf, ihn nicht zu beschränken und von ihm Grosses zu erwarten. Der zweite Teilsatz ist der Aspekt seiner Versorgung (Strasse durch die Wüste, Ströme).

    Meine Erkenntnis aus der Jahreslosung: Nicht zurückschauen, sein neues Wirken im Leben erwarten (zukunftsgerichtet), aber auch seine Gnade im Alltag, im Hier und Jetzt bewusst erwarten und ihm in seiner Versorgung vertrauen.

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