Studiengebühren Boykott

Seit einiger Zeit können in Karlsruhe diverse Plakate und Aufkleber bestaunt werden, auf denen gegen die Studiengebühren protestiert wird. Heute soll eine Demonstration stattfinden. Studenten wollen die Gebühren boykottieren während das Land mit Exmatrikulation droht. Mehr dazu auf jetzt.de:

5 Reaktionen

  1. Im Gegensatz zu anderen „Klebereien“ finde ich diese aber unter keinen Umständen unterstützenswert.

    Ich bin auch von den Studiengebühren betroffen, und kann mir schöneres vorstellen als pro Semester 500 EUR an die Uni zu zahlen, aber wenn das Geld wenigstens sinnvoll eingesetzt wird und sich so das Studium verbessert, will ich mich garnicht beschweren. Ich ging 13 Jahre lang in die Schule, ohne einen Pfennig zu bezahlen, ich hab 3 Jahre studiert und mußte nur „Verwaltungsgebühren“ zahlen – ich denke, wir können uns nicht beschweren. Natürlich wär es „schöner“, wenn man nichts zahlen müßte, aber leider sind die Zeiten wohl vorbei, in denen sich unser Land das leisten konnte und wollte. Ob die Bildung nun der richtige Ort zum Sparen ist oder nicht – mal ehrlich: die 500 EUR im Semester bringen mich auch nicht um. Für sovieles wird soviel Geld ausgegeben, warum beschweren sich alle, wenn sie mal in ihre Bildung investieren sollen?

    Und noch eine These: Die, die am meisten schreien sind doch oft die, die mehr schreien als studieren … (jaja, Vorurteil, blabla)

    Grüße,
    Götz

  2. Also jetzt mal meine These:
    die meisten mit denen ich gesprochen hab, werden von ihren Eltern stark unterstützt. Wie war das mit Pisa: in keinem Land entscheidet die soziale Herkunft so stark über den Bildungsweg; außerdem „produziert“ Deutschland viel zu wenig Menschen mit studentischen Abschluss. Das Studenten durch diese Gebühren, auch anderen die Arbeit wegnehmen (das also mehr Jobs in billige Studentenjobs umgewandelt werden) ist auch meine Vermutung.
    Studiengebühren wären nur gerechtfe3rtigt, wenn sie gestaffelt werden je nach Einkommen der Eltern.

  3. Die soziale Herkunft bestimmt aber meiner Ansicht nach weniger wegen dem damit vielleicht zusammenhängenden Einkommen der Eltern, als viel mehr wegen der Bildung der Eltern, welchen Bildungsweg ein Kind einschlägt.
    Daß hier immer nur Geld thematisiert wird ist völliger Unsinn – nur ist es eben so, daß gebildetere Eltern sich auch mehr um die Bildung ihre Kindes sorgen, als weniger gebildete. Und das ist das Problem, nicht das Geld.

    Mit einer Staffelung nach Einkommen hätte ich meine Probleme, denn 1. nur weil die Eltern viel verdienen heißt es nicht, daß beim Kind viel ankommt, 2. entspricht es deswegen nicht meinem Verständnis von „gerecht“.

    Und wenn ich an der Uni um mich schaue: Deutschland „produziert“ mehr als genug Menschen mit studentischem Abschluß, bei vielen fragt man sich auch, wie sie den überhaupt bekommen (haben).

    Grüße,
    Götz

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