Vater sein

Josia

Originally uploaded by kwadrat.

In den letzten Tagen lag es mir immer wieder auf der Zunge etwas zu meinem ›Vater sein‹ zu schreiben. Und nachdem ich gesehen hatte, dass Martin ein paar Bilder von Josia gemacht hat, habe ich jeden Tag nachgeschaut ob er etwa eines davon auf flickr laden würde… und siehe da heute war es so weit.

Vor einiger Zeit hatte ich davon geschrieben, dass ein Teil unseres Traumes wahr wird und meine Frau wieder arbeiten würde während ich mein Engagement etwas kürzen wollte. Wir haben ein bisschen Zeit gebraucht bis sich die ganze Situation so eingespielt hatte, dass jeder der Beteiligten sich wohl fühlte – aber mittlerweile sind wir damit alle glücklich. Nach dem Frühstück kommt der nette junge Herr zu seinem Vater und nimmt ihn an der Hand – ein Bilderbuch muss noch angeschaut werden bevor der ›Eltere‹ in seinem Zimmer verschwindet und das macht was man ›arbeit‹ nennt.

Im Laufe des Vormittags kommt ab und an ein junger Mann an die Tür, klopft und ruft »Papa, arbeit« – aber zu der ganzen Thematik zu Hause arbeiten schreibe ich in den nächsten Tagen noch etwas…

Der Eltere arbeitet während Mutter und Sohn sich vergnügen. Irgendwann ist es dann soweit und die Mutter macht sich auf den Weg zur Arbeit was der Sohn entweder mit einer Aufforderung zu einem Abschiedskuss oder einer netten Verabschiedung mit ›Tschüss Mama‹ unterstrichen von einem Winken kommentiert.

Immer wieder wird gesagt »Der Apfel fällt nicht weit vom Baum« was gerade für Ähnlichkeiten zwischen Eltern und Kindern benutzt wird – ich sage das mit einem Lächeln, da es sich dabei ja um ein Klischee handelt welches man nicht gerne bedienen möchte. Dennoch kann eine gewisse Ähnlichkeit festgestellt werden, der Jüngere hat wie der Eltere ein Fabel für Bücher. So wird auch jeder Besucher zum angenehmen ›Lesesessel‹ ernannt und eingeladen die Lieblingsbücher des Jüngeren zu studieren. Die Bücher des Elteren werden auch manchmal untersucht, meistens enthalten sie jedoch nur schwarze Buchstaben die schnell langweilen, wer möchte schon lange ein Buch anschauen dessen Seiten alle gleich aussehen.

Im Moment haben wir ein absolutes Lieblingsbuch wegen dem ich gestern das Licht noch mal anschalten musste, als der Jüngere bereits im Bett lag. Die Mutter erzählte, dass er kürzlich mit genau demselben Buch im Arm eingeschlafen ist… ein kleines süßes Buch über den Alltag einer kleinen Katze.

Eine weitere Besonderheit soll noch erwähnt werden: Computer. Es ist nicht zu leugnen, dass der Eltere viel Zeit vor einem solchen Verbringt. Und auch der Jüngere sitzt gerne mit der Maus in der Hand am Bildschirm. Neben flickr besucht er auch gerne diverse Kinderseiten und freut sich wenn die animierten Programmsymbole wie ein ›Ball‹ hüpfen. Und da wären wir auch schon bei einem weiteren wichtigen Detail. In einem Buch ist ein Zugabteil abgebildet, darauf sieht man auch einen Reisenden mit Notebook. Dass das ein Computer ist, ist natürlich klar, die Aussage ›Appela‹ macht deutlich was für einer es sein sollte…

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