MXPX in der Röhre, Stuttgart

Mike Herrera | MXPXWie ich bereits mehrfach erwähnt hatte, war ich gestern Abend mit Philipp in der Röhre um MXPX live zu erleben – und das hat sehr viel Spass gemacht.

MXPX ist so etwas wie die Band zu meinem Leben. Seit 1994 begleitet mich ihre Musik an den unterschiedlichsten Orten in allen möglichen Situationen. Ich erinnere mich noch an die ersten Autofahrten in meinem blauen Golf mit offenem Schiebedach und ›Pokinatcha‹ in voller Lautstärke. Die Vinyl-Singles in unterschiedlichsten Farben. Nach einer gescheiterten Liebe ›GSF‹ zu hören und aus vollem Herzen »forget this thing called love, it‘s a waste of time« zu singen. Dennoch immer wieder ›wantad‹ einzulegen und von einem Mädel zu träumen das mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Noch im Hause meiner Eltern wohnend bis zum Hals in ›teenage politics‹ verstrickt zu sein und mit Edding MXPX auf die Tapete zu schreiben. [Mit Rücksicht auf dich, den Leser überspringe ich nun mal ein paar Jahre.] Irgendwann mit Julia, meiner Prinzessin, in die Berge zum Boarden zu fahren während ›before everything and after‹ den weinroten Golf beschallt. Und nicht zuletzt zum 100. Mal mit Josia das Video zu ›I‘m OK, You‘re OK‹ anzuschauen und zu hören wie er »cool« sagt.

Mit all diesen Erinnerungen, die in mir schlummern stand ich nun gestern Abend in der Röhre und genoss MXPX in vollen Zügen. Einer unter vielen zu sein, an den sich die Band heute schon nicht mehr erinnert und mich dennoch zutiefst mit ihnen verbunden zu fühlen, das Gefühl zu haben eine Menge mit ihnen erlebt zu haben, zu teilen, sie zu kennen und von ihnen gekannt zu werden [schließlich waren sie ja immer dabei].

Sie spielten quer durch ihre und meine Geschichte. Ich kannte jeden Song, fast alle Texte. So genoss ich im hier und jetzt und badete gleichzeitig in einem Meer von Erinnerungen. Die besonderen Höhepunkte waren für mich die Variationen die sie ihren Songs verpassten. So zum Beispiel ein angenehm jazzig-leichtes Instrumental während ›Chick-Magnet‹. Des weiteren genoss ich ihre Leichtigkeit und den Spass den sie an ihrer Musik und dem Konzert zu haben schienen.

Bevor das hier noch ausartet möchte ich noch sagen, dass The American Black Lung, die das Konzert eröffneten, auch sehr meinem Geschmack entsprachen mit ihrer an alte Tage erinnernden Mischung aus Metal und Punk.

Sehr nett war es auch einige Bekannte zu treffen denen man nicht alle Tage begegnet. Grüße.

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