Wow, depone, da hast du mächtig falsch verstanden und genau so pauschal zurückgeschlagen, wie du es mir vorwirfst. Mir ging es um die interessante Differenz zwischen oft positiven Berichten über die guten Taten der Christen (siehe auch Michel Friedmann über die Arche letzten in der doofen Zeitschrift Vanity Fair), die ich überhaupt nicht klein reden will, jeder der aus Glauben heraus handelt und Reich Gottes baut, verdient meinen Respekt. Auf der anderen Seite gibt es (siehe vor einigen Tagen auf der ARD oder vor einigen Monaten auf Arte) immer wieder Berichte, in denen dann Gottesdienste der „Evangelikalen“ gezeigt werden und als exotische Äußerungen minderbemittelter Gehirnamputierter hingestellt werden (die tun Buße!, die glauben an Wunder!, die trauen der Bibel!). Diese Differenz gibt es in unseren Medien und ich denke eben, dass man den Leuten in den Gottesdiensten nicht allen nachsagen kann, sie würden nicht diakonisch handeln wollen und seien pauschal die Stillen im Lande! Hier wird in den Medien viel zu häufig schön genau aufgeteilt zwischen frommer Beschäftigung (Gottesdienst) und netter, gesellschaftdienender Diakonie, wobei eben beides nicht ohne das andere geht! Mehr wollte ich nicht sagen – Lobhudelei bezog sich nicht auf den konkreten Bericht, sondern auf die allgemeine, gerade beschriebene Tendenz und die finde ich in der Tat nicht zum Freuen, aber auch nicht verwunderlich. So, und jetzt bitte den Puls wieder runter, wollte mit einem normalen Beitrag nicht eine dermaßen geladene Reaktion hervorrufen.