MXPX: Secret Weapon

Letzte Woche erschien ein neues Album meiner favorisierten PopPunkBand MXPX. Und sie haben sich dafür einen Tag ausgesucht mit dem ich nur das Beste verbinde, den 17.07., also der Tag an dem auch mein Boi Geburtstag feiert. Von daher war ich natürlich in positiver Vorfreude auf das was meine Ohren erreichen würde. Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.

Schneller als erwartet hatte ich den Silberling via iTunes immer bei mir, egal ob ich in der Küche stand um das Geschirr abzuwaschen, im Zug sass oder mich auf dem Weg zur Bibliothek befand. In der Woche vor Erscheinungstermin hörte ich mir alle Songs im VorabStream auf MySpace an bis mein iBook ohne Unterlass kühlte – mit den Abspielgeräten meiner Wahl ist der Sound und somit die Platte jedoch noch sehr viel besser…

MXPX » Secret WeaponDie ersten drei Tracks »Secret Weapon«, »Shut it Down« und »Here‘s to the Life« geben die Gangart des Albums vor und machen Mut zum Leben. Mit diesen ersten Songs wird schnell klar, dass ›Left Coast Punk‹ in dieser Ausgabe wieder stärker von Gitarre, Bass und Schlagzeug als von Orgel geprägt ist. Auch wenn Letztere nicht komplett fehlen, was mich natürlich freut.

»Top of the Charts« und »Punk Rawk Celebrity« bilden für mich eine Einheit, sowohl von der musikalischen als auch von der thematischen Seite. MXPX setzen sich darin scherzend mit der Scheinwelt der Celebrities auseinander. Auch wenn jeder gerne so toll und wichtig wie die Celebrities im TV wäre, bleiben PRCs auf ganzer Linie ein Witz… »You make such a big mess, let‘s just call it success. We all know, it just isn‘t true.«

In »Contention« singt Mike Herrera über Auseinandersetzungen die ihn umzubringen drohen und man kann die Spannung förmlich durch die Boxen fühlen. Die Atmosphäre schlägt schlagartig um wenn er im darauf folgend Song über »Angels« singt die ihn auf seinen Wegen begleiten. Für mich ein wunderbares Bild über die Möglichkeit einer neuen Welt, irgendwann in der Zukunft.

Da Lieder über unglückliche Liebe nicht fehlen dürfen, folgt das melodische »Drowning« über eben dies. Einer dieser Songs die in der S-Bahn peinlich werden können, da man geneigt wäre mitzugrölen, und mancher Tanzschritt auch fehl am Platz sein könnte. »Chop Shop« geht ordentlich nach vorne und hat ähnlich wie »Shut it Down« so genannte GangVocals, die in eben erwähnter Situation besser nicht performed werden sollten.

»You‘re On Fire« enthält eine Menge Bilder, die ich bisher noch nicht weiter durchdacht habe, ein schönes straightes Stück Melodic Punk. Ebenfalls zur Jahreszeit passend und laue Sommernächte zu garnieren geeignet folgt »Bass so Low«. Wenn du gerne traurige Lieder singst, solltest du dies nach »Sad Sad Song« besser ohne die drei Jungs von MXPX tun, die sich eher ihre Ohren abschneiden würden als durch traurige Lieder ebenfalls in einen hoffnungslosen Zustand versetzt zu werden.

Die hoffnungsvolle Weltsicht der Bremertoner Punker wird auch durch »Never Better Than Now« überaus deutlich. Manche würden diese Art zu leben als naiv bezeichnen, mir gefällt die Einstellung einfach mal den weg des geringsten Widerstand zu gehen und sich bewusst zu machen, dass »Biting The Bullet« nicht gut fürs Geschäft ist. Und immer wieder spielen sich Mike am Bass und Tom mit der Gitarre schöne Harmonien zu…hm. Wenn es in »Not Nothing« nicht um eine unglückliche Liebe geht, dann zumindest um viele ungehaltene Versprechen die zu Enttäuschung führten. Bevor das Bonusmaterial der Special Edition anfängt endet der reguläre Silberling mit »Tightly Wound«. Und ich muss sagen bis hierher eine sehr gelungene Platte die melodische Songs mit härteren verbindet, und dabei so abwechselungsreich ist, dass keine Langeweile aufkommt. Da freue ich mich auf viele Stunden MXPX auf den Ohren.

»The Hoo-Ha Jangle« eröffnet das Bonusmaterial der Special Edition und setzt sich auf ähnlich schelmische Weise mit wirtschaftlichem Gebaren auseinender wie dies einige Songs zuvor im Zusammenhang der Celebreties geschah. Mit akustischer Gitarre und Mikes Gesang beginnt »Madcap Scheme« und könnte bei einem entspannten Grillen zur Hymne werden. Auf einem der nächsten Konzerte wird sicher der Eine oder die Andere den Titel des letzten Songs wörtlich nehmen und ihren Körper in die Luft werfen: »Throw Your Body in the Air«.

Bremerton Blend Am Ende wartet ein versteckter Track indem Mike zunächst zur Gitarre, später mit der ganzen Band darüber philosophiert was wohl passieren würde wenn er nur Nonsense von sich gäbe. Dabei singt er auch von tausend Tassen Kaffee, mit denen ich mich sehr gut identifizieren kann – würde meine Master-Thesis nicht in Seiten sondern in Kaffeetassen gerechnet, dann wäre das sicher auch eine ganz beachtliche Zahl. Apropos Kaffee, hatte ich schon erwähnt, dass MXPX ihre eigene Kaffeerösterei haben? Müsste man sich dringend eine Packung ›Left Coast Coffee‹ importieren, am Besten gleich mit passender Tasse…

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Hier gehts zu mxpx.com.
Eine schön gemachte Seite zum Album findest du hier.
Und auch auf MySpace sind sie zu finden.
Im iTunes-Store bekommst du die Platte ohne DRM im Plus-Store.

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