PorNO!

Über einen Zeit-Artikel wurde ich heute morgen auf eine Anti-Porno-Kampagne von EMMA aufmerksam. Wenn du den beiden Links im vorigen Satz folgst kommst du zu interessanten Artikeln, die es sich meiner Meinung nach zu lesen lohnen.

Zu meinen Schülerzeiten, als ich “der Feminist” meines Jahrgangs war, las ich auch des öfteren EMMA, von daher interessierte mich was dort gerade so geschrieben wurde. Da ich mich zur Zeit auch mit dem Phänomen MySpace beschäftige, nahm ich mir zunächst den Artikel zu MySpace von Meredith Haaf vor. Sehr interessant das zu lesen – auch mal aus Sicht einer erwachsenen (nehme ich an) Frau. Finde das Thema ›Mädchen und junge Frauen bei MySpace‹ sehr interessant. Habe mir dazu auch schon Gedanken gemacht – mal angenommen es gibt noch etwas wie MySpace wenn Salome älter ist…

Ein paar Gedanken aus dem Artikel, und dann interessiert mich deine Meinung:

»Die Tatsache, dass sich Millionen von Mädchen selbst zu Objekten machen. Sie sind ihre eigenen Erotik-Magazinredakteure, konkurrieren mit ihren selbst geschossenen Fotos um die beste Bewertung als Wichsvorlage. Seit wann ist das denn eigentlich ein erstrebenswerter Status?

Bevor jetzt die Klemmi-Alarmsirenen losheulen: Begehrt sein zu wollen ist kein Stück verwerflich. Der Unterschied ist aber, ob man sich damit zufrieden gibt, als „nice piece of ass“ – hübsches Stück Hintern – in der Onlinewelt begehrt zu sein. Es ist ein super Gefühl, mit dem eigenen Aussehen glücklich zu sein. Aber es ist ein Zeichen von ganz großer Beschränktheit, sich nur über seinen Körper zu definieren. Es passiert Frauen zur genüge, dass sie über ihre weiblichen Geschlechtsmerkmale definiert werden. Schlimm genug, wenn das von außen kommt.

Aber die Mädchen, die ihre Haut und Körperteile so unreflektiert und massenhaft zur Schau stellen, denken darüber scheinbar nicht einmal nach. Anstatt die unendlich tollen Internetmöglichkeiten für irgendwas Interessantes zu nutzen, forcieren sie mit ihren Selbstdarstellungen den ewigen, langweiligen Mechanismus: Du bist deine Brüste.«

[Meredith Haaf, EMMA 5/2007.]

3 Reaktionen

  1. Hm. Wenn ich lese was sie schreibt hab ich das Gefühl, sie trifft viele Punkte ins Schwarze – aber ihr scheint nicht klar oder verständlich zu sein, warum das so ist – schlussendlich doch nur Symptom ganz anderer Probleme und Hilflosigkeiten. Und sicht nicht immer pathologisch – der Übergang vom völlig Normalen dürfte sehr viele Grautöne haben.
    Aber er regt zum nachdenken an. Und vielleicht ermöglicht er deshalb tatsächlich eine Veränderung. Was ich zuerste bezweifelte.

    Schlussendlich stört mich in dieser Schreibe immer nur dieses „da wollten wir doch weg sein“, „da waren wir doch durch“. Darauf komm ich nicht so recht klar :-).

  2. danke für den kommentar daniel.
    gerade wegen den dingen die dahinter stehen mochte ich den zeit-artikel noch. der emma-schreibstil ist auch nicht mein favorit, anregend ist es für mich dennoch gewesen und wie es scheint auch für dich. grüße.

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