Nachhaltigkeit

Ich werde die Tage sicher noch etwas mehr zu diesem Thema schreiben (vor allem im Bezug auf Windeln – von daher können manche schon gespannt warten). Heute möchte ich nur kurz auf die Verkettung zweier günstiger Umstände hinweisen.

Als ich heute Vormittag mit Josia im Wohnzimmer spielte brachte er mir ohne Aufforderung das ›Jesus Unplugged‹ Buch von Rob Bell das auf einer Seite aufgeschlagen war, dort sprang mir folgende Aussage ins Auge:

»Solange Müll und Resourcenverschwendung noch nicht als geistliche Fragen gelten, haben wir noch nicht wirklich kapiert, was es heißt, Mensch zu sein.« [Seite 148]

Im Zusammenhang des Satzes legt Rob Bell die Verbindung von Schöpfung und Auftrag an uns Menschen mit unserer Verpflichtung verantwortlich mit der Schöpfung umzugehen dar. Diese Verbindung drückt er dann eben auch so herausfordernd aus. Bisher habe ich auf fast jeden Eintrag zum Thema Umweltschutz kritische Kommentare bekommen, und so kann es nun auch wieder sein – handelt es sich bei diesem Zitat auch um eine gewisse Provokation. Ich frage mich allerdings weshalb meist Menschen ein Problem mit Umweltschutz haben die sich selbst als Christen bezeichnen, da aus meiner Sicht die Verbindung mehr als offensichtlich ist.

Der Zweite Umstand war ein Blogeintrag von Daggi in dem sie auf ein Quiz zu deinem persönlichen ökologischen Fußabdruck aufmerksam gemacht hat. Das Quiz gefällt mir sehr gut und daher empfehle ich es auch weiter: hier lang. Bisher habe ich dort auch noch keine Banner – ähnlich der Blog- oder Kaffee(un)abhängigkeiten – gefunden, was wahrscheinlich auch besser so ist, da wohl kaum jemand sich mit seinem Ergebnis brüsten kann, sondern es vielmehr als Anregung verstehen darf ›nachhaltiger‹ zu leben.

In diesem Sinne noch einen schönen sonnigen Sonntag wünscht der entspannte Depone.

3 Reaktionen

  1. Hallo lieber Daniel,

    wenn es darum geht Deine Ansichten zu kritisieren fühle ich mich stets angesprochen ;)

    Eigentlich wollte ich ja, mal wieder, Rob Bell kritisieren, bzw. eigentlich nicht einmal das, ich wollte nur einwerfen, daß Anselm Grün in seinem Buch Menschen führen – Leben wecken, in dem er hauptsächlich das Cellerars-Kapitel der Regula Benedicti interpretiert und ausführt, auch schon aus den Versen 18f eine Verantwortung für die Schöpfung herausliest oder eher konstruiert.
    Das nur zur Ergänzung. Man muß nicht Rob Bells staccato-artige Fragensammlung lesen, um derartige Erkenntnisse zu gewinnen :)

    Aber nun zum Quiz. Die Fragen und Antworten sind meiner Ansicht nach ziemlich wirr zusammengestellt, nicht zuletzt hört sich die Frage „Wie oft benutzen Sie das Fahrrad, gehen Sie zu Fuß, reiten Sie, oder benutzen Sie Fuhrwerke für Ihre täglichen Besorgungen?“ wegen der „Fuhrwerke“ selten dämlich und eher realitätsfern oder wie eine Scherzfrage an. Schon allein deshalb kann ich das Quiz nicht im Ansatz ernst nehmen. Es vereinfacht zu sehr, so daß es nicht aussagekräftig sein kann.

    Und nun zum interssanten Teil, meinem Ergebnis: „GESAMTER FUSSABDRUCK 3.3“.
    Und: „FALLS ALLE WIE SIE LEBEN WÜRDEN, BRÄUCHTEN WIR 1.8 PLANETEN“

    Ich finde, 1.8 Planeten ist garnicht so viel, an Außenstellen auf Mond und Mars wird ja schon gearbeitet … ;)

    Viele Grüße aus Stockholm,
    Götz

  2. Danke für das Zitat aus dem Bell. Ich schreibe gerade eine Arbeit über Verantwortung gegenüber der Schöpfung und Ganzheitlicher Christusnachfolge.
    Den Bell hatte ich schon gelesen, aber dass er über Umwelt schreibt, war mir schon wieder entschwunden. So bin ich ganz froh, dass du mich wieder drauf gestipt hast.

  3. […] Zu diesem Thema kannst du bei Gelegenheit einen kleinen Test zu deinem ökologischen Fußabdruck machen. [darauf hatte ich in einem älteren Eintrag bereits hingewiesen] […]

Mentions

  • [depone] | Daniel Ehniss » Blog Archive » Emergent-Podcast: Everything must change

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