Als alter „Navigator“ (habe mal in einem Bibelkreis der Navigatoren zum Glauben gefunden) halte ich es mit 2. Tim 2, 2, einem der Leitsätze der Navigatorenarbeit:

„Und was du von mir gehört hast vor vielen Zeugen, das befiehl treuen Menschen an, die tüchtig sind, auch andere zu lehren.“

Jeder Paulus sollte sich einen Timotheus suchen. Also erst recht jeder „kleine“ Paulus. Neu ist dieser Gedanke also nicht (wie alle guten Gedanken, man muss sie nur zuweilen neu denken, würde Alex jetzt wohl sagen), außerdem hat dieser Gedanke nur sekundär etwas mit der Predigt im GoDi zu tun: Wenn es viele „Zweierschaften“ (so heisst das bei den Navis) in einer geistlichen Gemeinschaft gibt, befreit dies nicht unbedingt davon, gute Predigten für alle zu haben, ganz im Gegenteil: So ich einen guten Nährboden schaffe, kann eine Predigt vor einem vorbereiteten Publikum tiefer schürfen kann als eine solche vor einer Gruppe, die keinerlei Bezug zur Bibel hat. Da gibt es dann Steak statt Milch.

Eine „Abhängigkeit“ von Leitern ist ein bereits im Ansatz zu vermeidendes Übel, was sich aber dadurch vermeiden lässt, dass ein Prediger öfter mal daran erinnert, das er auch nur ein Mensch ist, der die Bibel liest, und offen dazu auffordert, der Hörer möge das Gehörte bei eigenem Bibelstudium sorgfältig prüfen.