nachhaltig wickeln

Nachdem ich es nicht geschafft hatte rechtzeitig zum Weltkindertag meinen Eintrag zu nachhaltigen Wickelmethoden zu schreiben, so hoffe ich es zumindest heute am Blogaktionstag zu schaffen an dem sich tausende von Bloggern zum Thema Umwelt und Umweltschutz äußern. Simon hatte vor einiger Zeit auf diesen Tag hingewiesen, ich hatte es brav bei delicious gebookmarked (wie man so schön sagt) und dann heute den Tag über doch gedacht, besser ich schreibe erst mal andere Sachen…

Aber jetzt so knapp vor dem Ende des Tages, zumindest in der Zeitzone in der ich den größten Teil meines Lebens verbrachte, bekam ich Lust und nehme mir die Zeit ein paar Zeilen zu nachhaltigem wickeln zu schreiben.

Während einer Bundestagswahl stand an einer Ampel in der Nähe meiner damaligen Wohnung ein Plakat mit dem Spruch »Wir haben die Erde nur von unseren Kindern geborgt.« oder so ähnlich. Dabei gefallen mir vor allem zwei Apsekte die ich nun aus dem Zusammenhang reißen möchte – zunächst haben wir die Erde tatsächlich nur geborgt, sie wurde uns anvertraut, wie ich sagen würde. Den Menschen wurde die Erde anvertraut womit zusammenhängt dass sie sich um die Erde kümmern dürfen, sie bebauen können und mit ihr in Harmonie leben sollen. Auch wenn ich nicht glaube dass wir die Erde von unseren Kindern geborgt haben, so gefällt mir diese Wendung deswegen sehr gut, da sie auf unsere Verantwortung im Umgang mit der Erde hinweist. Wollen wir, dass unsere Kinder und deren Kinder ständig mit Problemen der Natur zu kämpfen haben, die es nur deshalb gibt weil wir unserer Verantwortung nicht nachkamen in Harmonie mit ihr zu leben? Ich für meinen Teil strebe danach meinen Kindern so wenig wie möglich Altlasten mit auf den Weg zu geben, die aus meinen Fehlern resultieren. Dabei bin ich mir bewusst dass ich eine Menge Fehler mache und sie dadurch auf jeden Fall einiges zu tragen haben, dennoch strecke ich mich danach aus ihnen ein gutes Leben zu ermöglichen.

Paradoxerweise liegt gerade in der Verbindung der Kinder und unserem Handeln ein Hund begraben: Windeln. Nach verschiedenen Studien sind Windeln ein echtes Umweltproblem. Durch ihre geliebten Eigenschaften, dass sie bestimmte Ausscheidungen einschließen und in sich behalten werden sie zu schwer abbaubaren Bergen von Müll. Wir stapeln sie massenweise außerhalb unserer Städte. Bevor sie aus der Stadt auf irgendwelche Deponien gefahren werden, werden sie fein säuberlich von liebenden Eltern zur Mülltonne gebracht, Sack für Sack. Wir haben uns einige Gedanken zum Thema Windeln gemacht – wobei zumindest von meiner Seite das Thema Stoffwindeln recht schnell abgehakt erschien. Wer will diese Wäscheberge waschen. Respekt an alle die dies tun. Das war kein Option für mich, die Kleider die ab und an vom Inhalt der Windeln durch drängt sind reichen mir schon.

Also haben wir uns auf den Weg der so genannten »Pampers« begeben. In dem Wissen, dass das nicht die nachhaltigste Wahl war und sein wird. Ab und an überkam es mich und ich wollte so genannte »Öko-Windeln« ausprobieren. Dumm nur, dass manche im Vergleich zu ihren weichen Geschwistern eher an Altpapier-Toiletten-Papier erinnerten und mein Vaterherz nicht gerade erfreuten. (Auch wenn ich zumindest vom Boi keine Einsprüche vernahm). Auf unserer Reise durch die Windelregale stießen wir irgendwann auf die Öko-Windeln von Alana einer Hausmarke des Drogeriemarktes unseres Vertrauens. Sie sind schön weich und recht Dicht. Dabei wird bei deren Herstellung bewusst auf Umweltverträglichkeit geachtet. Dazu gibt es auch schöne Zahlen, die ich hier jetzt nicht nennen will. Ich bin mir darüber im klaren, dass damit die Welt nicht gerettet wird und die Windeln sicher auch eine ganze Zeit brauchen bis sie „biologisch abgebaut“ sind, wie das so schön heißt. Dennoch scheint es für mich ein Schritt in die richtige Richtung. Als Bonus kann die Tüte in der ich die Windeln kaufe als Kompostbeutel verwendet werden (ist sogar extra dafür gedacht) und so habe ich auch dafür einen angenehmen Behälter.

Um das Bild von oben nochmals aufzugreifen bietet sich der Werbeslogan an: „Öko-Windeln – für die Welt von morgen.“ Und weil es ja nicht nur um die größtmöglichen Schritte geht, eine Frage am Ende – wo kannst du in deinem Alltag einen kleinen Schritt in Richtung Nachaltigkeit gehen?


Hier gehts zur BlogactionDay-Site.
Hier zum Eintrag von Simon zum Thema.
Und hier zu dem von Tobias Künkler.

1 Reaktion

  1. Cool. Es bräuchte mehr solcher Beiträge, damit man sehen kann, wie man in den Kleinigkeiten des Alltags einige positive Schritte nach vorne machen kann bei diesem Thema.

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