Kinder in Deutschland 2007

Eben noch über die World Vision Kinderstudie 2007 gestolpert, die gestern in Berlin vorgestellt wurde. Im Auftrag von World Vision wurde eine Studie über die Lebenswirklichkeit von Kindern erstellt, die Studie wurde von Klaus Hurrelmann (den man von den Shell-Jugendstudien her kennt), Sabine Andresen und TNS Infratest Sozialforschung durchgeführt.

Drei Aspekte daraus sind mir beim ersten lesen aufgefallen. Zunächst einmal wird festgestellt dass sich Kinder im Allgemeinen in Deutschland wohl fühlen, sie scheinen sich gut mit ihren Eltern zu verstehen und beschweren sich eher über nebensächliches. Zu dieser Aussage tritt jedoch die nächste Beobachtung nämlich, dass die Zukunft und Lebenswirklichkeit eines Kindes stark mit dem „Milieu“ seiner Eltern zusammenhängt. Es gibt auf der einen Seite Kinder die aus vielfältigen Möglichkeiten wählen können und andere deren Wahlmöglichkeiten stark durch die Möglichkeiten der Eltern eingeschränkt sind. Meine dritte Beobachtung bezieht sich auf die Gestaltungs- und Begeisterungsfähigkeit von Kindern. World Vision möchte sich mit der Studie als Anwalt einsetzen und so der Stimme von Kindern mehr Gehör verschaffen. Dazu ein Zitat aus der ZEIT:

»Die Umwelt sollte nicht als „Schonraum“ gestaltet werden sondern so, dass Kinder sich einbringen und selbstständige Entscheidungen treffen können. Sie begeistern sich leicht. Doch diese Fähigkeit wird kaum genutzt.«
[ZEIT online, 24.10.07]

Dieser letzte Aspekt passt wunderbar zu dem was ich gestern über Beteiligungsstrukturen geschrieben habe.

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